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MIT UMWELTFORUM |
Doppelte Pässe - doppelt falsch |
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Der Fehler lag schon sehr früh in der Abkehr vom Rotationsprinzip - Ein noch größerer Fehler wäre jetzt das massenweise Verramschen deutscher Pässe - Das ethnische Proletariat in den Großstädten ist zu großen Teilen weder integrationsfähig noch integrationswillig - Sieben Thesen |
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von Bruno Bandulet In der ersten großen politischen Konfrontation der rot-grünen Ära spielen in einem entscheidenden Punkt weder SPD noch CDU mit offenen Karten. Beide beteuern, sie wollten die in Deutschland lebenden Ausländer integrieren, verschweigen aber, daß in den Großstädten längst ein ethnisches Proletariat entstanden ist, dem die Grundwerte unserer Gesellschaft fremd sind. Die Frage ist nicht, ob Deutschland diese Ausländer integrieren will, die Frage lautet vielmehr, ob sie sich integrieren wollen. Nach Angaben des Verfassungsschutzes müssen 50.000 der in unserem Lande lebenden 600.000 Kurden als Sympathisanten der verbotenen PKK eingestuft werden. Und nach einer neuen, im Suhrkamp-Verlag erschienenen Untersuchung ist jeder vierte türkische Schüler bereit, für den Islam zu töten. Bereits im Jahr 2015 werden mehr junge Ausländer als junge Deutsche (unter 20 Jahren) in Berlin leben. Hier braut sich ein Bürgerkriegspotential zusammen. Daß die großzügige Ausgabe von Pässen nichts am Problem ändert, kann man am Beispiel Frankreichs studieren. Als ich an einem Samstagmittag im Januar mit der Metro vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle in die Innenstadt fuhr, begann sich der Wagen erst in den Vorstädten zu füllen. Schließlich machten Schwarzafrikaner und Algerier die Hälfte der Fahrgäste aus. »Wenn Sie abends die Metro genommen hätten«, sagten mir französische Bekannte, »dann hätte der Anteil näher bei 100 Prozent gelegen.« Am selben Tag brachte der Canard enchainé eine Karikatur, auf der ein Polizist den Politikern freudestrahlend meldete: »Sie haben nur 200 Autos angezündet.« In Frankreich existiert längst eine Unterschicht aus der Dritten Welt, die sich in den rechtsfreien Räumen der Gettos verschanzt hat und deren Frustration sich immer wieder in gewalttätigem Aufruhr entlädt. De jure sind sie Franzosen, de facto nicht. Oft ausgestattet mit zwei Pässen, bilden sie das Proletariat, das die politische Linke mit den Arbeitern verloren und mit den Zuwanderern wiedergefunden hat.
In Deutschland hat auch die damals regierende CDU zu verantworten, daß in den sechziger Jahren türkische Arbeiter angeworben wurden, daß später vom Rotationsprinzip (ein- bis zweijähriger Aufenthalt) abgegangen und daß die Rückwanderung nie ernsthaft betrieben wurde. Worin der Sinn liegt, daß Deutschland zum Siedlungsgebiet anatolischer Türken gemacht wurde, hat bis heute kein Politiker überzeugend erklären können. Ausländer können eine Bereicherung unserer Gesellschaft sein - das weiß jeder aus dem täglichen Leben. Für die Verramschung deutscher Pässe gibt es aber keine rationale Begründung. Das Gerede mancher Zeitungen vom deutschen »Blutrecht«, gegen das die New York Times seit Jahren polemisiert, ist nur Propaganda. Bereits seit 1993 können sich jugendliche Ausländer nach einem achtjährigen Aufenthalt und einem sechsjährigen Schulunterricht in Deutschland einbürgern lassen. 1997 erhielten 82.913 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft, darunter 42.240 Türken. Und in diesen Zahlen sind die Aussiedler nicht enthalten, weil sie ja bereits vor ihrer Einbürgerung Deutsche im Sinne des Grundgesetzes waren. Den grünen Ideologen, die mehr als die SPD hinter der Doppelpaßaktion stehen, geht es im Grunde nicht um Integration, sondern um die Auflösung der Nation, die sie verachten, um die Schaffung neuer Machtverhältnisse, um eine inverse (umgekehrte) Revolution. Invers, weil diesmal nicht das Volk die Regierung stürzt, sondern die Regierung sich ein anderes Volk besorgt. Die Konsequenzen sind folgende:
Kein Zufall ist es, daß das rot-grüne Staatsbürgerrecht dem aus der Zeit des Absolutismus ähnelt. Auch damals wurde jeder als Untertan vereinnahmt, der auf dem Territorium des Fürsten lebte. Das Abstammungsrecht hingegen ist eine Errungenschaft der demokratischen Bewegung des 19. Jahrhunderts. Langfristig könnte mit der Nation auch die Demokratie verschwinden - dies war von jeher das Ziel der Marxisten. |