Logo der Deutschland-Bewegung

Die konservative Informationsbasis im Internet

zurück zum Inhaltsverzeichnis

MIT UMWELTFORUM
EPOCHE UND UMWELT
{short description of image}
Ideenmagazin und "Argumente- und Informationsmagazin für Meinungsführer und Multiplikatoren" nannte Manfred Wörner (NATO-Generalsekretär 1988-94) die EPOCHE - Ideen von heute sind Taten von morgen

Nadel, grün

Wortmüllrecycling für Political-Correctness-Zwecke

Wer zahlt 70.000 Mark für eine 13-jährige Braut? Was ist eine »mobile ethnische Minderheit«?

Diese Fragen stellt (auf seiner Satire-Seite in der EPOCHE) Herausgeber Karl Ludwig Bayer

Bild von Karl Ludwig Bayer
Karl Ludwig Bayer

von Karl Ludwig Bayer

Während Bjarne, ein gut verdienender Samenspender in Dänemark Kinder sozusagen neun Monate vor ihrer Geburt verkauft, wurde in Deutschland ein Mensch 13 Jahre nach seiner Geburt zum Handelsobjekt. Die Polizei hat den Verkauf einer dreizehnjährigen Braut an die Familie eines siebzehnjährigen Bräutigams gerade noch verhindern können. Um nicht in die selbstaufgestellten Fallen zu laufen oder gar von der eigenen Redaktion bei einer Versündigung gegen »Political-Correctness-Gebote« ertappt zu werden , quälte sich ein Journalist der Süddeutschen Zeitung folgende Formulierung ab: »Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, hatten sich die Familien, die beide einer mobilen ethnischen Minderheit angehören, auf einen Brautpreis in Höhe von 70.000 Mark geeinigt.«

Was, um Himmels willen, ist eine »mobile ethnische Minderheit«? Von Johann Strauß weiß man, daß er die temperamentgeladene Operette »Der Sinti-und-Roma-Baron« komponiert hat. Müßte er jetzt den Titel schon wieder ändern und seine unvergänglichen Melodien unter der Bezeichnung »Der Mobile-ethnische-Minderheiten-Baron« auf den Musikmarkt werfen?

Der besondere Schutz, den die »mobile Ethnie« durch die Süddeutsche Zeitung genießen sollte, verkehrt sich ins Gegenteil. Denn die Zigeuner werden durch solche Sprachkrämpfe linker Journalisten in ein schiefes Licht gerückt, das bloß noch Lachkrämpfe auslöst. Ob dergleichen nicht vom redaktionsinternen Großinquisitor als verkappte Fremdenfeindlichkeit entlarvt wird?

»Der Bau von Luftschlössern kostet nichts, aber ihre Zerstörung ist sehr teuer,« stellte Francois Mauriac treffend fest. Ein neues Berufsbild zeichnet sich ab. Denn die Errichtung sprachlicher Kartenhäuser, Luftschlösser und Sandburgen und ihre nachfolgende Demontage, sobald sich ihre Unbrauchbarkeit erwiesen hat kann durchaus zur tagesfüllenden Beschäftigung ausgebaut werden. Nach der Ausbildung an der Akademie für Wortmüllrecycling wird ein Praktikum bei der Süddeutschen Zeitung empfohlen.


zurück zum Inhaltsverzeichnis Politische Bildung und Information Zähler