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Helmut
Bärwald: Salut für Marx, Lenin und den SED-Staat - Enthüllende
Protokolle über "deutsch-deutsche Beziehungen" (Teil
2)
(...) Die Bedeutung der stetig enger werdenden
Beziehungen und der wachsenden Übereinstimmung von SPD und
SED, die Bedeutung der fortschreitenden Aktions- und
Agitationseinheit von SPD und SED, wurde in den Gesprächen
des SPD-Vorsitzenden Willy Brandt mit Erich Honecker im September
1985 mehrfach von beiden Seiten gewürdigt. In der
Niederschrift über das offizielle Gespräch zwischen
Erich Honecker und Willy Brandt am 19. September 1985 in Berlin
werden unter anderem festgehalten: "E. Honecker wertete die
Beziehungen zwischen SED und SPD positiv. Es habe viele
Begegnungen, Gespräche und Seminare zu aktuellen Fragen der
Friedenssicherung sowie der Gesellschaftswissenschaften gegeben.
Der gegenwärtige Stand der Parteibeziehungen seu bedeutsam
und tragfähig. E. Honecker erinnerte an seine Gespräche
mit H.-J. Vogel, J. Rau, E. Bahr, O. Lafontaine, H. Wehner und
weiteren SPD-Vertretern. (...) |
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Professor
Blumenwitz: Konsequenzen - Stimmen zum Urteil: "Ab in den
Knast!"
(...) Wenn ich höre, daß einer haftunfähig
sei, habe ich Angst, ob die nicht wieder davonkommen. Ich bin im
Frauenzuchthaus Hoheneck mehrfach zusammengebrochen und das
Wachpersonal hat sich noch darüber gefreut. Nun müssen
diese Verbrecher auch ins Gefängnis. Aber im Gegensatz zu uns
politischen Häftlingen sind sie schuldig." Jutta Gallus,
50, verbrachte 2 Jahre im berüchtigten Frauenzuchthaus
Hoheneck, weil sie mit ihren Töchtern Claudia und Beate in
den Westen fliehen wollte. Nach ihrem Freikauf durch die
Bundesregierung kämpfte sie sechs Jahre lang um die
Freilassung ihrer Töchter und bat sogar den Papst um Unterstützung.
(...) |
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Ehrhard
Göhl - Bücher: Eingesperrt und nie mehr frei
Dieses Buch mit seinen 106 Seiten wendet sich vor allem
an alle, die in ihrer täglichen Arbeit mit Menschen zu tun
haben, die unter psychischen Störungen und Beschwerden
aufgrund politischer Inhaftierung in der ehemaligen DDR leiden.
(...) |
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Helmut
Kamphausen: "Gröbstes Unrecht legalisiert"
(...) Die Ausführungen Prof. Schullers zum
Rechtsstaat begannen mit einem Rückblick auf das Jahr 1991.
Er führte u.a. aus: "Im Sommer 1991 nahm ich im
Bundesjustizministerium in Bonn an einer - Pardon! - ziemlich
gespenstischen Veranstaltung teil. Sie hieß: "40 Jahre
SED-Unrecht. Eine Herausforderung für den Rechtsstaat. Erstes
Forum des Bundesministers der Justiz"' Gespenstisch war sie
deshalb, weil sich der damalige Bundesjustizminister Dr. Klaus
Kinkel im Laufe dieses Tages über die DDR-Justiz informieren
wollte und weil zu diesem Zweck die Spitzen der bundesdeutschen
Justiz, Journalisten, DDR-Bürgerrechtler und einige wenige
Experten eingeladen waren - als ob das so einfach ginge. Den
Spitzen der Justiz - Präsident des Bundesgerichtshofes,
Generalbundesanwalt, Präsident der Bundesanwaltskammer u.a. -
wurde, obwohl auch sie nicht gerade die Bestinformierten zu diesem
Thema waren, viel Rederecht eingeräumt, die anderen kamen mit
genau vorgegebener Redezeit auch zu Wort, aber ich bezweifele
sehr, daß diese Tagung inhaltlich wirklich etwas erbracht
hat. Das muß das Ministerium auch so empfunden haben, denn
diesem ersten Forum folgten keine weiteren. (...) |
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Prof.
Dr. phil. Diplom Dolmetscher Günter Friedrich Kratzel:
(...) Politisch interessierte Hamburger Bürger
werden sich daran erinnern, daß Gorbatschows international
vielbeachtete ZK-Rede vom 27. Januar 1987 "über die
Umgestaltung und die Kaderpolitik der Partei" kurz danach in
einer deutschen Übersetzung der Moskauer Presseagentur
Nowosti (APN) in den Hamburger Bücherhallen auslag. Wer
jedoch in Kenntnis dieses deutschen APN-Textes den bald darauf in
den Buchhandlungen ausgestellten "Sonderdruck Nr. 340"
der "Blätter für deutsche und internationale
Politik" (Pahl-Rugenstein Verlag) in die Hand nahm, dort
unter dem Titel "Wir brauchen Demokratie wie die Luft zum
Atmen" veröffentlicht, stieß auf eine Fülle
von Divergenzen gegenüber dem APN-Text, obwohl die gleiche Übersetzung
zugrunde liegt. (...) |
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Hans
Ulrich Langner - Bücher: Die letzte kreditwürdige
Immobilie der DDR
Wer am 9. November 1989 kurz vor 19 Uhr den Fernseher
eingeschaltet hatte, konnte erleben, wie der letzte Medienzar der
DDR, Günter Schabowski, offenbar unsicher in seinen
Unterlagen kramte, seine Rede mit immer mehr ähs streckte und
auf der Suche nach einem Souffleur immer wieder über seine
Halbbrille in die Runde schaute. Er teilte einer mehr und mehr
erstaunt zuhörenden Weltöffentlichkeit mit, daß
die SED-Spitze sich entschlossen habe, eine Regelung zu treffen,
die "die ständige Ausreise regelt, also das Verlassen
der Republik". Dann liest er die neue Reiseregelung, die der
Ministerrat beschlossen haben soll, von einem Zettel ab. Wann das
in Kraft träte, wird er gefragt. "Sofort, unverzüglich!"
entnimmt er wieder den Papieren. Krampfhaft versucht Schabowski,
die Grundzüge seiner eigenen Politik zu begreifen. (...) |
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Gerhard
Löwenthal: SED-Recht ist Unrecht
(...) Wir haben den jämmerlichen ersten "Entwurf"
der Union - der sich in der Sache von dem jetzt vorgelegten nicht
unterscheidet - zusammen mit dem ausführlichen Vorschlägen
der Fraktionen der SPD und der Bündnis-Grünen in der
letzten Ausgabe veröffentlicht, so daß sich jeder
selbst ein Bild davon machen kann, welche Abgeordneten des
Bundestages sich der Verpflichtung des Einigungsvertrages zu einer
"angemessenen Entschädigungsregelung" der Opfer
entziehen. (...) |
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Gerhard
Löwenthal: Der Kommunismus ist nicht tot, die alten Kader
sind weiter am Werk. Manipulation und Desinformation haben System
(...) Selbst hochgestellte Politiker behaupten bis
heute, der Kommunismus sei tot. Nur hat mir noch keiner die Leiche
gezeigt. Deshalb bin ich der Meinung, man muss der "Auferstehung"
dieser Leiche Aufmerksamkeit widmen, besonders natürlich dem
Grundprinzip, das dahintersteckt. So findet man zum Beispiel die
alten Kaderleute der ehemaligen DDR heute wieder am Werk. Das ist
besonders für die dortige Bevölkerung unangenehm: Wenn
die Menschen z.B. auf die Arbeitsämter kommen, sitzen da
wieder die alten Kaderchefs und üben nach wie vor ihre Macht über
die Menschen aus. Nicht wenige von diesen Altkadern sind natürlich
auch vom Westen unterstützt worden. Westliche Fabrikanten,
die Betriebe in der ehemaligen DDR übernommen haben, haben
die Leute mit übernommen. Und nur wenige von denen gehören
wirklich zu den Gewandelten, die meisten sind Gewendete: Gewendet
sind sie alle, denn nach aussen offen zum Sozialismus zu bekennen,
geht ja im Augenblick nicht. Gewandelt haben sich in der Tat nur
sehr wenige. (...) |
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Berichte:
Wahrheit über deutsche GULags wird gefälscht
Nach 1945 gelang es der sowjetischen Propaganda, die
westlichen Historiker auf eine Sprachregelung festzulegen, als
deren Ergebnis bis heute nicht vom Nationalsozialismus die Rede
ist, sondern vom Faschismus. Diesen aber hat es in Deutschland nie
gegeben, nur in Italien und Spanien. Hitler und seine Ideologen
aber haben immer wieder zu Protokoll gegeben, daß es sich
bei der NSDAP tatsächlich um eine (national}sozialistische
Partei gehandelt hat. In der DDR wurde der Antifaschismus zum täglichen
Ritual ohne Rücksicht auf die Tatsache, daß eine große
Zahl von hohen Nazi-Bonzen in der SED untertauchten und nach der
braunen rote Karriere machten. (...) |
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Berichte:
Warum nicht für die Opfer?
Nach dem Motto, "Durchzug bei der Stasi"
wurde das ehemalige Zentralarchiv der DDR des MfS im Berliner
Bezirk Lichtenberg für das Publikum geöffnet. Mehrere
tausend Interessenten nutzten die Gelegenheit, sich Einblicke in
das Innenleben der Stasi zu verschaffen. |
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Nachruf:
Ein ganz gewöhnlicher Verrat - Naumanns letzter Beitrag für
den Hvd
Nein, einen Schlapphut trug er nicht, der IM "Clemens"
aus der Eisenacher Straße in Berlin- Schöneberg. Wohl
aber die Dienstmütze der West-BVG. Ein ganz gewöhnlicher
Spitzel: Als Diener zweier Herren kutschierte er einen der großen
Busse auf den Linien 75, 41, 73 und 77 durch den Bezirk Neukölln.
In seiner Freizeit traf er sich fast 25 Jahre lang als
inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi mit seinen MfS-Führungsoffizieren
in Ost-Berlin oder Potsdam. (...) |
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Berichte:
"Linksblick für Sachsen" - Ein Blatt der Betonköpfe
In Leipzig erscheint alle 14 Tage eine neue
kommunistische Hetzzeitung im altgewohnten Stil des
kommunistischen Klassenkampfes der Genossen: "Leipzigs Neue -
Linksblick für Sachsen". Die Überprüfung von
vier Ausgaben erbrachte, daß nicht wenige der in den Spalten
des Blattes genannten Personen in den Mitgliedslisten der PDS oder
in den Stasi-Akten der Gauck-Behörde verzeichnet sind. (...) |
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Berichte:
Mielkes Sorge um die Klo-Brille - Ein Brief des MfS Dresden nach
Berlin, der die Leistungsfähigkeit der DDR-
Produktionswirtschaft erkennen läßt:
"Bezirksverwaltung für Dresden, den
30.10.1986, Staatssicherheit Dresden, Leiter Ministerium für
Staatssicherheit, Sekretariat Gen. Minister Gen. Generalmajor
Carlsohn, Berlin. Entsprechend der Weisung des Genossen Minister
am 23.10.1986 im Ferienheim des MfS ,Am Lugstein' zu überprüfen,
warum die im Ferienheim installierten WC-Sitze nach dem
Hochklappen nicht in dieser Stellung verbleiben, sondern zurückfallen,
habe ich entsprechende Untersuchungen veranlaßt. (...) |
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Wie
ein Stück Vieh abgeknallt
(...) Entlang der innerdeutschen Grenze zwischen Hessen
und Thüringen wurden zwischen 1949 und 1981 auf östlicher
wie westlicher Seite insgesamt 65 Fälle von Schußwaffengebrauch
registriert, bei denen Menschen getötet oder schwer verletzt
wurden. In 31 Fällen handelte es sich um tödliche Schüsse,
abgegeben von DDR-Grenzposten auf sogenannte Republikflüchtige.
Gleichwohl hat kaum ein anderer Fall selbst international so großes
Aufsehen erregt wie der Tod Großes. Eine Zeitung schrieb
damals: "Erbarmungslos abgeknallt wie ein Stück Vieh".
(...) |
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Berichte:
42.000 Stasi-Agenten wieder fest etabliert
(...) Es ist bemerkenswert: Viele ehemals hauptamtliche
Mitarbeiter des MfS sind heute im sogenannten privaten
Bewachungsgewerbe beschäftigt. In Sicherheitskreisen spricht
man von etwa 9600 Personen, die zur Bewachung von Objekten der
Wirtschaft, der Behörden und Privathäuser eingesetzt
sind. Ebenso beschäftigen die Detekteien, Auskunfteien und
Inkassobüros nicht wenige "Schnüffler" aus der
Stasi-Branche. Und ehemalige Offiziere des MfS arbeiten heute als
Kaufhaus-Detektive oder gründeten eigene Detekteien. Aber
auch Versicherungsgesellschaften sollen nicht wenige frühere
Stasi-Leute als Vertreter beschäftigt haben. Ein
Branchenkenner schätzt, daß heute etwa 400 ehemalige
SSD-Angehörige in Deutschland Versicherungen verkaufen. Aber
auch das sollte man wissen: Am sorglosesten überstanden die
Spitzenkader des MfS die deutsche Wiedervereinigung. Sie rotteten
sich zu einem sogenannten Insiderkomitee zusammen und leben von
Geldern, deren Herkunft nur vermutet, bis heute aber nicht
ermittelt werden konnte. Denn aus dem ehemaligen
60-Milliarden-Stasi-Vermögen bleiben bis heute viele
Milliarden verschwunden. (...) |
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Berichte:
Ehrendoktorwürde für Karl-Wilhelm Fricke
Karl-Wilhelm Fricke, ehemaliger pol. Häftling und
danach lange Zeit Leiter der Ost- Westabteilung des
Deutschlandfunks, machte sich einen Namen als Autor von
Standardwerken über die Verletzungen der Menschenrechte in
der DDR. Besonders durch seine Bücher "Politik und
Justiz in der DDR", "Die DDR-Staatssicherheit" und "Zur
Menschen- und Grundrechts-Situation politischer Gefangener in der
DDR" hat er sich als profunder Sachkenner ausgewiesen. Nun
erhielt er von der Freien Universität Berlin die Ehrendoktorwürde
verliehen. Es folgt ein Auszug aus seiner Dankrede: (...) |
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Berichte:
Stephan Hermlin hat seine KZ-Inhaftierung erfunden
Der Schriftsteller Stephan Hermlin hat eingeräumt,
seine angebliche KZ-Inhaftierung erfunden zu haben. In einem "Spiegel"-Interview
wies der 81jährige jedoch den Vorwurf des
Literaturwissenschaftlers Karl Corino zurück, seinen
Lebenslauf als kommunistischer Widerstandskämpfer in der
NS-Zeit, im spanischen Bürgerkrieg und in der französischen
Résistance weitgehend "Erlogen" zu haben. (...) |
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Berichte:
"Sie sollten sich was schämen und zurücktreten!"
- Brief von Dr. Schlomann an den stellv. Ministerpräsidenten
von Mecklenburg-Vorpommern
(...) Sicherlich hatten Sie während der DDR-Zeit
keine Gelegenheit, mit dieser roten Gestapo nähere
Erfahrungen zu machen, und fanden gewiß auch nach 1989 keine
genügende Zeit, sich mit diesem Komplex eingehender
auseinanderzusetzen; bei ehrlichem Interesse Ihrerseits stünden
dafür die vielen Veröffentlichungen und Bücher von
meinem Kollegen Fricke und mir gern zur Verfügung. Ihre, im
Zusammenhang mit Ihrem Eintreten für eine Erhöhung der
Renten für bisherige Stasi-Beamte erfolgte Behauptung, ein
Strafrecht hätte nichts im Rentenrecht zu suchen, stellt gewiß
eine heutzutage recht häufig verwendete Formulierung dar. Daß
sie nicht zutreffend ist - zumindest gegenüber Personen der
ersten deutschen Diktatur - sollten Sie eigentlich wissen. Ohne
Zweifel gab es Unterschiede zwischen der NS- und der
SED/MfS-Diktatur, doch sind die Grund- Symptome die gleichen. Wie
Ihnen bestimmt bekannt ist, waren die MfS-Angehörigen
vergleichsweise recht hoch besoldet; eine volle Alterversorgung
heute wäre damit eine weitere Privilegierung und ein Dank für
ihre Tätigkeit zugunsten einer Diktatur, die hoffentlich
nicht nur ich als ein erneutes Unrechtssystem in Deutschland
werte! (...) |
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"Immer
am A... vom Klassenfeind!"
Als Honi Biermann aus der DDR werfen ließ, da war
die musisch auf das rosarote Übermorgen layoutete Künstler-Schickeria
Ostberlins krachsauer. Da fanden die Genossen Schriftsteller und
Beinahe-Genossen Schauspieler & Sänger, daß die
Partei denn doch bei aller Bedrohung durch den Klassenfeind zu
weit gegangen sei. Denn einmal sei Biermann ja allemal ein echter
DDRler, und zum anderen wolle man ja nicht auf das Privileg
gelegentlicher Schelte verzichten, die ja doch letztlich der
Partei helfe, um auf die richtigen sozialistischen Sprünge zu
kommen, mit denen dann alle endgelöst auf dem roten Planeten
Marx das kommunistische Paradies erleben würden. (...) |
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Hans-Ulrich
Langner - Bücher: Einblick in das Herrschaftswissen einer
Diktatur
"Mancher IM war natürlich auch ein Garant für
den inneren Frieden der DDR gewesen." Dieser Satz stammt
nicht von Manfred Stolpe, sondern von einem anderen
Diplomjuristen, von dem Meistermelker Dr. Peter-Michael Diestel,
der dem Bayrischen Fernsehen während seiner Dienstzeit als
DDR-lnnenminister über den Umgang mit den Stasi-Akten sagte,
daß ihm "eine Vernichtung dieses Materials sehr nahe am
Herzen" lag. (...) |
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Kommunistin
wird Verfassungsrichterin in Brandenburg - Der CDU-Abgeordnete
Koschyk schrieb dazu folgenden Brief an die FAZ:
Zum Beitrag "Vergangenheit in der DDR und Bewährung
nach der Wende, Widerstand gegen die Wahl von Verfassungsrichterin
Will in Brandenburg" von Peter Jochen Winters (F.A.Z. vom
14.09.96): Der Werdegang der ehemaligen SED-Juristin Rosemarie
Will, die nach dem Willen der SPD in Brandenburg
Verfassungsrichterin werden soll, war zu DDR-Zeiten eng mit der
SED verknüpft. Sie war sowohl bei der Sektionsparteileitung
an der Humboldt-Universität zu Berlin als auch als
Propaganda-Funktionärin der Freien Deutschen Jugend tätig.
(...) |
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Nur
eine kleine Geldstrafe für einen Brieföffner
(...) Engelhardt dagegen machte Karriere: 1987 Leiter
der MfS- Bezirksverwaltung Frankfurt/Oder, nach der Wende
Generalmajor von Modrows Gnaden als Leiter des Amtes für
Nationale Sicherheit und damit letzter Stasi-Chef. Rüdiger
Knechtel zu Hvd: "Ich habe meinen Prozeß gegen
Engelhardt, gewonnen'. Aber das nennt man wohl einen Pyrrhussieg."
(...) |
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