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(...) In früheren Zeiten wurde der politische Kampf gegen die Wissenschaft fast ausschließlich mit rein ideologischen Mitteln geführt. Die Christen verdammten die heliozentrische Astronomie und später den Darwinismus ungeniert mit der Begründung, daß diese Lehren der Bibel widersprechen. Später kam die bis heute übliche Mischung aus politischen und pseudo-wissenschaftlichen Argumenten auf, etwa bei der Ablehnung der Relativitätstheorie durch die Nationalsozialisten oder dem Kampf der Kommunisten gegen die Genetik. Alle diese Disziplinen haben dank ihrer Erklärungskraft schließlich die Anfeindungen überstanden und sind heute allgemein anerkannt. (...)

Nadel, grün

Beiträge von Dr. Marcus Gossler

Dr. Marcus Gossler:
Kunst und Pseudokunst
(...) In der Literatur kommt noch dazu, daß überdurchschnittliche Fähigkeiten des elaborierten und stilistisch hochwertigen sprachlichen Ausdrucks bevorzugt in den höheren Gesellschaftsschichten auftreten (ein Zusammenhang, der sich etwa in der bildenden Kunst nicht beobachten läßt). Damit ist die Sprachkunst nicht nur, wie jede Kunst, elitär im Sinne ungleich verteilter Begabungen, sondern überdies ein Symbol für die den Sozialisten verhaßte kulturelle Vorherrschaft des Bildungsbürgertums. Die schöne Literatur ist ein Klassenfeind, der bewußt und systematisch proletarisiert wird. Das Mittel dazu ist weniger der oft auffallend mutwillig benützte vulgäre Wortschatz (der auch schon ohne Ideologie in der Hoffnung auf seine publicityfördernde Schockwirkung eingesetzt wurde), als vielmehr die Bevorzugung eines primitiven, restringierten Sprach-Codes, wie er für die Unterschichten jeder Gesellschaft charakteristisch ist. Auf diese Weise soll das sprachliche Defizit (genauer: der sprachliche Ausdruck des allgemeinen intellektuellen Defizits) des Proletariats auf die gesamte Sprechergemeinschaft übergreifen, wodurch die der linken Ideologie widersprechenden geistigen Unterschiede camoufliert werden. Zudem können sich nunmehr auch solche Menschen literarisch betätigen, die eine geistig anspruchsvolle, elaborierte Sprache selbst gar nicht beherrschen. (...)

Dr. Marcus Gossler:
Gedanken zur politischen Zensur
(...) Für die moderne Zensur ist dabei noch ein weiterer Punkt von Bedeutung. Am letzten Weltkrieg, dem größten Krieg in der bisherigen Geschichte der Menschheit, waren zwei totalitäre Regime beteiligt, ein rechtes (nationalsozialistisches) und ein linkes (kommunistisches), die beide auch unabhängig von diesem Krieg entsetzliche Greuel begangen haben. Das rechte Regime hat diesen Krieg begonnen und verloren, was es den Sozialisten in den Jahrzehnten danach möglich machte, die öffentliche Meinung über rechts- und linksgerichtes Denken in einer Weise zu manipulieren, als ob letzterem eine höhere moralische Qualifikation zukäme. Dabei waren sie so erfolgreich, daß es heute bereits Wörterbücher gibt, in denen dem Wort links explizit die Konnotation gut zugewiesen wird. (...)

Dr. Marcus Gossler:
Gedanken zur politischen Situation Österreichs und Europas
(...) Die heutige Politik und Gesellschaft sind von der ansteckenden Krankheit einer einseitigen Tabuisierung befallen. Ohne diese Krankheit würde es lebhafte wissenschaftliche, philosophische und politische Diskussionen über alle für das links-rechts-Spektrum relevanten Fragen geben. Die triftigeren Argumente hätten in diesen Auseinandersetzungen die besseren Chancen, Einfluß auf die öffentliche Meinung zu gewinnen. Daß jede Seite glaubt, sie selbst hätte recht und die andere unrecht, liegt in der Natur der Sache. Darüber hinaus wird jedoch heute weithin die Behauptung der Linken akzeptiert, ihre Gegner hätten nicht nur unrecht, sondern sie wären auch moralisch verwerflich, und zwar so verwerflich, daß wirklich jede Strategie gerechtfertigt ist, die dazu beitragen kann, diese gefährlichen Rechten aufzuhalten, auszugrenzen, zu verleumden oder sonstwie mundtot zu machen. Diese Strategien waren bisher überaus erfolgreich. (...)

Dr. Marcus Gossler:
Die politische Manipulation der Sprache
(...) In einem Ausmaß, für das es keine historischen Parallelen gibt, ist das heutige politische Denken in den westlichen Industriestaaten von einem linken Antinaturalismus geprägt. Dieser leugnet die Gültigkeit biologischer Gesetzmäßigkeiten für unsere Spezies und behauptet statt dessen, sämtliche Aspekte des menschlichen Zusammenlebens, die dem linken Gleichheitsideal widersprechen, ließen sich mit wirtschaftlichen, sozialen und politischen Ungerechtigkeiten erklären, wie sie die unterdrückten Teile der Bevölkerung im Laufe der Geschichte seitens ihrer Ausbeuter erdulden mußten. Daraus ergibt sich für die Gegenwart die Forderung, benachteiligte Gruppen zu stärken und zum Kampf gegen ihre Beherrscher zu ermutigen. Parallel dazu soll starker moralischer Druck auf die dominanten gesellschaftlichen Gruppen (wie beispielsweise Männer oder Weiße) diese zur sozialen Selbstschädigung veranlassen. (...)

Dr. Marcus Gossler:
Rasse und Rassismus
(...) In den letzten Jahrzehnten hat sich der Rassismus in allen zivilisierten Ländern zur stärksten vorstellbaren Form eines gesellschaftlichen Tabus entwickelt. Damit nimmt der Antirassismus als ideologisch unverzichtbarer Teil des modernen Sozialismus die Position einer faktischen Staatsreligion ein, deren weltanschauliche Intoleranz jener von Fundamentalisten gegenüber Ketzern entspricht. Auch eine neue Inquisition ist bereits im Entstehen, denn die ersten antirassistischen Gesetze, die nicht Handlungen sondern Meinungsäußerungen bestrafen, sind in mehreren Ländern bereits erlassen. Der linke Zeitgeist schickt sich gerade an, von einer intellektuellen Belästigung zu einer Bedrohung für die geistige und persönliche Freiheit der Menschen zu werden. (...)


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