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(...) Als 1974 Sängerin Stevie Nicks und Gitarrist Lindsey Buckingham in die Band einstiegen, war endgültig die musikalische Abkehr vom klangvollen, aber für das breitere Publikum doch etwas schwerfällig anmutenden 12-taktigen Blues der Gründerjahre vollzogen. Fleetwood Mac standen von nun an für vielseitigen, anspruchsvollen Rock und Pop mit immer wieder über die musikalischen Charaktere der einzelnen Bandmitglieder einfließenden Country-, Folk- oder Blueselementen. Letzterer steht auch im Zentrum der neuen Edition, die kürzlich bei Reprise Records erschienen ist und den Anspruch erhebt, alle relevanten Stücke der Band auf zwei CDs zu vereinen. (...) |
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Eher Appetithappen als Gala der Besten The very best of Fleetwood Mac |
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von Maximilian Ohl Nach der wieder einmal in die Binsen gegangenen Kurzzeit-Wiedervereinigung der legendären US-amerikanischen Musikgruppe Fleetwood Mac 1997 hatten auch die Folgejahre für Fans nicht viel mehr als enttäuschte Hoffnungen gebracht. An Stelle groß angekündigter Neuschöpfungen gab es lediglich Wiederaufbereitungen alter Titel, auch das Gerücht, die Sängerin Sheryl Crow würde als neues Mitglied zur Kultband stoßen, ließ sich bis dato nicht verifizieren. Fleetwood Mac hatten 1968 mit der Veröffentlichung ihres ersten Albums unter Federführung des Bandgründers Peter Green begonnen, populär wurde das Projekt nicht zuletzt auch durch seinen Auftritt im Rahmen des Anti-Vietnam-Festivals in Woodstock. Im Laufe der Jahre sollte die Band, von der es bis heute 28 offizielle Alben gibt, einen stetigen Wechsel an Besetzungen erleben, insgesamt umfasst die Liste aller Personen, die irgendwann einmal zur Formation gezählt wurden, nicht weniger als 17 Namen, wobei der Kern der Gruppe, gewissermaßen die Seele von Fleetwood Mac, aus Musikern bestand, die in ihrer Karriere auch unzählige Soloalben veröffentlicht hatten. Von Anfang an vertreten waren lediglich Mick Fleetwood und John McVie, dessen Ehe mit der 1970 dazugekommenen Songschreiberin Christine McVie, geb. Perfect, scheiterte, die aber noch bis 1996 bei der Band blieb. Als 1974 Sängerin Stevie Nicks und Gitarrist Lindsey Buckingham in die Band einstiegen, war endgültig die musikalische Abkehr vom klangvollen, aber für das breitere Publikum doch etwas schwerfällig anmutenden 12-taktigen Blues der Gründerjahre vollzogen. Fleetwood Mac standen von nun an für vielseitigen, anspruchsvollen Rock und Pop mit immer wieder über die musikalischen Charaktere der einzelnen Bandmitglieder einfließenden Country-, Folk- oder Blueselementen. Letzterer steht auch im Zentrum der neuen Edition, die kürzlich bei Reprise Records erschienen ist und den Anspruch erhebt, alle relevanten Stücke der Band auf zwei CDs zu vereinen. |
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Kenner werden The very best of Fleetwood Mac indessen weniger als Potpourri aus den tatsächlich besten FM-Produktionen aller Zeiten ansehen, sondern eher als willkommenen Einstieg für Musikliebhaber, denen der Name noch nichts sagt und die man erst auf den Geschmack bringen möchte. Musikalisch haben die texanischen Mädels die hohen Erwartungen nach ihren Anfangserfolgen indessen voll bestätigt, Home überzeugt durch instrumentelle Vielseitigkeit, Verzicht auf überflüssige Schnörkel, klangvolle Arrangements und eine interessante Kombination aus kräftigen rhythmischen Stimmungsmachern und getragenen, sanften Balladen. In der Tat wurde auch auf einige der glanzvollsten Titel zurückgegriffen, die von der Band existieren, so etwa auf die verträumten Stevie Nicks-Balladen Landslide, Sara oder Gypsy, auf zauberhafte Arrangements wie Christine McVies Songbird oder vom auf eher experimentellen Bluesrock ausgerichteten Lindsey Buckingham stammende Stücke wie Tusk, Never going back again oder I´m so afraid (leider nicht die Version vom Live-Album 1980 mit dem legendären mehrminütigen Gitarrensolo). Auch auf einige weitere sagenumwobene und charakteristische Songs wie The Chain oder Go your own way durfte nicht vergessen werden, durch die Beifügung der Spät-80er-Stücke As long as you follow und No questions asked wurde allerdings das 88er Greatest Hits-Album, für welches diese als Neuerscheinungen konzipiert waren, faktisch vollständig entwertet. Es bleibt aber dennoch fraglich, ob sich auf dem neuen Album tatsächlich das Beste findet, was von Mick Fleetwood und seinem Trupp jemals geschaffen worden war. Immerhin fehlt auch eine ganze Reihe von Klassestücken wie Crystal vom Weißen Album 1975, wie Oh Daddy vom Mehrfachplatin-Album Rumours (1977), Over and Over oder Beautiful Child von Tusk (1979), Can`t go back oder That´s alright von Mirage (1982) sowie When I see you again und Second Time von den Alben 1987 und 1990. Darüber hinaus fällt auch das bis heute unübertroffene Live-Album von 1980 nahezu vollständig durch den Rost. Wer Fleetwood Mac noch gar nicht kennt, könnte jedoch durch die aktuelle Kollektion zweifellos zur intensiveren Beschäftigung mit ihrer Musik animiert werden. "The Very best of Fleetwood Mac " jetzt online bestellen...
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