Rund 408 Millionen Mark aus dem Vermögen der früheren
DDR-Parteien sind nach Angaben der Bundesregierung bislang "zur gemeinnützigen
Verwendung" in den neuen Bundesländern ausgeschüttet worden.
Wie die Pressestelle des Bundestages in Bonn mitteilte, entfielen davon 253
Millionen Mark auf die Kultur- und 150 Millionen Mark auf die Forschungsförderung.
Sachsen habe mit 116 Millionen Mark am meisten von der Summe profitiert,
Sachsen-Anhalt habe 70 und Thüringen 69 Millionen Mark bekommen.
Laut Pressestelle machte die Bundesregierung das Verhalten des
Parteivorstands von SED/PDS dafür verantwortlich, daß die Gelder nur
sehr langsam ausgegeben werden konnten. Dessen Versuche, Vermögen
aufzusplitten und zu übertragen, hätten zu den Verzögerungen
beigetragen. Für 1996 beschlossen ist nach Angaben der Bundesregierung die
Vergabe von 50 Millionen Mark für eine von Bund und neuen Ländern
getragene Gesellschaft zur Werbung von ausländischen Investoren für
ostdeutsche Standorte. Die Opfer der SED/Stasi- Diktatur haben von dieser Summe
nichts bekommen. |