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pingreen.gif 1 KB Das Ostbüro der SPD

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Das Westdeutsche Fernsehen (WDR 3) strahlte am 10. Dezember 1997 eine Dokumentation von Erika Fehse "Spione waren wir nicht - Das Ostbüro der SPD" aus. Dieser Film wird demnächst in Nord 3 und im Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) und voraussichtlich auch in anderen Dritten Programmen wiederholt. Der Fernsehfilm konnte in 45 Minuten nur ein lückenhaftes Bild von der Arbeit des SPD-Ostbüros von der Gründung im Jahre 1946 bis zu seiner Liquidierung im Zuge der "neuen Ost- und Deutschlandpolitik" der SPD Anfang 1971 bringen.


Detaillierte Informationen enthält das Buch von Helmut Bärwald

Das Ostbüro der SPD 1946 - 1971: Kampf und Niedergang

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hartmut Jäckel

SINUS-Verlag Krefeld 1991 Gegenwart und Zeitgeschichte Band 14

ISBN 3-88289-023-1 DM 23,80

Das Buch enthält die Kapitel: 1946: Der Anfang, Exkurs: Anmerkungen zu Dr. Kurt Schumacher, Verbindungen herüber und hinüber/Rat und Hilfe für Widerständler und Oppositionelle, Information in Hülle und Fülle, Durchbrüche durch die "Mauer des Verschweigens", Aufklärung im Westen, Abwehr und Innere Sicherheit, Hilfe für die Opfer, Pfahl im Fleisch der SED, 1971:...und das Ende, sowie im Anhang die Dokumente: Beschluß des SPD-Parteitages 1946 in Hannover, Unvollständiges Verzeichnis der Flugschriften EINHEIT und unvollständige Aufstellung der Flugschriften "SED-Opposition", Unvollständige Liste der Ostbüro-Denkschriften, Auszüge aus Denkschriften, Brief des Sozialdemokraten Paul Kreutzer an die SPD, Brief des Kurt-Schumacher-Kreises an den SPD-Parteivorstand,

Im Juni 1946 wurde in Hannover das Ostbüro der SPD als Kampforgan des Parteivorstandes für die unterdrückte Sozialdemokratie in der Sowjetzone gegründet. Ein Jahr später wurde beim Parteivorstand der SED ein "Abwehrreferat" gebildet, zu dessen Hauptfeind das SPD-Ostbüro erklärt wurde. Das Ostbüro der SPD war von Anbeginn an ein Pfahl im Fleisch der SED und "ihres" totalitären Staates.

Ab Ende der fünfziger Jahre war das Ostbüro auch ein Splitter im Fleisch der SPD. Spätestens nach der Bundestagswahl 1969 entstand eine Übereinstimmung zwischen der über zwei Jahrzehnte hinweg immer wieder von den Kommunisten erhobenen Forderung nach Beseitigung des Ostbüros und der Absicht der SPD, dieses Büro als lästig gewordenen Ballast vor den "Höhenflügen" zu einer "neuen Deutschland- und Ostpolitik" abzuwerfen.

Das Ostbüro hatte bei seiner Gründung eindeutige Aufträge und verbindliche Leitsätze für deren Ausführung bekommen. Dazu gehörten vor allem die Unterstützung der vom kommunistischen Regime unterdrückten und verfolgten Landsleute, die Bekämpfung des Regimes mit politischen und publizistischen Mitteln sowie die aktive Mitwirkung am beharrlichen Kampf aller Demokraten um die Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit.

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