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Rolf Stolz: Deutschland
und das Morgenland (...) Für sich genommen, auf sich
allein gestellt, wäre das islamische Lager in Europa schon
geschlagen, ehe es überhaupt seinen Vormarsch und seinen Angriff
begonnen hätte. Allein gegen alle zu kämpfen scheitert in
der Politik regelmäßig. Diese Gesetzmäßigkeit
gilt nebenbei ganz ähnlich für die Deutschland-Bewegung, die
auch nur im Zusammenwirken mit anderen gesellschaftlichen Kräften,
als Katalysator und Ferment in einem größeren Ganzen wird
Kraft entfalten können. Nur große Koalitionen, auf einen
gesamtgesellschaftlichen Querschnitt gestützt, nur breitgefächerte
Regenbogen-Bündnisse mit einem klaren Programm und einer starken
Führung haben eine Chance, die Zustimmung der Mehrheit und die
Macht zu erobern. Allerdings sollte man nicht die Entschlossenheit und
Fähigkeit des Islamismus unterschätzen, die ungewöhnlichsten
Bündnisse einzugehen, wenn diese Einfluß und
Missionierungschancen versprechen. Gleichzeitig, aber mit verteilten
Rollen und unterschiedlichen Akteuren und auf separaten Schauplätzen
hat das islamische Lager sich in Europa mit sechs sehr
unterschiedlichen Milieus zusammengetan: Fast alle Muslime verbrüdern
sich momentan mit dem ihnen zutiefst fremden und verhaßten
linksliberal-pseudogrünen Szene-Sumpf, nur weil dieser die
Verschleierung der Frau als Volkstracht und Modegag mißversteht,
die frömmelnden Macht-Machos als arme Opfer westlichen Rassismus
verhätschelt und ihnen unbegrenzte Handlungsfreiheit,
Staatsalimentierung und deutsche Pässe verspricht. (...) |