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"... Frau Hustedt reklamiert für sich Experten-Kompetenz und hiermit wird sie auch in der Öffentlichkeit gehandelt. Sicher muss man ihr zubilligen, sich in dieses Thema für einen Politiker in einer erheblichen Tiefe eingearbeitet zu haben. In Ihrem Vortrag auf der Deutschen Gesellschaft für Kerntechnik, den man im übrigen unter der Adresse www.kernergie.net als Realplayer-Format findet, offenbart die Dame allerdings durchaus ihre Inkompetenz. Im übrigen outet sie sich dort auch als "Gläubige". Sie spricht durchaus kritische Punkte der "Grünen" Energiepolitik an, kommt dann allerdings auf Grund von Nichtwissen (und hier unterstellen ich nicht Lüge, wie ich es bei Trittin immer vermuten würde) zu genau verkehrten Ergebnissen: ..."

Grünr? - Nein Danke!
Grüne? - Nein Danke!

Nadel, grün

VGL-Technischer Newsletter 03-06, wegen der Wahl vorgezogen. Aktuelle Information zu Strom- und Windkraft-Zahlen 2005 von Sturmlauf.de

(...) Lt. einer Analyse von Accenture (internat. Consulter) auf Basis von Daten Mitte 2004 hat Deutschland nach Irland die zweit-höchsten Strom-Preise in den Industrieländern Europas und ist Spitzenreiter bei den Netzkosten(!). Hierzu muss man noch anmerken, dass in einem Netz die Leistungs-/Abnahmedichte nach Fläche ein wichtiger Kostenfaktor ist, d.h. eigentlich müßte Deutschland auf Grund der hohen Leistungsdichte(kWh/qkm) sehr günstige Netzkosten haben. (...)

von Heinrich Duepmann

Die Themen dieses Letters

Perspektiven der Offshore-Entwicklung

Macht die Diskussion mit Grünen Sinn?

"Faule" Argumentation um Substitution von Öl

Welche Chancen hat die Strom-Regulierungs-Behörde

Energie-Kompetenz Grüne MdB Frau Hustedt

Argumentation auf Basis Allensbach-Umfrage 2004

Komplexität der EEG-Einspeisung

Stromkostenvergleich EU

Paziorek(CDU) oder Schnappauf(CSU), neuer Umweltminister?

Plambeck, GJ-Bericht 2004

Perspektiven der Offshore-Entwicklung

Auf Grund unsere Interventionen sehen insbesondere die Politiker, allen voran Trittin, Stimmverlust der Wähler fürchtend, die Zukunft der Windkraft offshore. Nachdem vor 1 Jahre der Totalausfall des grossen DK-Windparks Horns Rev eintrat und Ende 2004 (lt. Windpower-Monthly) eine komplette Transformatoren-Serie von Siemnes in weiteren DK-Offshore-Parks ausfiel, sieht Windpower-Monthly inzwischen die Chancen von Offshore als sehr kritisch. Man spricht von einem allgemeinen Stillstand in der Offshore-Projekt-Umsetzung. Die Gesamt-Kapazität weltweit Offshore beträgt Ende 2004 gerade mal 580 MW, 3,5% der Installation von D.

De facto geschieht auch in UK, dass ich bisher als kritisch gesehen habe, praktisch nichts - gerader mal 3 Parks sind in konkreter Planungsphase oder im Bau. Ein Fördertopf von fast 100 Mio. GBP wurde nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen. Inzwischen scheint sich auch ein realistischer Kostensatz von ca. 11 Ct./kWh Offshore im Verständnis der Investoren etabliert zu haben (der enthält natürlich nicht die Zusatzkosten für Ableitung - siehe GIL-Kabel). Aber auch der Dänische (wegen Flachwasser und Landnähe) günstigere Wert von 6 Ct./kWh ist natürlich für eine unstetige Lieferung von Strom ein absurder Wert.

Auch in Butendiek scheint Funkstille einzukehren. Vielleicht hat die Aussage des Hochschullehrers Hans-Joachim Fiß, Energie-Experte und selbst WKA-Anteilseigner, das eine Arbeiterstunde Offshore 100 mal (!!) so teuer wie zu Lande ist, doch etwas für Ernüchterung unter den Windfreunden gesorgt. Jedenfalls erwähnt der Pylonenbauer F+Z, der ansonsten ein sehr umfangreiches aktuelles Projektportfolio im Internet zeigt, das Projekt nicht. Die letzten Veröffentlichungen von Butendiek sind von 2004. (All das hält natürlich die Trassenbauer in NDS nicht ab)

Macht die Diskussion mit Grünen Sinn?

Immer wieder stellt sich die Frage, soll man sich in Veranstaltungen mit dieser Organisation auseinandersetzen:

Nun, die meisten Menschen glauben an irgendwas, und sei es nur an die Macht von Argumenten, von Erkennen, von Überzeugen. Und wer noch keine Diskussion mit Franz Alt, Ahmels, Huhstedt oder Wobben oder einer beliebigen Orts-Organisation der Grünen geführt hat, sollte dieses unbedingt tun. Nur dadurch wird man von seinem Glauben befreit. Und dann erkennt man auch, dass es völlig uneffizient ist, sich mit den "Grünen" Gläubigen auseinander zusetzen. In den von diesen Gläubigen moderierten Veranstaltungen dient man wegen Mikrofon- und Wort- Entzug nur als williges Argumentationsfutter und erreicht das Gegenteil, man wird nämlich als Gestriger, Atomlobbyist, Energie-Verschwender, Realitätsferner klassifiziert; und man bringt damit unsere Ziele in Misskredit. Statt dessen sollten wir unsere Energie auf effiziente Öffentlichkeitsarbeit konzentrieren. Der Informationseffekt von "30 Minuten beim Supermarkt vor der Tür Anti-Windkraft-Flugblätter verteilen" ist größer als zwei Stunden bei einer solchen Veranstaltung zu sitzen und nach zwei Sätzen das Mikrofon entzogen zu bekommen. Also: Auch wenn es in den Fingern juckt, seinen Sie kein Apostel und bleiben den Veranstaltungen fern oder agieren nur als U-Boot.

"Faule" Argumentation um Substitution von Öl

In öffentlichen Diskussion verwenden die Windleute regelmäßig das kommende Ende der Fossilen Ressourcen als Hauptargument (neben CO2) für die Windstromverwendung und meinen damit hauptsächlich Öl. Hier kann man sehr einfach gegenhalten:

Die Primärenergieträger mit der kürzesten Reichweite (egal wie weit) sind Öl und Gas. Öl wird für die Strom-Erzeugung nur zu einem minimalen Anteil (3%) eingesetzt, d.h. mit Windenergie kann man die Reichweite von Öl praktisch nicht verlängern. Gas ist aber gerade der Primärenergie-Träger, den man auch nach dem Modell der Grünen als Komplementär-Energie für die unstetige Windenergie braucht. Wenn also Gas als schnell reagierende Alternative nicht mehr zur Verfügung steht, funktioniert auch die Windstromversorgung nicht mehr. Keinesfalls wird durch Windstrom die Gasreichweite verlängert.

Welche Chancen hat die Strom-Regulierungs-Behörde? Keine!

Bei den galoppierenden Strompreisen hoffen die Politiker auf die neue Behörde (oder sagen es zumindest den Verbrauchern) als Bremser oder gar Reduzierer. Hintergrund ist dabei der Erfolg der Regulierer-Behörde bei der Telekommunikation. Doch die Annahme der Übertragbarkeit ist ein großer Irrtum. Die Behörde wird weitgehend wirkungslos sein.

1.) Technisch sind TK und Strom überhaupt nicht vergleichbar (hier sowieso eingeschränkt auf est-Netz-TK):

  • Ein TK-Netz besteht aus der letzten Meile als Monopol-Ressource, die sich wenn überhaupt nur sehr langsam verändert, und der Engpass-Ressource Netz, die sich jeweils in den Händen der miteinander konkurrierenden Anbieter befindet. Beim Stromnetz dagegen ist hingegen die Engpass-Ressource Netz auch genau die Monopol-Ressource, d.h. der Regulierer kann nicht verschiedene Anbieter gegeneinander ausspielen.
  • Engpässe in TK-Netzen haben keinen "Blackout"-Folge-Effekt wie in Stromnetzen, sie glätten sich stattdessen von selbst, sogar in extremen Fällen wie der völligen Überlastung einer Ortsvermittlungsanlage bleibt der "Blackout" lokal.
  • TK-Netz-Verfügbarkeit ist (ausgenommen elektronischer Zahlungsverkehr und Telematik) im Gegensatz zu Strom keine Realtime-Ressource.
  • Die Betriebsaufwendungen für ein Stromnetz (ohne Energie-Lieferung) liegen um den Faktor 5-10 höher als für ein TK-Netz

2.) Einfluss der mobilen-Kommunikationstechnik.

Zeitgleich mit der Marktöffnung wurde im TK-Bereich die Funk-Telefon-Technik in die Fläche gebracht, die einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbseffekt darstellte. Vergleichbares gibt es im Strombereich nicht. Damit ist der Strom-Regulierer ein zahnloser Tiger. Die einzig sinnhaltigen Massnahmen wären:

  • EEG entfallen lassen und die Kosten-Reduktion direkt an den Markt weitergeben
  • Verstaatlichung des Netzes der Regelzonen-Betreiber (Französisches EDF-Modell) Das sind aber politisch zu initiierende Massnahmen ausserhalb der Zuständigkeit eines Regulierers.

Energie-Kompetenz Grüne MdB Frau Hustedt

Frau Hustedt reklamiert für sich Experten-Kompetenz und hiermit wird sie auch in der Öffentlichkeit gehandelt. Sicher muss man ihr zubilligen, sich in dieses Thema für einen Politiker in einer erheblichen Tiefe eingearbeitet zu haben. In Ihrem Vortrag auf der Deutschen Gesellschaft für Kerntechnik, den man im übrigen unter der Adresse www.kernergie.net als Realplayer-Format findet, offenbart die Dame allerdings durchaus ihre Inkompetenz. Im übrigen outet sie sich dort auch als "Gläubige". Sie spricht durchaus kritische Punkte der "Grünen" Energiepolitik an, kommt dann allerdings auf Grund von Nichtwissen (und hier unterstellen ich nicht Lüge, wie ich es bei Trittin immer vermuten würde) zu genau verkehrten Ergebnissen:

a) Kritik-Punkt monopolistische Gas-Abhängigkeit von Russland: Sie sagt, dass die Abhängigkeit von Russland durch die Entwicklung von Flüssiggas-Containerschiffen sinken und das Preisgefüge in Wettbewerbsdruck gerät. Sie weis offensichtlich nicht, dass die Entwicklung dieser Technik von Russland, USA und Saudiarabien massiv vorangetrieben wird, weil der Gaspreis in den USA bereits heute wegen der Knappheit dort doppelt so hoch wie in Europa ist und das Ziel von Russland ist, durch den Verkauf an die USA den Preisdruck auf Westeuropa erhöhen zu können. Gas ist in hinreichendem Volumen ausserhalb des Gas-Ovals (Nordcap bis Saudiarabien) praktisch nicht exploriert.

b) Sie greift dort Herrn Clement massiv an und wirft ihm betriebswirtschaftliche Inkompetenz vor, weil er bei seinen Aussagen über die mittelfristigen EEG-Kosten die Gesamterlöse als Mehrkosten sieht und nicht den (Markt-)Wert des Stromes abzieht. Diesen Vorwurf muss man an die Dame zurückgeben, denn Sie müßte ja den Kosten wiederum die Mehrkosten im Netz und für Schattenkraftwerke hinzurechnen und die sind nun mal höher als der Marktwert, so dass damit die Clement-Rechnung noch zu optimistisch ist.

Argumentation auf Basis Allensbach-Umfrage 2004 (Strom-Erzeugung)

Die Umfrage-Ergebnisse wurden von Frau Dr. Renate Köcher, Allensbach GF auf einer Tagung Anfang 2005 interpretierend dargestellt. Daraus lassen sich wichtige Schlüsse für eine effiziente Argumentation in der Öffentlichkeit aufbauen:

Allensbach sagt einerseits, dass die Mehrheit preissensitiv ist, also keinen Anstieg der Preise aus Erzeugungsveränderungen akzeptiert und andererseits, dass man mehrheitlich als zukünftige sichere und die primären Säulen bildenden Träger Sonn, Wind und Wasser, wie von der Politik assoziiert (**), sieht. Ausserdem hat Frau Dr. Köcher gesagt, dass die Bevölkerung einen Weiterbetrieb und sogar Ausbau einschließlich Endlagerung der Kernenergie in Deutschland akzeptieren würde (*), wenn die Politik die Notwendigkeit darlegen würde. Kohle rangiert übrigens ganz weit hinten.

Hier sieht man den für Experten klaren Widerspruch, der natürlich durch die Desinformationskampagnen der Politik erklärbar ist: Die Bevölkerung verfügt über unzureichende Informationsquellen, sich selbst ein reales Bild über Zuverlässigkeit und Preis von Wind- und Sonnenstrom zu machen. Hier müssen wir ansetzen.

Unter Nutzung der Prämisse (*) ist es risikofrei, mit Kostenkennzahlen die Lügen der Politik (**) zu wiederlegen und dadurch doch Bewegung in der Meinung der Bevölkerung zu bringen. Für eine tragfähige Argumentation darf allerdings bei Kosten die Position Endlagerung nicht ausgeschlossen werden, hier ist der derzeit einzig verfügbare Wert der der Schwedischen KK-Industrie, die ja bei der Durchplanung der Endlagerung weit fortgeschritten ist - die Kraftwerke bezahlen 0,6 Ct/kWh für die zukünftige Endlagerung auf der Basis dieser Planung. Wir argumentieren auf der Basis der verfügbaren Zahlen deshalb wie folgt. KK-Strom kostet 2,6 Ct./kWh (2Ct ~ realistischer Preis auf Basis EPR), Windstrom als einzig signifikant verfügbare Alternative kostet ca. 11 Ct./kWh (knapp 9Ct EEG + über 2 Ct für Netz-Mehrkosten (Dr. Tauber, E.ON). Dieses exorbitante Preis-Delta bewegt Meinungen!

Komplexität der EEG-Einspeisung

Dieser Text resultiert aus einer aktuellen Studie des ISET in Kassel und soll einen kleinen Einblick in die Dimension der Komplexität vermitteln, die die Politiker den Netzbetreibern durch das EEG aufgebürdet haben, hier insbesondere die ungesteuerte Einspeisung:

Jede Technik muss gewartet werden, auch Strom-Netze. Dazu müssen dann Teilstrecken abgeschaltet werden und wegen der überwiegend vermaschten Schaltung der Netze hat das im Normalfall keinen Einfluss auf die Verfügbarkeit der Versorgung. Nun gibt es aber im Niederspannungsbereich einen erheblichen Anteil von sogenannten Stichen, bei denen keine Ersatzleitung geschaltet werden kann. Hier werden im Wartungsfall an den Versorgungsleitungen mobile Stromgeneratoren eingesetzt, die unterbrechungsfrei eingeklinkt werden und dann den sogenannten Insel-Betrieb übernehmen. Das Verfahren wir seit Jahrzehnten störungsfrei praktiziert.

Seitdem aber dezentrale Einspeiser wie Wind und Voltaik bestehen, muss man mit dem Problem der Rücklieferung fertig werden. Man kann ja jetzt den eingespeisten Strom wegen der Abschaltung der Leitung nicht zurück in Netz transferieren. Soweit die Einspeisung unterhalb des Bedarfs der Insel liegt, gibt es kein Problem, der Generator liefert weniger Strom. Bei einem gewissen überschiessenden Anteil wird die Motorbremsentechnik des Dieselmotors verwendet, um den überschüssigen Strom zu "vernichten". Sobald diese die Leistungsgrenze erreicht hat, schaltet der Generator ab, damit wird die gesamte Insel instabil, die WKA können mangels Blindstrom nicht mehr produzieren und die Voltaik-Anlagen müssen ebenfalls abschalten, da keine Steuersignale mehr verfügbar sind. Insel-Blackout ist die Folge. Ob Trittin u. Co. wohl an derartige Probleme gedacht haben?

Stromkostenvergleich EU-15 (siehe auch Punkt 1)

Lt. einer Analyse von Accenture (internat. Consulter) auf Basis von Daten Mitte 2004 hat Deutschland nach Irland die zweit-höchsten Strom-Preise in den Industrieländern Europas und ist Spitzenreiter bei den Netzkosten(!). Hierzu muss man noch anmerken, dass in einem Netz die Leistungs-/Abnahmedichte nach Fläche ein wichtiger Kostenfaktor ist, d.h. eigentlich müßte Deutschland auf Grund der hohen Leistungsdichte(kWh/qkm) sehr günstige Netzkosten haben. Das gewichtete Mittel der EU-15 ist 2,79 Ct./kWh. Deutschland ist mit 4,34 Ct. Mit weitem Abstand Spitzenreiter. Man kann es nur in aller Deutlichkeit sagen: Die in Deutschland für Stromenergie zuständigen Politiker und Unternehmen sind völlig von der Rolle und haben jeden Bezug zu marktwirtschaftlicher Realität verloren. Und die vier Großen sahnen in der regionalen Monopol-Struktur ab!

Deshalb sehen wir auch unseren Vereinszweck mit einem vielleicht doch bald kommenden Zusammenbrechen des Windstrom-Geschäftes nicht erreicht, was uns ja eigentlich zu einer Auflösung veranlassen müsste. Wir sehen als weitere große Aufgabe, politisch durchzusetzen, dass die Macht dieses Netz-Oligopols der großen Vier gebrochen und ein staatlich geführtes Hoch-/Höchst-Spannungs-Netz-Unternehmen mit einem zentralen Netzmanagement eingerichtet wird und die großen Vier auf Produktion (im freien Wettbewerb) eingeschränkt werden.

Übrigens haben die Länder UK und Finnland die günstigsten Stromkosten in diesem Vergleich.

Es gibt eine weitere eindeutige Korrelation: Die Länder mit dem höchsten Windstrom-Anteil haben die höchsten Kraftwerksreserven (in %) (warum wohl?) Deutschland 4,6/32, Spanien 5/33, Dänemark 17/73 (Österreich ausgenommen, Sondersituation Hydro). Der gesamte Report liegt als PDF vor und wird bei Anforderung und Adressangabe per Mail zur Verfügung gestellt.

Paziorek(CDU) oder Schnappauf(CSU), wer wird der neue Umweltminister?

Der neue Umweltminister wird sicher die Weichen stellen. Im Ministerposten Geschachere wird es wohl Paziorek, wenn der Posten der CDU zufällt, allerdings wird derzeit in der Presse Schnappauf gehandelt. Paziorek gefällt uns mit seiner Einstellung zu Wind- und Solar nicht, bei Wind redet er doppelzüngig, bei Solar votiert er eindeutig pro. Bei Kohle operiert er mit falschen Kostenangaben. Nicht umsonst steht er auf unserer Liste der EEG-Profiteure.

Wir haben auf unserer WEB-Seite am Ende des Kapitels Politiker/Lobby eine Chronologie seiner Positionierungen begonnen aufzulisten und bitten um Ergänzungen. In der Presse ist schon klar erkennbar, dass man einen rotgrünen Fehler unbesehen übernehmen will: Man ordnet das Thema Energie-Politik dem Bereich Umwelt zu, in Gesprächen mit der Presse ist das Thema klar von den Umweltlern der CDU beherrscht. Vielleicht mischt sich ja auch noch der Bereich Landwirtschaft ein - Stichwort "Energiewirt". Jedenfalls scheint das Thema Stromkosten in der CDU kein Wahlkampf-Thema zu sein. D.h. Landschaftsverschandelung durch Windspargel und "Silizium-Flächen" wird unverändert weitergehen. Aber vielleicht macht Schröder ja noch einen Rückzieher oder schickt Müntefering in die Box! Dann hätten wir noch ein Jahr Zeit für Überzeugungsarbeit bei der CDU - nötig wäre es.

Plambeck, GJ-Bericht 2004

Die Plambeck Neue Energien AG veröffentlicht i hren testierten Jahresabschlusses 2004 am 31. Mai. Die endgültigen Zahlen des Jahresabschlusses 2004 weichen nur geringfügig von den bereits im Februar veröffentlichten vorläufigen Zahlen ab. Der Abschluss ist wesentlich geprägt von den im Jahr 2004 erfolgten Abschreibungen und Wertberichtigungen. Die Plambeck Neue Energien AG hat im Geschäftsjahr 2004 im Konzern eine Gesamtleistung von 96,0 Mio. Euro (Vorjahr 92,7 Mio. Euro) erreicht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf minus 162,7 Mio. Euro (Vorjahr minus 8,9 Euro). Das Bilanzergebnis beläuft sich nach Entnahmen aus den Rücklagen auf minus 35,5 Mio. Euro (Vorjahr: minus 31,6 Mio. Euro). Das Eigenkapital zum Stichtag 31.12.2004 betrug im Konzern 21,4 Mio. Euro und bei der Plambeck Neue Energien AG 25,2 Mio. Euro.

Im Klartext heisst das, dass man fast das doppelte seines Umsatzes in Kosten, hier sicher überwiegend Sonderabschreibungen auf Windparks, aufgewendet hat. Verbrannt hat man damit das eingespielte Kapital aus Aktien-Emissionen (2001) und aus einer Wandelanleihe (2004). Zusätzlich hat man natürlich das Aktienkapital vernichtet (von 15,00 auf 0,70 bzw 100 auf 37,00 Euro). Diese Vernichtung wird sich fortsetzen, denn Profite sind u.E. nicht wirklich zu erwarten.

Zu gut Deutsch sagt man über ein solches Unternehmen: Es ist de facto pleite.


Geben Sie unsere URL bitte an Interessierte weiter. Wir haben korrekte, umfassende und ständig aktualisierte Informationen zur Windstrom-Entwicklung. http://www.sturmlauf.de - Heinrich Duepmann Verband für Gesundheits- und Landschaftsschutz e.V. (Dachverband Nordrheinwestfälischer Windkraftgegner-Organisationen) Enger bei Bielefeld Fax: 05224/1860 MAIL: WEBMASTER@STURMLAUF.DE

Kommen Sie zu unserem Energie-Seminar am 23.6.2006 in Bielefeld, Stadthalle, Zeit: 17.00 Uhr mit MdB Vera Lengsfeld u.a. namhaften Referenten. Näheres unter http://www.sturmlauf.de/data/Einladung_32_06_05.pdf. Wirklichkeit und Wahrheit zur Deutschen Stromindustrie!


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