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Schwangere, die ihr Baby abgetrieben haben, leiden später häufig unter Depressionen (niedergeschlagener Stimmung), schweren Schuldvorwürfen, Selbstmordneigungen und Selbsthaß. Es gibt eine breite Fachliteratur, die sich mit diesen seelischen Folgen der Kindestötung befaßt. Der wissenschaftliche Begriff heißt "PAS" (Post-Abortion-Syndrom = Nach-Abtreibungs-Störungen bzw. Krankheitsbild). Mit diesen psychischen Auswirkungen befaßte sich auch der Dt. Bundestag, z.B. in der Debatte vom 10.02.1995. Frauenministerin Claudia Nolte betonte das Lebensrecht aller Menschen (auch jener im Mutterleib) und die schlimmen Folgen der Abtreibung für viele Frauen. Treffsicher erklärte sie: "Das zweite Opfer einer Abtreibung ist immer die Frau." Demgegenüber versuchen Abtreibungsbefürworter, die Frauen für sich zu vereinnahmen; sie tun so, als würden sie die "Interessen" der Frauen vertreten, indem sie das Kind der Vernichtung preisgeben. Typisch in diesem Stil schreibt z.B. der Kirchengegner Karlheinz Deschner in seinem "Anti-Katechismus": "Hier (beim Abtreibungsthema) kämpfen Mannmenschen gegen Fraumenschen vor einem archaischen (altertümlichen) Hintergrund; hier streiten ganze Weltanschauungs-Systeme gegeneinander." Tatsächlich geht es bei dieser Frage um etwas Grundsätzliches und "Weltanschauliches". Das Recht auf Leben ist das wichtigste Menschenrecht überhaupt. Wer nicht mal leben darf - wie soll er weitere Rechte in Anspruch nehmen? Für Christen noch wichtiger sind die göttlichen Gebote. Das 5. Gebot sagt klar: "Du sollst nicht morden!" - Der Schöpfer des Lebens hat nicht hinzugefügt: "Ausgenommen die Ungeborenen." Völliger Unsinn ist jedoch die Behauptung, "Mannmenschen" (Also wohl Männer und Menschen, die "wie Männer" denken) würden gegen "Fraumenschen" kämpfen, indem sie ihnen die Abtreibung verbieten wollen. Als ob das Töten eines Kindes für die Frau ein Vergnügen wäre! Wirklich frauenfeindlich sind solche Vorstellungen - und dazu die dumme Floskel (Redensart) vom "Selbstbestimmungsrecht" der Frau, das es zu erstreiten gäbe. Dabei liegt auf der Hand, daß Abtreibung genau das Gegenteil ist: Fremdbestimmung - gegen das Kind! Dabei ist es wissenschaftlich unbestritten, daß das menschliche Leben mit der Empfängnis beginnt: von 1. Tag an ist der Mensch ein MENSCH - unverwechselbar und einzigartig! - "Die Würde des Menschen ist unantastbar", sagt das Grundgesetz (Art. 1) - und das gilt für alle: ob Männer, Frauen oder Babys im Mutterleib! Nicht das NEIN zum Kind macht Frauen glücklich, sondern eine Entscheidung für ihr Baby. Das Münchner Staatsinstitut für Frühpädagogik veröffentlichte eine Studie, wonach sich 85% aller Frauen, die das Kind nach einem "Schwangerschaftskonflikt" ausgetragen haben, auch nachträglich zufrieden darüber äußernbzw. ihren Entschluß richtig finden. Solche Ja-Zahlen wird man bei Abtreibungs-Betroffenen nicht erreichen. Die sonst eher abtreibungsfreundliche Bild-Zeitung berichtete über die berühmte Sängerin Cher, die 2 Abtreibungen durchführen ließ. "Bild" vom 15.10.1996 zitiert den Star mit depressiven und selbstkritischen Aussagen z.B.: "Eine Abtreibung erlebt man wie auf dem elektrischen Stuhl ... Frauen sind Geschöpfe, die Leben spenden und nähren sollen. Ich glaube nicht, daß es auch nur eine einzige Frau gibt, die glücklich sein kann, wenn sie sagen muß: Heute habe ich mein Kind getötet." - Cher dreht jetzt fürs amerikanische Fernsehen einen Dreiteiler zum Thema Abtreibung. Noch mehr als die Trauer der Frauen um ihre verlorenen Kinder wird die Tatsache verdrängt, daß auch Männer sich mit Schuldvorwürfen quälen und Depressionen bekommen, weil sie ihre Partnerin zur Abtreibung drängten oder sie im Stich ließen. Die Zahl der "Trauerfälle" mag geringer sein als bei den /direkter betroffenen) Frauen, aber höher als allgemein angenommen. Man soll nicht meinen, Männer hätten kein Gewissen, könnten über ihre Fehlentscheidungen keine Trauer empfinden, zumal sie im Fall einer Abtreibung buchstäblich über Leichen gingen. Es wäre gut, wenn solche Männer sich zusammenschließen würden, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Frauen haben dies bereits getan: in Deutschland gibt es die Rahel-Bewegung: eine Initiative von Frauen, die ihre Abtreibung bereuen. Rahel e.V. (61286 Bad Homburg, Postfach 1613) meldet sich auch in öffentlichen Stellungnahmen zu Wort und warnt Frauen vor der Abtreibung und ihren Folgen. Die Aussage von Ministerin Nolte "Das zweite Opfer einer Abtreibung ist immer die Frau" wird von "Rahel" ausdrücklich begrüßt. Quelle: Komm-Mit-1997 Jugend-Taschenkalender, S. 385-387
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