Die konservative Informationsbasis im Internet

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pingreen.gif 1 KB "Politisch korrekt"

Am 26. Februar sendete das öffentlich-rechtliche Deutschlandradio eine Reportage über Dresden, genauer: über die Deutsche Soziale Union der Sachsenmetropole.


von Elimar Schubbe

Aber nicht vom Verdienst dieser als Schwesterpartei der CSU in der Wendezeit der DDR gegründeten konservativen Partei beim Aufbau demokratischer Strukturen im untergehenden SED-Staat war die Rede. Nicht darüber, daß die DSU, einzige Mitläufer- und Stasifreie DDR-Partei, am entschiedensten in der Volkskammer für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland eintrat. Nicht darüber, daß die DSU nach dem 3. Oktober 1990 mit ihren Ministern im Kabinett Kohl aktiv am Vollzug der Vereinigung mitwirkte. Nein: Die Rede war von der DSU als einer rechtsradikalen Partei, wozu ausgiebig eingeblendete Äußerungen aus der grünen Ecke beitrugen.

Gleichsam als Beweis für den rechtsradikalen Charakter der DSU wirkte der Hinweis darauf, daß der auf dem politischen Aschermittwoch der Dresdner DSU der Jesuitenpater Lothar Groppe gesprochen hatte. Schlimm, denn Groppe hatte die Reemstma-bezahlte Antiwehrmachtsausstellung des vorbestraften Linksradikalen Hannes Heer kritisiert, und ganz besonders schlimm - Pater Groppe publiziert im Ostpeußenblatt.

Daß dem angesehenen DSU-Politiker Jürgen Schwarz einige Sekunden zur Verteidigung von Groppe zugebilligt wurden, änderte am Gesamteindruck nichts, daß die DSU, daß Pater Groppe und Das Ostpreußenblatt rechtsradikal seien.

Peinlich nur für den Sender, daß Lothar Groppe wie auch sein Vater, Generalleutnant Theodor Groppe, entschiedene Gegner des NS-Regimes waren. Der junge Groppe war nicht weniger als 21mal "Gast" bei der Gestapo gewesen, und Generalleutnant Theodor Groppe überlebte nur wie durch ein Wunder das NS-Todesurteil gegen ihn. Doch Lothar Groppe und die DSU sind konservativ, also rechts, also rechtsradikal, also rechtsextrem und damit antidemokratisch und verfassungsfeindlich. Politisch korrekt, oder?

(Quelle: Das Ostpreußenblatt, Jahrgang 49, Folge 12, S. 2)

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