Deformiert erneut ideologisches Denken deutsche Politik?Die politische Blindheit regierender christlicher, sozialer und liberaler Demokraten. Die Zeichen an den Wänden mehren sich. Wer Augen hat zu sehen, schaut demonstrativ weg, weil der Sinn diffuser und die Deutung schwieriger wird. Neuorientierung ist gefragt. |
![]() Theo Romahn |
Beginnt die Herrschaft der Verweigerer? |
|
von Dipl.-Ing. Theo Romahn Wer die Welt durch den hohen Spalt des Christentums betrachtete, hatte stets Himmel und Hölle im Blickfeld, doch die Erde erschien als schmales Jammertal. Wer sein Weltbild durch das Astloch des Marxismus wahrnahm, hatte einen begrenzten Horizont, sah die Erde als Schlachtfeld zum letzten Gefecht. Himmel und Hölle lagen außerhalb seines Blickfeldes. Wer durch die dunkelgrüne Brille sein Weltbild erkundet, sieht fast nur schwarz für die Zukunft, weil er die Buntheit der Welt durch selbstverschuldete Farbblindheit nicht mehr erkennen kann. Nur wer hellsichtig und selbstbeweglich ist im Denken, Planen und Handeln, im wahren Sinne des Wortes automobil ist, kann den alten Standort hinter den großen Sichtblenden der Vergangenheit verlassen. Er kann aus eigener Kraft sich dorthin bewegen, wo er einen unbeschränkten Ausblick auf den weiten Horizont der stets offenen Zukunft findet. Von dort aus kann er die zahllosen Wege sehen, die in viele Zukunftsrichtungen führen. Erst dieser Standort erlaubt die Neuorientierung. Nicht alle müssen die gleiche Richtung wählen. Je breiter der Richtungsfächer, desto größer die Wahrscheinlichkeit, erwünschte Ziele auch zu entdecken. Nicht alle wollen mit. Niemand sollte zur Fahrt in die Zukunft gezwungen werden. Einige schlagen auch entgegengesetzte Richtungen ein. Wer nach alten Leuchtfeuern fährt, landet häufig in Sackgassen. Er findet am Ende die aufgehäuften Irrtümer und Vorurteile der Vergangenheit, deren Leuchtwirkung durch Fäulnisbakterien entsteht. Einige Zeichen an der Wand kündigen den Niedergang des politischen Liberalismus in Deutschland an. Andere verkünden den unaufhaltsamen Aufstieg eines militanten grünen Verweigerungs-Fundamentalismus. Auch eine Wiederbelebung des Kadavers "real existierender Sozialismus" wird in veränderter Buchstabenfolge auf Wände gesprüht. Für die Zukunft findet man kein einziges Zeichen. Nur Zukunftskatastrophenmaler haben Hochkonjunktur. Sie tummeln sich im Glanz der Medien, umstrahlt von der Aura des wissenschaftlich wahren Propheten. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein neues, menschheitsbedrohendes Katastrophenszenario für die nächsten 80 bis 150 Jahre vorausgesagt wird. Niemand klärt die Menschen auf, daß Prophezeiungen dieser Art schon seit Ende des Mittelalters in den Glaubensbereich der Religionen gehören. Die Neuzeit trennte Glauben und Wissenschaft. Als politische Handlungsanweisungen sind derartige Prophezeiungen unbrauchbar. Jedoch mit derart langfristigen Katastrophenprophezeiungen zwingen die Grünen als selbsternannte Umweltengel das Mittelalter wieder in die Politik hinein. Diesen Wiedereinzug des Irrationalen in die deutsche Politik nicht als gefährliche Rückentwicklung erkannt zu haben, ist den regierenden christlichen, sozialen und liberalen Demokraten als partielle politische Blindheit vorzuwerfen. |
Die Grünen, Psychosekte mit religiöser Endzeiterwartung?Als religiöse Erlösungsgruppe mit der Endzeiterwartung von 80 bis 150 Jahren wären die Grünen als neuer Stern am Sektenhimmel gut positioniert gewesen. Ihre Aufwertung jedoch zur etablierten politischen Partei programmiert die Totalverweigerung als neuen zerstörerischen Aktionsimpuls in die deutsche Politik. Weil alle Parteien nach und nach die erfundenen Katastrophenszenarien übernahmen und ihre Verhütung auf die Spitzenplätze ihrer Prioritätenlisten für Zukunftspolitik setzten, wurden die Grünen eben nicht überflüssig, wie die Mehrheit der Parteiführer glaubte, sondern sie wurden dadurch in besonderer Weise aufgewertet. Aus Totalverweigerern und Horrorpropheten wurden Parlamentarier und Minister, die eine weitgehende Zerstörung der vorhandenen Leistungsstrukturen als Rettungstat zum Oberleben der Menschheit propagieren. Dieser politische Rückfall in ein neues Mittelalter kurz vor Beginn des 3. Jahrtausends ist für viele Menschen unerklärlich. Der rationale Wiederaufbau-Zukunfts-Optimismus von christlichen, sozialen und freien Demokraten versinkt in einer steigenden Flut weitgehend irrationaler Angstpsychosen, erzeugt von extremen ideologischen Randgruppen, die vorgeben, durch Leistungsverweigerung ein neues Paradies, diesmal ein ökologisches, errichten zu können. Warum diese grüne Ideologie Anhänger findet, nachdem in der Vergangenheit im Namen politischer Ideologien viele Millionen Menschen grausam ermordet wurden, ist ebenfalls für viele unerklärbar. Das Versagen der politischen Bildungsinstitutionen dürfte eine von vielen Ursachen sein. Es gibt weitere Erklärungsversuche, die aber kaum befriedigen. Die grüne Ideologie kopiert uralte Ideologiemuster mit ErfolgWeil die grüne Ideologie - so meinte ein bekannter Politiker - nach dem gleichen Muster funktioniert, wie seit dem Altertum stets gewaltbereite Minderheiten friedliche Mehrheiten unterjocht, Staaten und Imperien zerstört und sich selbst als neue Herrschaft inthronisiert haben, ist diese Bewegung kaum aufzuhalten. Der Vormarsch zur Herrschaft erfolgt in drei Etappen:
Als bekannte Beispiele aus der Geschichte führte der Politiker die christliche und die marxistische Ideologie an. Die Christen prophezeiten ihre größte Weltkatastrophe mit der Apokalypse in der Offenbarung des Johannes. Wer jedoch Mitglied bei den Christen wurde, den trafen die Plagen der apokalyptischen Reiter nicht. Das war das Erlösungsversprechen. Die christliche Endzeitverheißung lautete: "Die Errichtung des Reiches Gottes auf Erden und ein ewiges Leben im Paradies." Karl Marx kopierte das Muster. Seine Verelendungstheorie war die neue Katastrophenprophezeiung. Sein Erlösungsversprechen lautete: "Proletarier aller Länder, vereinigt euch zum Klassenkampf, dann siegt ihr, und die Katastrophe findet für euch nicht statt." Seine Endzeitverheißung war die vom Leistungszwang befreite klassenlose Gesellschaft im kommunistischen Paradies. Die Grünen prophezeien den großen Globalkollaps durch Umweltverschmutzung und Klimakatastrophe in 80 bis 150 Jahren. Nur wenn die Menschheit sich den Forderungen der Grünen unterwirft, kann sie überleben, so lautet das grüne Erlösungsversprechen. Als Endzeitverheißung bieten die Grünen die Erde als ökologisches Paradies ohne Umweltverschmutzung und Ökokatastrophen für ihre Gläubigen an. Weil dieses alte Muster zur Herrschaftseroberung so tief im Denken der Menschen verwurzelt ist, wäre es politisch klüger, die Forderungen der Grünen zu übernehmen und sie ins politische Geschäft einzubinden. Deshalb würden die großen Parteien mit den Grünen koalieren, überall, wo Machtgewinn auf diese Weise erreichbar ist. |
Nur noch Parteien, die ursprünglich als Verweigerer begannen, im Bundestag. Keine Opposition mehr gegen radikale Öko-IdeologienDamit ist die politische Zukunftsentwicklung in Deutschland abgesteckt. Wo Liberale aus den Parlamenten ausziehen, rücken Grüne nach. Dann vollziehen vier Parteien, CDU/CSU, SPD, Grüne und PDS, deren ideologische Vorläufer alle zu ihrer Zeit als Verweigerer angetreten sind, nach gleichem ideologischen Muster Politik. In den großen Zukunftsdebatten geht der Streit dann nur noch darum, ob die Globalkatastrophe 20 Jahre früher oder 20 Jahre später eintritt oder irgendwo dazwischen zuschlägt. Gegen diese Zukunftspolitik gibt es keine Opposition mehr. Als selbstgewählte Ökodiktatur könnte man Deutschland dann bezeichnen. Schon vor einigen Jahren stellte der Präsident des Bundesrechnungshofes resigniert fest: "Mit dem Zauberwort Umweltschutz kann man die öffentlichen Kassen mühelos plündern." Jeder, der es wagen würde, gegen diese gleichgeschaltete Zukunftspolitik aufzutreten, wäre von vornherein gebrandmarkt, denn er wäre ein mutwilliger Auslöser jener Zukunftskatastrophe, zu deren Verhinderung alle politischen Parteien angetreten sind. Daß alle verkündeten Zukunftskatastrophen weiter nichts als durch nichts bewiesene und auch durch nichts beweisbare Behauptungen sind, daran scheint in der werdenden ökologischen Republik Deutschland offensichtlich niemand mehr zu denken. Dabei hat Politik stets nur die eine Aufgabe: Mit vorhandenen Mitteln und verfügbaren Ressourcen die Probleme der Gegenwart zu lösen. Denn das ist die beste und einzig mögliche Form sicherer Zukunftspolitik, weil sie zu jeder Zeit Freiräume und Ressourcen schafft, um an allen Entwicklungen der stets offenen Zukunft teilzunehmen. Kein Mensch kann voraussagen, was alles in den nächsten 24 Stunden geschieht. Was die Politiker heute von ihren Bürgern verlangen, ist abenteuerlich. Sie bürden den Menschen heute hohe Steuern und Abgaben auf, um angeblich Vorsorge zu betreiben, damit eine von ihnen mit Bestimmtheit vorausgesagte Katastrophe in 80 bis 150 Jahren nicht eintritt. Das ist bereits finsteres politisches Mittelalter, und niemand scheint es zu merken. Statt Realpolitik Phantompolitik. Andersdenkende bekehren oder verbal vernichtenStatt gravierende Aufgaben der Gegenwart wie Arbeitslosigkeit, innere Sicherheit, Energiekonsens, Immigrationsprobleme zu lösen, den schlanken Staat zu realisieren, die Privatisierung und Deregulierung voranzutreiben, verweigern die Parteien, aus welchen Gründen auch immer, die dafür notwendigen Entscheidungen. Statt dessen betreiben sie Phantompolitik. Sie verschwenden Mittel, Ressourcen und Zeit zur Abwendung ihrer in 80 bis 150 Jahren erwarteten Katastrophenszenarien, die so nie eintreten können, da sie reine Erfindungen, wenn auch computergestützte, sind. Man muß nur die jüngste Geschichte in entsprechenden Zeiträumen zurückverfolgen, um zu erkennen, wie verheerend sich eine derartige Phantompolitik auswirkt. Es ist eine Flucht aus der politischen Realität. Ob jener Politiker, der das Muster der grünen Ideologie mit den Ideologiemustern der Christen und Marxisten gleichsetzte und daraus den Aufstieg der Grünen ableitete, in seinem historischen Vergleich weit genug gedacht hat, darf bezweifelt werden. Ein Kennzeichen dieser Ideologien ist, daß sie als Basis jeweils das absolut Gute und das absolut Böse neu definieren. Bei den Christen war Gott das Gute, während der Teufel das Böse verkörperte. Bei Marx spielten die Proletarier die Rolle des guten, die Besitzenden die des bösen Prinzips. Die Nationalsozialisten erklärten die Arier zu Lichtgestalten des Guten, während sie die Juden als Finsterlinge des Bösen personifizierten. Bei den Grünen steht die unberührte Natur für das Gute, der die Natur nutzende, ihre Unberührtheit zerstörende Mensch ist das Böse. Die von den Ideologen jeweils verkündeten Paradiesversionen würden dann automatisch eintreten, sobald die Anhänger des guten Prinzips jeweils alle Anhänger des bösen Prinzips überzeugt, bekehrt oder vernichtet haben würden. Und danach handelten die jeweiligen Anhänger des guten Prinzips dann stets aus tiefster Überzeugung. Die gewalttätige Phase der christlichen Ideologie liegt schon einige Jahrhunderte zurück. Die Gewaltexzesse Stalins und Hitlers sind gerade seit einem halben Jahrhundert vorbei. Die Gewalt der grünen Ideologie entwickelt sich zunehmend. Auch scheint der so historisch denkende Politiker vergessen zu haben, wieviel große politische Gebilde durch Verweigerungsideologien zerstört wurden. Ideologien der Verweigerung können nur vorhandene Leistungsstrukturen zerstören, jedoch keine effizienteren aufbauenDie Christen verweigerten dem römischen Kaiser göttliche Ehren und die Zusammenarbeit im Staat. Hundert Jahre, nachdem die Christen die Macht erobert hatten, war das Reich der Römer zusammengebrochen. Offenbar war eine Staatsideologie mit dem Glaubenssatz "Liebet eure Feinde" nicht die sicherste für ein hochentwickeltes Imperium, das von vielen weniger entwickelten Feinden umgeben war. Auch die Aufforderung, so wie die Vögel zu leben, die weder säen noch ernten und doch vom Herrgott ernährt werden, war als Wirtschaftsphilosophie wohl nur wenig leistungsfördernd. Die Marxisten verweigerten die Zusammenarbeit mit Unternehmern (Kapitalisten) und dem Staat. Wo sie die Macht dazu hatten, töteten sie die Unternehmer und zerstörten den bestehenden Staat. Sie eroberten im Zarenreich Rußland die Macht. Schon nach 70 Jahren hatten sie ihre Sowjetunion in ein endloses Armutslager verwandelt. Auch eine weitere Eigenschaft der Gut-gegen-Böse-Ideologie hat der so historisch argumentierende Politiker wohl vergessen. Diese Ideologien sind nur zur Zerstörung hochentwickelter Leistungsstrukturen geeignet. Zum Aufbau humanerer oder effizienterer politischen Gebilde sind sie unfähig. Nachdem die Christen ihren Beitrag zum Zerfall des Römischen Reiches geleistet hatten, herrschte in Westeuropa 600 Jahre lang das finstere Mittelalter. Nachdem die Nationalsozialisten ihren Rassenwahn ausgetobt hatten, war Europa der größte Trümmerhaufen, den die Welt bis dahin gesehen hatte. Nach der Zerstörung der Zarenherrschaft experimentierten die Sowjets 70 Jahre lang mit lebenden Menschen und ermordeten viele Millionen ihrer Landsleute. Danach fiel die Sowjetunion auseinander. Wohin wird die Verweigerungsideologie der Grünen führen? Mit Sicherheit zur Zerstörung aller hochentwickelten Industriegesellschaften. Ohne Hochleistung als Funktionsprinzip verfällt jede Gesellschaft in Armut und Rückständigkeit Denn das Lebens- und Funktionsprinzip dieser Gesellschaften lautet: Jeder setzt freiwillig seine höchste Leistungsfähigkeit für einen entsprechenden Gegenwert, zum eigenen Wohl, zum Wohle der Allgemeinheit, für das Wachstum der Wirtschaft, zur Stützung der Schwachen in der Gesellschaft und zur Sicherung des Staates ein. Wo dieses freiwillige Höchstleistungsprinzip durch ein staatlich gefördertes Verweigerungsprinzip ersetzt wird, geht jeder hochentwickelte Industriestaat sehr schnell zu Boden. Die Verweigerungshaltung der Grünen und des linken Flügels der SPD gegenüber der Kernenergie, der Gentechnik, der individuellen Mobilität in Autos sowie die langjährige Diffamierung der Mikroelektronik als Jobkiller hat Deutschland im Wettlauf um die Zukunftstechnologien auf die hinteren Platze verwiesen. Die hohe Arbeitslosigkeit von 1994 ist zu einem gewissen Teil eine sichtbare Folge dieser Verweigerungshaltung. Weitere Folgen zeichnen sich ab. Nicht mehr Wohlstandswachstum, sondern eine Verarmung großer Bevölkerungskreise droht in Zukunft. Es scheint ein Fluch auf der deutschen Politik zu liegen. Immer, wenn sich das fleißige Volk aus dem Elend, in das es durch größenwahnsinnige Politiker gestürzt worden war, mit viel Mühe wieder herausgearbeitet hat, treten sofort neue ideologische Irrläufer auf, um mit ihren skurrilen Utopien den so sauer erarbeiteten Wohlstand erneut zu vernichten. Sie wollen wieder ihre neueste Paradiesversion, diesmal ist es eine ökologische, denn Menschen mit politischer Gewalt aufzwingen. |
Grüne Forderungen lösen größtes Menschen-Vernichtungsprogramm der Geschichte ausWürde nur ein Bruchteil jener Forderungen erfüllt werden, die grüne Verweigerer zur Abwehr aller ihrer selbsterfundenen Zukunftskatastrophen verlangen, begänne ein wirtschaftlicher Niedergang Deutschlands, der die Wohlstandsgesellschaft in wenigen Jahrzehnten in eine Armutsgesellschaft verwandeln würde. Allein das Energiedogma der Grünen, keine Kernenergie, weil zu gefährlich, keine Kohle- und Ölkraftwerke, weil klimazerstörend, keine Wasserkraftwerke, weil die Stauseen riesige Naturflächen überfluten, sondern nur Sonne und Wind als sanfte Energien zu nutzen, hat gut abschätzbare Auswirkungen. Von den etwa 5,7 Milliarden Menschen, die im Jahre 1995 die Erde bevölkern, leben rund 1,7 Milliarden im Wohlstand. Das sind die Menschen in den hochentwickelten Industriestaaten und in einigen Schwellenländern. Etwa weitere zwei Milliarden leben in erträglichen Verhältnissen. Die restlichen 2 Milliarden leiden bitterste Armut. Sie hungern, sind von Krankheiten geplagt und haben nicht die geringste Hoffnung auf ein erfülltes Leben. Diesen Menschen in jeglicher Form zu helfen ist die ethische Pflicht der Wohlhabenden. Sie haben die Energie, die Infrastruktur und die industriellen Kapazitäten, um alles zu erzeugen, was die Armen als Hilfe zur Selbsthilfe brauchen. Die Erfüllung dieser Aufgabe verhindern die Grünen mit ihrer Energiepolitik, die das größte Menschenvernichtungs-Programm darstellt, das je erdacht worden ist. Bis 1769 hat die Menschheit nur mit Sonnen-, Wind-, Wasserenergie, Tier- und Menschenkraft überlebtDie Menschheit hat bis zur Erfindung der Dampfmaschine ausschließlich mit Sonnen-, Wind- und Wasserenergie überlebt. Das war möglich, weil damals nur etwa 500 Millionen Menschen die Erde bevölkerten. Bei 5,7 Milliarden im Jahre 1995 wäre es vielleicht möglich, 1,7 bis 2 Milliarden mit Sonnen-, Wind- und Wasserenergie am Leben zu erhalten. Für 3,7 bis 4 Milliarden Menschen würde der Siegeszug der grünen Ideologie den langsamen, qualvollen, aber sicheren Tod bringen. Diese neue "Endlösung" des Weltbevölkerungsproblems scheint in einigen grünen Köpfen herumzuspuken. Al Gore, Vizepräsident der USA, hat in seinem Buch "Wege zum Gleichgewicht" auf die Gefahr der Ideologisierung des Naturschutzes durch Radikalökologen warnend hingewiesen. Eine zunehmend prominenter werdende Gruppe, die sich als Tiefenökologen bezeichnet, sieht die Eliminierung des Menschen von der Erde als einzig sicheren Weg zur Rettung der Natur an. Die ständig wiederholte Behauptung, daß die Erde übervölkert sei und das exponentielle Wachstum der Menschheit die Ursache nahezu aller künftigen Katastrophen ist, wird von ernsthaften Naturwissenschaftlern verneint. Die Zahl der Menschen auf der Erde richtet sich danach, wieviel nutzbare Energiepotentiale zu ihrem Erhalt erschlossen werden. Vor der Nutzung fossiler Energien durch Wärmekraftmaschinen sollen es zwischen 200 und 500 Millionen gewesen sein. Dank der Nutzung fossiler Energien überlebten bereits 3 bis 4 Milliarden. Allein die mögliche Nutzung der Kernenergie stellt Energiepotentiale für das Überleben von 20 bis 30 Milliarden Menschen bereit. Wie sie leben, ist eine andere Frage. Hier beginnt das weite Feld jener Herrschaftsideologien, die den von Zukunftsangst erfüllten Menschen immer neue Paradiesversionen vorgaukelten, in der Realität jedoch immer schrecklichere Höllen hervorbrachten (Popper). Daß auch das von den Grünen propagierte ökologische Paradies die bisher angerichteten Höllen weit übertreffen wird, geht schon aus dem weltweiten Geltungsanspruch dieser Ideologie hervor. |
Die grüne Ideologie führt zwangsläufig zur Gewaltherrschaft totalitärer MinderheitenWarum ist die Umwelt-Öko-Ideologie so besonders bösartig? Weil sie den Menschen in einer Denkfalle einsperrt, aus der er nicht mehr herauskommt. Der Mensch ist gezwungen, die Naturlandschaft in eine Kulturlandschaft umzuwandeln, um sein Überleben sicherzustellen. Diese notwendige Überlebensleistung wird von den Umwelt-Öko-Ideologen als Umweltzerstörung bezeichnet. Damit wird jeder Mensch zum Umweltvernichter erklärt. Damit ist jeder Lebende automatisch Sünder und schuldig. Er wird damit zum hilflosen Opfer für alle jene, die sich selbst zu Umweltschützern erklären. Nur durch andauernde hohe Opfergaben an die Umweltschützer von eigenen Gnaden kann er dann sein schuldiges Sündenbewußtsein entlasten. Die Ideologie der Umweltkämpfer ist so etwas wie die In-Besitz-Nahme der gesamten Natur mit Hilfe einer verbalen Konstruktion. Anschließend vermarkten sie die Lebensrechte für Menschen neu, zu astronomischen Summen, die sie, ohne eine eigene Leistung zu erbringen, einstreichen. Wird dieser neue Herrschafts- und Besitzanspruch nicht sofort und grundsätzlich bekämpft, wären die Menschen sehr schnell, und diesmal weltweit, wieder Opfer totalitärer und gewalttätiger Minderheiten. Diese Gefahr nicht erkannt und die Menschen nicht darüber aufgeklärt zu haben, ist ein Versäumnis aller politisch Handelnden in Deutschland. Rettung des Kommunismus dank Ersatz der Ökonomie durch die ÖkologieKenner der Szene behaupten, daß der harte Kern der Grünen aus Marxisten besteht, die etwa um 1970 erkannt haben, daß der real existierende Sozialismus schon lange am Ende war und kein Instrumentarium zum Machtgewinn mehr sein konnte. Sie ersetzten in ihrer Ideologie das ausgebeutete Proletariat durch die ausgebeutete Natur. Den Kapitalisten ersetzten sie durch den Menschen, der die Natur ausbeutet. Mit diesem Trick erhielten sie sich ihre alte marxistisch-leninistische Ideologie als unschlagbares politisches Kampfinstrument. So blieben sie alle im politischen Geschäft. Jetzt mißbrauchten sie die Naturwissenschaften zur Panikproduktion, um aus der Angst der Menschen politisches Kapital zu schlagen. Dazu schufen sie sich eine neue Wissenschaft, deren Akteure sich als alternative oder kritische Wissenschaftler bezeichneten. Sie wollten sich damit von allen anderen Wissenschaftlern abheben, die angeblich nur die Interessen der Konzerne, des Kapitals oder der Regierenden verfolgten. Der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Volker Hauff, schob ihnen große Summen aus seinem Etat zu. Im Öko-Institut in Freiburg fing man an, ideologische Ziele als wissenschaftliche Wahrheiten zu beweisen. Bis 1992 entwickelten sich daraus über 70 Ableger, die sich wenig dem streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis verpflichtet fühlten als der wissenschaftlichen Untermauerung ideologischer Verweigerungspositionen. Als 1982 CDU/CSU und FDP die Bundesregierung stellten, übernahmen sofort SPD-geführte Landesregierungen und Kommunen die Finanzierung dieser alternativen Wissenschaftler. Niemand setzte dieser Entwicklung politischen Widerstand entgegen. So wurden im Superwahljahr 1994 drei Parteien in den Deutschen Bundestag hineingewählt, die aus dem gescheiterten Sozialismus ihre politische Legitimation beziehen. Die FDP verlor Sitze im Bundestag und ist in 11 von 16 Landesparlamenten nicht mehr vertreten. Da auch CDU und CDU der Umweltpolitik für die Zukunft die Spitzenposition einräumen, ist nur noch die grüne Zukunftskatastrophenpolitik in den Parlamenten Deutschlands als Vision der Zukunft vertreten. Außer der FDP sind es alles Parteien, die ursprünglich als Totalverweigerer gegenüber den Entwicklungen ihrer Zeit angetreten sind. |
Die neue Mehrheit, die automobile Gesellschaft, muß sich formierenDiese Tatsache kann zu einem realen politischen Niedergang führen, wenn es in Deutschland nicht gelingt, machtvolle Bewegungen zu formieren, die für eine offene Zukunft nahezu unbegrenzter Entwicklungsmöglichkeiten eintreten. Das politische Spiel mit den Öko-Zukunftskatastrophen führt zu einer Ausbeutung der leistungserbringenden Mehrheiten durch katastrophenpredigende, leistungsverweigernde, gewalttätige Minderheiten, die gleiches Elend für alle zum Ergebnis hat. Die Zahl der erfindbaren Katastrophen ist unbegrenzt. Es ist etwa so, wie ein überängstlicher Mensch handelt, der sich gegen 20 mögliche Todesursachen versichert und Prämien bezahlt, aber mit Sicherheit nur auf eine Art zu Tode kommt. Weil er für 19 Todesursachen überflüssige Vorsorgeprämien bezahlte, hatte er nie ausreichende Investitionsmittel, um die Aufgaben der Gegenwart zu lösen, und vor allen Dingen keine Reserven, um die jeweils notwendigen Zukunftsinvestitionen zu finanzieren. Man könnte diese Politik als Selbstzerstörung durch zu viel Sicherheitsvorsorge aus Angst vor zu vielen Katastrophen bezeichnen. Für das dritte Jahrtausend sind Sozial-, National- oder Naturutopien, die das politische Denken und Handeln im 18., 19. und 20. Jahrhundert geprägt haben, megaout, weil durch die technisch-wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung diese Probleme in den hochentwickelten Industriestaaten gelöst wurden, soweit sie richtig als lösbare Aufgabenstellungen definiert waren. Individuelle Kreativität, Technik, Wissenschaft, Wettbewerb im freien Handeln und Wirtschaften sichern Wohlstand und Freiheit in ZukunftEs gibt neben der Gewalt eine Konstante, welche die Menschheitsentwicklung kontinuierlich geprägt hat. Es ist das kreative Bemühen des Menschen, seine bescheidenen Kräfte mit Hilfe von Werkzeugen, die er aus Stoffen der Natur entwickelt, zu vervielfachen. In vielen Technologiesprüngen hat er sich seit der Zuspitzung des ersten Faustkeils nahezu alle Eigenschaften der Natur dienstbar gemacht. Er alleine kann alles leisten, wofür die Natur viele verschiedene Arten entwickeln mußte. Er kann fliegen, unter Wasser leben, schneller und weiter als jedes Tier sich auf der Erde bewegen und, was die Natur nicht schaffte, selbst im Weltraum überleben. Alles erreicht er dank seiner individuellen Schöpferkraft, seiner Technik und Wissenschaft auf Grund eigener Leistung im freiwilligen Wettbewerb freien Handelns und Wirtschaftens. Diese kontinuierliche Weiterentwicklung wurde zu allen Zeiten durch Gewalttäter und ihre Ideologien bedroht und zeitweise aufgehalten. Durch Angstproduktion unterjochten sie Menschen und führten sie in die Irre, um Massenvernichtungsorgien zum eigenen Machtgewinn zu veranstalten. Daß mit der grünen Ideologie, die in den USA als Natur- und Menschenschutzbewegung entstand und in Deutschland durch frustrierte Marxisten zur neuen politischen Heilslehre pervertiert wurde, erneut die Menschheitsentwicklung blockiert werden soll, wird die leistungerbringende Mehrheit des Volkes wohl nicht hinnehmen. Eine automobile Gesellschaft, die Kernenergie, Raumfahrt, Mikroelektronik und Biotechnologien verantwortlich nutzt, kann alle erkennbaren Aufgaben von Gegenwart und Zukunft bewältigen und für viel mehr Menschen auf der Erde ein erfülltes Leben gewährleisten, als es je möglich war. Doch diese Entwicklung wird durch zunehmende Gewalt der grünen Ideologen immer stärker blockiert. Die Maßlosigkeit grüner Ideologen treibt bereits seltsame Blüten. Von der Oberfläche der Erde nahm die Bundesrepublik Deutschland 0,048 Prozent in Anspruch. Nach dem Beitritt der DDR ist der Anteil auf 0,07 Prozent angestiegen. Was auf dieser Fläche für oder gegen die Umwelt getan wird, beeinflußt das Weltgeschehen nur sehr marginal. Aber das grüne Motto, am deutschen Umweltwesen soll die Welt genesen, markiert jenen politischen Standort, zu dem die Deutschen nie mehr hinstreben sollten. |