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Der Regimekritiker Rüdiger Knechtel,der noch heute an den traumatischen Folgen der Stasi- Verfolgung und Inhaftierung leidet, hat gegen einen seiner Verfolger, den Ex-Generalmajor Heinz Engelhardt, ein Urteil in Chemnitz erstritten: 4 225 Mark Geldstrafe wegen Verletzung des Briefgeheimnisses. Engelhardt hatte als Leiter der Abteilung XX der MfS- Bezirksverwaltung Karl-Marx-Stadt den "operativen Vorgang" gegen Knechtel angeordnet, um ihn zu kriminalisieren. Für Knechtel, der in der Friedensbewegung der Kirche aktiv war, begann die Zeit der Verfolgung. Das MfS verwanzte seine Wohnung, hörte die Telefonate ab und öffnete die Post. Im Juli 1982 wurde er verhaftet und zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. An den Folgen des Psychoterrors der Stasi- Verbrecher leidet Knechtel noch heute. Engelhardt dagegen machte Karriere: 1987 Leiter der MfS- Bezirksverwaltung Frankfurt/Oder, nach der Wende Generalmajor von Modrows Gnaden als Leiter des Amtes für Nationale Sicherheit und damit letzter Stasi-Chef. Rüdiger Knechtel zu Hvd: "Ich habe meinen Prozeß gegen Engelhardt, gewonnen'. Aber das nennt man wohl einen Pyrrhussieg." Mag sein, daß dies ein teuer erkaufter Scheinsieg ist, aber er ist zugleich ein Menetekel für diese Zeit und ihre Ungerechtigkeit. |