Logo der Deutschland-Bewegung Die konservative Informationsbasis im Internet zurück zum Verzeichnis der einzelnen Ausgaben

Epoche Nr. 139

MIT UMWELTFORUM
EPOCHE UND UMWELT

Ideenmagazin und "Argumente- und Informationsmagazin für Meinungsführer und Multiplikatoren" nannte Manfred Wörner (NATO-Generalsekretär 1988-94) die EPOCHE - Ideen von heute sind Taten von morgen

139/QI/1999/23. Jahrgang

Bruno Bandulet:
Doppelte Pässe - doppelt falsch
Der Fehler lag schon sehr früh in der Abkehr vom Rotationsprinzip - Ein noch größerer Fehler wäre jetzt das massenweise Verramschen deutscher Pässe - Das ethnische Proletariat in den Großstädten ist zu großen Teilen weder integrationsfähig noch integrationswillig - Sieben Thesen

Karl Ludwig Bayer:
Wer Freiheit und Leistung sichern will, muß die Ungleichheit der Menschen bejahen
(...) Wer den Kopf nicht in den Sand steckt, weiß: Die meisten der in Deutschland lebenden Ausländer sind weder integrationswillig noch integrationsfähig. An sie trotzdem deutsche Pässe zu verramschen, wäre ein Verbrechen - eine Versündigung an künftigen Generationen, die auf deutschem Boden den Metastasen der türkisch-kurdischen oder serbisch-albanischen Konflikte jahrzehntelang ausgesetzt wären. Der algerische Bürgerkrieg, der Kosovo-Krieg und viele andere Konflikte würden sich nach Deutschland verlagern. »Bosnische Deutsche rächen sich an serbischen Deutschen für die Massaker vor zehn Jahren« - so könnte eine Schlagzeile im Jahr 2002 lauten, wenn ein von Serben bewohntes Haus irgendwo in Deutschland in die Luft fliegt. (...)

Karl Ludwig Bayer:
Ausstieg wird zum »Wort des Jahres«
(...) Offenbar fehlen adäquate Dienstanweisungen auf deutscher Seite. Dort richtet man sich lieber darauf ein, erst einmal den Geiselnehmern freie Hand zu lassen, um danach mit den Verbrechern in Verhandlungen zu treten; am besten unter Beiziehung von Pastoren und Psychotherapeuten - alles möglichst rechtsfrei und staatsfrei. Daß in jedes Vakuum automatisch Gewalt und Unrecht einströmen, ist zwar eine historisch gesicherte Erfahrung. Doch die Rot-Grünen wissen es nicht. (...)

Günther Beckstein, bayerischer Innenminister:
Deutsche Identität und Rechtstradition bewahren
(...) Wenn es tatsächlich so wäre, daß die angesprochenen Integrationskonflikte mit einer massenweisen Paßverleihung an interessierte Ausländer zu lösen wären, dann würden wir in der Tat keine Sekunde zögern, hier zuzustimmen. Aber alle im In- und Ausland gemachten Erfahrungen sprechen dagegen. Beispiel Frankreich: Dort werden doch die Probleme mit algerischen Fundamentalisten nicht etwa dadurch gelöst, daß man ihnen zusätzlich die französische Staatsangehörigkeit verleiht. Ähnliches gilt für islamistische Fundamentalisten türkischer Herkunft, die bei uns ein riesiges Konfliktpotential darstellen. Heute haben wir noch die Möglichkeit, derartige Extremisten mit einem Betätigungsverbot zu belegen, weil in diesen Fällen das Ausländerrecht gilt. Notfalls können sie sogar ausgewiesen werden. Aber wenn sie ohne irgendwelche Integrationsleistungen die deutsche Staatsangehörigkeit haben, geht das nicht mehr. (...)

Wilfried Böhm:
Volkes Stimme - Ein Wort zur Aktualität der Deutschen Partei
Der 7. Februar zeigte, daß gegen das Volk auf Dauer nicht regiert werden kann - Dennoch sind die Hessen-Erfahrungen nur teilweise auf den Bund übertragbar - Als Folge der deutschen Parteienkonstellation gibt es zwar eine strukturelle nichtlinke Mehrheit in der Bevölkerung, nicht aber im Bundestag - Wie Adenauer dieses Problem löste und was sich daraus lernen läßt - Wenn die FDP zu Schröder überläuft, steht die CDU nackt da

Wilfried Böhm:
Die Identität von SED und DDR
Die kommunistische PDS als Rechtsnachfolgerin der SED kann sich mit einem weiteren Persilschein schmücken. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe bescheinigte der SED, daß sie keine staatliche Einrichtung der DDR gewesen sei, so daß Schadenersatz gegen diese Partei oder ihre Rechtsnachfolgerin nicht in Betracht käme, wie dies ein Kläger begehrt hatte, der unter dem Terrorregime eben dieser SED schwer zu leiden gehabt hatte (...)

Dr. Thomas Goppel:
Der Bewußtseinswandel bewirkte eine Zeitenwende
(...) Das Klima der Erde war immer schon starken Veränderungen unterworfen. Wir wissen heute, daß die Zeiträume, in denen sich Klimaschwankungen abspielen, weniger als hundert Jahre oder aber Millionen von Jahren betragen können. Als Folge veränderter Strahlungsverhältnisse der Sonne und Änderungen der Erdoberfläche, der Erdumlaufbahn, der Neigung der Erdachse relativ zur Umlaufbahn und der Zusammensetzung der Atmosphäre kam es in der Vergangenheit zu mehreren Eis- und Warmzeiten auf der Erde. In der zurückliegenden Klimaepoche von rund zwei Millionen Jahren lag die globale mittlere Temperatur der bodennahen Atmosphäre zwischen rund 9 Grad Celsius (während der Eiszeiten) und ungefähr 16 Grad (während der Warmzeiten). Die heute auf der Erde beobachtete Jahresmitteltemperatur von 15 Grad liegt damit innerhalb des Temperaturintervalls. (...)

Otto von Habsburg:
Die großen Wellen der Geschichte
(...) Das Erfolgsgeheimnis der Anhänger des Karl Marx war, daß es ihnen gelang, das Wort "Sozialismus« als verpflichtende Norm in Beschlag zu nehmen und so ein gedankliches Monopol zu schaffen. Das erklärt, warum die marxistischen Systeme stets an dem Auseinanderklaffen zwischen der Theorie und der Praxis litten. Dennoch gelang es ihnen erstaunlich lange, ihre Anhänger bei der Stange zu halten. Die Anziehungskraft aber beruhte nicht auf den wirklichkeitsfremden ökonomischen Theorien des Marxismus, sondern auf seiner Heilslehre, seinem Charakter als Ersatzreligion. (...)

Thomas Kielinger:
Wenn der Mensch sich selbst fremd wird
(...) Dieses Übermaß an Leistungsbereitschaft im beruflichen und privaten Milieu entwickelt seine eigene Technik; es zu bewältigen. In den USA und in England hat man inzwischen einen neuen Begriff zur Beschreibung dieser Technik geprägt: »Kompartmentalisierung«. Kein schöner Klang; wenn man es im Deutschen als Fremdwort verwendet. Kompartmentalisierung bedeutet so viel wie die »Verschubladung« unseres Ichs in viele kleine Einheiten, die oft ohne Wissen um einander oder Kenntnis von einander selbständig funktionieren. Das beispielsweise meinte Clinton; als er von der Konzentration schwärmte, die der Zehnkämpfer für jede Disziplin aufbringen müsse. Er ist bei jeder einzelnen von ihnen so intensiv dabei; als gäbe es die übrigen neun gar nicht. ja; er kann überhaupt nur funktionieren, indem er geradezu alles daransetzt; nicht an die übrigen neun zu denken; während er sich ganz der Leistung in jeweils einer hingibt. (...)

Botho Kirsch:
Rußland helfen - aber wie? Der Sozialismus hinterließ ein Trümmerfeld
(...) Zweifel sind angebracht. Rußland hat zwar 1998 eine schlechte Ernte eingefahren. In den Getreideanbaugebieten längs der Wolga sanken die Temperaturen in den Sommermonaten selten unter 35 Grad. Es wurde weniger geerntet, dafür aber umso hochwertigeres Qualitätsgetreide. Hinzu kam, daß die staatlichen Vorratslager gut gefüllt waren. Wie wenig dramatisch die Regierung selbst die Lage einschätzte, zeigten die umfangreichen Weizenausfuhren in die Türkei, nach Israel und Marokko - traditionell amerikanische Absatzmärkte. Sie trugen nicht unmaßgeblich dazu bei, Moskaus Devisenbilanz aufzubessern. Außerdem rechnet man in diesem Winter mit einer größeren Brotnachfrage. Brot wird wegen des niedrigen, staatlich subventionierten Preises in großem Umfang an das Vieh verfüttert. (...)

Detlef Kleinert:
Klarstellung in Hessen: Deutschland ist kein Einwanderungsland
(...) Worum geht es? Die Multikulti-Ideologen sehen die Staatsbürgerschaft als eine Art Clubmitgliedschaft an und wollen sie all jenen hinterherwerfen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - für den Verbleib bei ihrer angestammten Staatsangehörigkeit entschieden haben. Daß eine doppelte Staatsbürgerschaft Vorrechte, Privilegien und damit Ungerechtigkeiten schafft, daß dadurch die Deutschen, die ja normalerweise nur eine haben, zu Bürgern zweiter Klasse gemacht werden, daß so das Volk gespalten wird in »Nur-Deutsche« und »Auch Deutsche«, interessiert offenbar nicht; es interessiert nicht, daß auf diese Weise die Integration der hier lebenden Ausländer erschwert wird, es interessiert nicht die Frage der inneren Sicherheit - oder haben wir den Kurdenterror der vergangenen Jahre bereits vergessen? Wollen wir wirklich türkisch-kurdische oder serbisch-albanische Kriege auf deutschem Boden? (...)

Dr. Walter Kreul:
Deutsche in der Mongolei
(...) Damit gibt es wieder einmal eine deutsche Musterknaben-Sonderrolle: Die Bundesrepublik Deutschland ist für die die Mongolei das wichtigste europäische Geberland. Dies ist nicht zuletzt ein Erbe der früheren DDR, die in der Blütezeit des Sowjet-Imperiums in der Mongolei nicht nur zahlreiche Entwicklungshilfeprojekte finanzierte, sondern zusätzlich Hunderte von mongolischen Technikern und Wissenschaftlern ausbildete - zum großen Teil in der DDR selbst. Nicht vonungefähr sprechen deshalb rund 20.000 Mongolen, die meist der gehobenen Bildungsschicht angehören, recht gut deutsch. Die deutsche Entwicklungshilfe ist erfolgreich bemüht, diese alten Beziehungen in der geänderten politischen und ökonomischen Situation nutzbringend einzusetzen. Neben dem Projekt »Family Farming« existieren daher eine ganze Anzahl weiterer Hilfsprojekte, die teilweise noch aus aus DDR-Zeiten stammen - in den Bereichen Veterinärwesen, Naturschutz, geologischer Dienst und Kraftwerkstechnik. (...)

Jürgen Liminski:
Dreieck Paris - Bonn - London
Man stelle sich vor, Albert Einstein begegnet Jürgen Trittin. Was würde dem großen Physiker einfallen? Sicher ein Wort, das er mit Blick auf manche Ideologen seiner Zeit schon mit einem Seufzer aussprach: »Es ist leichter, Atomkerne zu zertrümmern, als Vorurteile.« Und aufgrund dieser Erkenntnis würde er vermutlich erst gar nicht versuchen, den deutschen Umweltminister davon abzubringen, ohne Rücksicht auf Verluste deutsches Ansehen im Ausland, insbesondere in Frankreich, zu zerschlagen. Der tiefgläubige Wissenschaftler wäre ratlos und würde darauf setzen, daß die politischen Umstände das Weltbild der reinen Atomleere Trittins relativieren. (...)

Jürgen Liminski:
Zukunftssicherung durch Kinder
(...) Das Unrecht an den Familien läßt sich auch generell beziffern. Eltern mit zwei Kindern und einem Durchschnittsverdienst haben zur Zeit ein verfügbares Pro-Kopf-Einkommen von rund 13.500 Mark im Jahr. Damit liegen sie an der Sozialhilfegrenze. Ein Alleinstehender mit gleichem Verdienst verfügt dagegen mit 34.000 Mark über ein dreimal so hohes Pro-Kopf-Einkommen. Oder: Eltern dürfen die rechtlich zwingend vorgeschriebenen (!) Unterhaltsaufwendungen für ihre Kinder nur bis zu einem Betrag von maximal 6912 Mark steuerlich geltend machen (die Durchschnittskosten für den Barunterhalt eines Kindes betragen nach offiziellen Angaben 11.520 Mark), für die Förderung von Karnevalsvereinen oder anderen Freizeitvergnügungen kann man jedoch Spenden zu 50.000 Mark und mehr steuermindernd absetzen. (...)

Bruno Molitor:
Freiheit statt Gleichheit
(...) Mit Gleichheitspolitik gerät jedes Land auf eine abschüssige Bahn. Die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland ist, wie sich inzwischen herumgesprochen hat, im wesentlichen keine Folge einer unzureichenden monetären Gesamtnachfrage. Was stockt, sind die Investitionen. Was läge da näher als die unternehmerische Investitionsneigung zunächst einmal beim wahrlich handfesten Gepäck der Steuerkosten zu entlasten. Aber das stößt auf politische Hindernisse. Ideologen neigen dazu, auf dem Altar der Verteilungsgleichheit selbst Beschäftigungschancen zu opfern. (...)

Dr. Claus Nordbruch:
Tugendterror in Deutschland - geistige Gleichschaltung
(...) Heutzutage gilt politische Korrektheit in Deutschland als eine hauptsächlich von sogenannten Antifaschisten, Feministinnen, Vergangenheitsbewältigern und Trauerarbeitern verordnete Verhaltensnorm, die besagt, das eigene Denken, die eigene Meinung entsprechend dieser einengenden Schablonen auszurichten. Man darf deshalb feststellen, daß die politische Korrektheit ein Instrument der geistigen Gleichschaltung ist und somit in der modernen Kulturgeschichte einen außergewöhnlichen Präzedenzfall zensorischer Manipulation im politischen Willensbildungsprozeß des Menschen darstellt. (...)

Reginald Rudorf:
Ökosteuer: Der Welt-Energiebedarf wird sich verdoppeln
(...) Abgesehen von dem suggestiven Sinnloswort Öko, mit dem eine ganze Partei ein halbes Volk einzuschüchtern trachtet und eine halbe Industrie dazu brachte, die »trade mark Öko« als Werbemittel für minderwertige Produkte zu pervertieren - abgesehen von dieser Nonsens-Vokabel versucht uns jener praktizierende Irrationalismus-Ideologe, Ex-Kommunist und Neominister Trittin einzutrichtern, die Ökosteuer diene der Energie-Ersparnis. Wer zuviel Energie verbraucht, muß mehr Energiesteuer zahlen - so die Behauptung, die sich als der pure Schwindel erweist. (...)

Fritz Schenk:
Marxistischer »Kampf um Enteignung«
(...) Die Machthaber waren sich zu diesem Zeitpunkt ihrer Sache nicht sicher, weshalb die alten Eigentumsgrenzen unbedingt verwischt werden mußten. Maschinen und Anlagen wurden umgesetzt, Eigentumsnachweise oder Gesellschafterverhältnisse vernichtet. Vieles fiel einfach auch nur Vandalismus und Diebstahl zum Opfer, wie überhaupt die Plünderungen in ehemaligen Chefzimmern und -wohnungen kaum zu schildern sind und in ihrer Brutalität und Radikalität der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten bis 1940 in nichts nachgestanden haben. (...)

Dr. Werner Schnappauf:
»High-Tech im Grünen« Innovation - Kreativität - Eigenverantwortung
(...) Der Leitbegriff der Nachhaltigkeit fehlt nicht nur in der Regierungserklärung des neuen Bundeskanzlers Schröder, er fehlt - schlimmer noch - in seiner Politik. Der rot-grüne Ausstieg aus Kernenergienutzung und Wiederaufarbeitung schädigt Land, Mensch und Umwelt. Er wirft uns zurück in unseren Bemühungen um den Schutz des Klimas, der wichtigsten umweltpolitischen Herausforderung unserer Zeit; er schaltet die sichersten Kernkraftwerke der Welt ab und importiert Strom aus Kraftwerken, die zum Teil dem deutschen Sicherheitsstandard nicht genügen; er zerstört in Deutschland 40.000 High-Tech-Arbeitsplätze und begründet Entschädigungsforderungen Frankreichs und Großbritanniens in Milliardenhöhe - Geld, das in der Förderung von regenerativen Energien weitaus besser angelegt wäre. Bayern wird sich dieser Politik, die dem Prinzip der Nachhaltigkeit diametral widerspricht und nur die politische Ideologie einer kleinen grünen Stammwählerklientel bedient, mit aller Kraft entgegenstellen. (...)

Wilhelm Simson:
Herausforderungen an die Kernenergie in Deutschland
(...) Die ökologischen, die energie- und volkswirtschaftlichen Konsequenzen eines raschen Kernenergieausstiegs werden den Standort Deutschland erheblich belasten. Nach dem wissenschaftlichen Gutachten von Professor Pfaffenberger würden sich die volkswirtschaftlichen Belastungen eines raschen Ausstiegs auf annähernd 100 Milliarden Mark belaufen. Verbunden wären diese mit einem Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen in unserem Lande. Das sind nicht nur Arbeitsplätze in der Kernenergie, sondern insbesondere auch in energieintensiven Wirtschaftszweigen, die durch eine deutliche Verteuerung von Strom in Deutschland zur Verlagerung ihrer Produktionsstandorte ins Ausland gezwungen wären. (...)

Edmund Stoiber:
Über Eliten in Demokratie und Marktwirtschaft
(...) Daß zwischen Elite und Demokratie ein Gegensatz bestünde, ist jedoch ein Trugschluß. Gerade die Demokratie braucht Eliten, um auf Dauer überleben und Wohlstand, Freiheit und Recht für alle sichern zu können. Eine Elite in einem demokratischen Gemeinwesen definiert sich fraglos grundsätzlich anders als in nichtdemokratischen Ordnungen. Ihre wichtigsten Merkmale sind fachliche Kompetenz, soziale Kompetenz und politische Kompetenz. Hinzutreten muß aber auch die Fähigkeit zur Analyse komplex vernetzter Problemstellungen, verbunden mit der Fähigkeit, innovative Problemlösungen zu entwickeln. Dazu gehört ganz selbstverständlich der Mut zur Übernahme von Verantwortung - bei gleichzeitiger Fähigkeit zur Führung unter den Bedingungen einer marktwirtschaftlichen, pluralistischen, freiheitlich-demokratischen Ordnung. (...)

Arnold J.J. Walterscheid:
Mehr Markt - mehr Leistung - mehr Beschäftigung
(...) Daß Arbeitslosigkeit auch mit Inflation zusammenhängt, hat Nobelpreisträger Friedrich August Hayek (1899-1992) belegt. Und Wolfram Engels (1933-1995), neben Hayek einer der richtungsweisenden Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft, erkannte: »Soll die Arbeitslosigkeit schnell beseitigt werden, dann müssen die Arbeitskosten sinken. Will man sich mehr Zeit lassen, dann dürfen sie einige Jahre nicht steigen. Wird in der derzeitigen Situation ( 1984) der Produktivitätszuwachs durch Lohnerhöhungen ausgeschöpft, dann bleibt die Arbeitslosigkeit nicht etwa konstant, sie steigt weiter, weil ein Teil des Produktionszuwachses auf der Einsparung von Arbeitsplätzen beruht.« (...)

Arnold J.J. Walterscheid:
Wieder ein deutscher Sonderweg, der in die Irre führt - Fakten und Erfahrungen aus anderen Ländern
Der rot-grüne Glaubenssatz, mit der Verbindung zwischen umweltpolitischen und arbeitsmarktpolitischen Wirkungen könne eine ökologische Steuerreform die beiden zentralen Probleme unserer Zeit gleichzeitig lösen, findet in den volkswirtschaftlichen Fakten und in den Erfahrungen anderer Länder keine Stütze. Selbst wenn durch Staatsschulden finanzierte Programme in den nächsten Jahren Hunderttausende von Stellen geschaffen würden: Zunächst einmal würden durch höhere Öko-Steuern Tausende von Jobs wegfallen, vor allem in Branchen, die von steigenden Energiepreisen besonders betroffen wären. (...)

Hans-Jürgen Wünschel:
Gegenoffensive 2002 - Themen und Strategien der Union
Nach der Wahlschlappe 1969 gab es in der CDU richtige Einsichten, die später wieder in Vergessenheit gerieten - Die Landtagswahlen in Bayern 1998 und Hessen 1999 zeigen den Weg, auf dem die Unionsparteien auch im Bund wieder die Mehrheit erringen können: Mobilisierung mit Themen, die das Volk bewegen - Leistung muß als hoher Wert wieder anerkannt und in den Schulen vermittelt werden

Berichte aus der ökologischen und medizinischen Forschung:
Gesundheitstip für Flugreisende - Infektionserreger auf Reisen
(...) Schon vor Jahren hatte das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) einen effektiveren und gesundheitlich unbedenklichen Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln im Flugzeug gefordert und empfohlen, auf die Verwendung von Langzeitpräparaten im Passagierraum zu verzichten. Biozide sollten grundsätzlich nur in Abwesenheit von Passagieren und Flugpersonal und nur durch geschultes Personal eingesetzt werden. (...)

EPOCHE UND UMWELT - UMWELTFORUM:
Modernisierung der Reaktoren in Osteuropa
In Mittel- und Osteuropa sind derzeit 62 Kernkraftwerke mit russischer Technik in Betrieb und 17 in Bau. Die Erwartung verschiedener Politiker im Westen, man könne allein durch Appelle die baldige Abschaltung älterer, risikobehafteter Kernkraftwerke in den Ländern des früheren Ostblocks erreichen oder gar den Bau neuer Anlagen verhindern, hat sich bis heute - gut ein Jahrzehnt nach dem Unfall von Tschernobyl - nicht erfüllt. Der Grund hierfür ist: die betroffenen Länder sind in unterschiedlichem Umfang auf diese Anlagen zur Aufrechterhaltung ihrer Stromversorgung angewiesen oder können Alternativen nicht bezahlen. (...)

EPOCHE-TECHNIK UND WISSENSCHAFT:
Hochtechnologie als Motor der gesamten Wirtschaft
(...) Der grüne Sektierer Trittin - so meint der Präsident der Technischen Universität (TU) München, Professor Wolfgang Herrmann - »will die deutsche Wissenschaft zurück in die Steinzeit führen«. Anlaß für diese Bemerkung ist Trittins Absicht, durch neue Richtlinien das im Bau befindliche Forschungs- und Technologiezentrum München-Garching praktisch lahmzulegen. Denn das Kernstück der Anlage ist eine Neutronenquelle (FRM-II), deren Leistung Trittin auf ein Megawart begrenzen will - ein Viertel der Leistung des alten Forschungsreaktors, an dessen Stelle der Neubau treten soll. (...)


zurück zum Verzeichnis der einzelnen Ausgaben Politische Bildung und Information Zähler
Besucherzähler