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von Dipl.-Ing. Peter Dietze Leider wurde nicht erwähnt, daß es sogar negative Werte gibt, z.B. bei modernen GuD-Kraftwerken oder bei KKW. Die Kosten muß man in Relation sehen zum Importkohlepreis (ca. 26 DM/t CO2) oder den Energiesteuern, z.B. in Norwegen bis zu 53 US$/t oder - wie von der Schweiz für Treibstoffe angedroht - 210 SFr/t. Wenn schon Aufforstungsprojekte befürwortet werden, sollte man sich vergegenwärtigen, daß um etwa 3,3 t Kohlenstoff pro Jahr und BRD-Bürger zu binden, 10-20.000 m² Wald benötigt werden. Ein mittelgroßer Baum verdunstet etwa 40 l Wasser pro Tag - und Wasserdampf bringt bekanntermaßen noch mehr Treibhauseffekt! Da ist ein 1300-MW-KKW schon besser, entspricht die CO2-Reduktion doch etwa 180 Mio (!) Bäumen. Das Zertifikat-Konzept ignoriert völlig die Tatsachen, daß
Weiter wird außer acht gelassen, daß Zertifikate nur gekauft werden, wenn es strikte gesetzliche Beschränkungen, Kontrollen und Strafen gibt, die sich im Extremfall bis auf einzelne Betriebe oder Personen erstrecken. Kein Wunder, daß sich unsere Industrie hierfür nicht begeistert, die sich bereits "freiwillig" (d.h. um eine angedrohte Energiesteuer abzuwenden) zu einer 20%igen spezifischen Reduktion bis 2005 verpflichtet hat. Zertifikate müßten auch geprüft und und bei einer Behörde für die Ausstellung von Bezugsscheinen vorgelegt und entwertet werden. Brenn- und Treibstoffe müßten z.B. durch eine Monopolagentur vom Inlandsmarkt abgeschottet werden und würden zu weit überhöhten Preisen sowie auch illegal vermarktet. In dem Energie-Chaos wären Streiks und Inflation sowie die Bildung mafiöser Strukturen nicht zu vermeiden. Die Nichtbelieferung eines Krankenhauses mit Heizöl würde gar strafrechtliche Konsequenzen und bürgerkriegsähnliche Zustände zur Folge haben. Sowas anzustreben, ist angesichts der riesigen ökonomischen Schäden sowie der kaum nachweisbaren und wissenschaftlich zunehmend umstrittenen globalen Erwärmung absurd. Der IPCC-Strahlungsantrieb für CO2-Verdoppelung liegt wahrscheinlich um den Faktor 4 zu hoch; die IPCC-Wasserdampfrückkopplung mit dem Faktor 2 sowie ein CO2-Anstieg auf 700 ppm bis 2100 (beim "business as usual"-Szenario IS92a) ist ebenfalls unrealistisch - es sind kaum mehr als 570 ppm. Damit ergibt sich, daß die Erwärmung in 100 Jahren nur etwa 1/10 (!) der IPCC-Prognosen beträgt und folglich die für Industrieländer (ggf. noch in Kombination mit dem Atomausstieg) ökonomisch höchst problematischen Maßnahmen zum Klimaschutz und Zertifikathandel nicht erforderlich sind. |
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