Die konservative Informationsbasis im Internet

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Konservative in braune Farbe getaucht

Nun hat es auch die Bundesregierung bestätigt. Das sogenannte "Handbuch deutscher Rechtsextremismus", von Jens Mecklenburg im Berliner Elefanten Press Verlag ist von einem Autorenkollektiv mit linksextremistischer Schlagseite zusammengebastelt worden.


von Wilfried Böhm

Als scheinbar wissenschaftliches Nachschlagewerk ist es in vielen Medienredaktionen zu Hause, die daraus ihren Honig saugen. Es steht in vielen Universitätsbibliotheken zur Schulung des akademischen Nachwuchses bereit und dient Partei- und Verbandszentralen zu ihrer politischen Agitation.

Auf eine Anfrage des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Augustinowitz teilte die Bundesregierung wörtlich mit: "Eine größere Anzahl der Autoren des Sammelbandes 'Handbuch deutscher Rechtsextremismus' ist im Zusammenhang mit linksextremistischen Bestrebungen bekannt geworden. Darunter sind Mitglieder der Deutschen Komministischen Partei (DKP), des früheren Kommunistischen Bundes (KB), der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), Personen der autonomen/antiimperialistischen Szene sowie ständige Autoren im linksextremistischen bzw. linksextremistisch gesteuerten Publikationen."

Augustinowitz mußte die Bundesregierung jetzt darauf aufmerksam machen, daß zu den Autoren des Handbuchs auch der Professor am Institut für Politikwissenschaft der Universität der Bundeswehr in Hamburg, Wolfgang Gessenharter, und der Lehrbeauftragte Helmut Fröchling sowie der Politologe Markus Birzer gehören, die ebenfalls an dieser Bundeswehr-Uni wirken. Gessenharter hatte erst kürzlich fernsehwirksam auf einen "rechten Resonanzboden" in Teilen der Bundeswehr hingewiesen, aber dabei verschwiegen, daß er selbst die Ergebnisse seines Schaffens im wahrsten Sinne Seite an Seite mit Linksextremisten verbreitet.

Dem roten Handbuch jedenfalls verschafft er damit in den Augen mancher Benutzer einen seriösen Anstrich. Dabei sind es gerade die Beiträge von Gessenharter, Fröchling und Birzer, die konservative demokratische Politiker, Publizisten und Vereinigungen in eine angebliche "Scharnier-" oder "Brückenfunktion" zum Rechtsextremismus denunzieren.

Für die zur linksextremistischen Antifa zu rechnenden Handbuch-Autoren gehört es nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus zur politischen und persönlichen Überlebensstrategie, als die entschiedensten Gegner von totalitären Neonazis, Neofaschisten und Rassisten zu erscheinen und damit vergessen zu machen, daß sie selbst wesentlicher Bestandteil des Totalitarismus sozialistischer Prägung sind. Dazu gehört es, verdiente konservative Politiker und Publizisten systematisch in eine "braune Zone" zu manipulieren, die angeblich bis in die politische Mitte der etablierten Parteien reichen soll.

Diese "antifaschistische" Agitationsmethode erschwert in Wahrheit die politisch notwendige Auseinandersetzung mit dem Extremismus erheblich, gelingt es doch dem Antifa-Kern wie schon vor 1989, viele heute etablierte und einflußreiche 68er in ihr Netzwerk einzubeziehen, die nicht begreifen wollen, daß "antifaschistischer Kampf" aus Kommunisten noch längst keine Demokraten macht.

So schreibt denn im Handbuch ausgerechnet die PDS-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke den Beitrag über den Bund der Vertriebenen und die Landsmannschaft Ostpreußen. Sie ordnet diese Opfer Stalins und Hitler unter "revanchistische Organisationen" ein, weil sie für das Menschenrecht auf die Heimat stehen, aus der sie völkerrechtswidrig vertrieben wurden, was man heute "ethnische Säuberung" zu nennen pflegt. Natürlich verschweigt sie den großartigen Beitrag der Heimatvertriebenen zum Aufbau der Demokratie in Deutschland und zur Bewahrung von Frieden und Freiheit in Europa.

Jeder, dem Freiheit und Demokratie am Herzen liegt, sollte sich wohl überlegen, ob er dieser Verleumdung von Demokraten seine Hand reicht und damit eine "Scharnierfunktion" zum Linksextremismus zu Rechtsextremisten übernimmt.

(Quelle: Das Ostpreußenblatt, Jahrgang 49, Folge 7 vom 14. Februar 1998, S. 4)

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