 |
MIT UMWELTFORUM EPOCHE UND
UMWELT
Ideenmagazin
und "Argumente- und Informationsmagazin für
Meinungsführer und Multiplikatoren" nannte Manfred Wörner
(NATO-Generalsekretär 1988-94) die EPOCHE -
Ideen von heute sind Taten von morgen
137/QIII/1998/22. Jahrgang |
 |
Karl Ludwig
Bayer: Invasion der schönen Menschen - Ist Deutschland ein
Einwanderungsland?
(...) Bundeskanzler Schredder sah sich - gleich im
Anschluß an die Abschaffung der Asylrechtsreform - veranlaßt, alle
Zigeuner der Welt einzuladen, nach Deutschland zu übersiedeln.
Überall entstanden deutsche Anwerbebüros, vor allem auf dem indischen
Subkontinent und im gesamten Mittelmeerraum, in Rumänien und in den
angrenzenden Balkan-Staaten. Auf Kreuzfahrtschiffen sowie in
Großraumtransportern, die von der russischen Luftwaffe zur Verfügung
gestellt wurden, kamen Millionen schöner Menschen in das gelobte Land an
Neckar, Rhein und Elbe. (...) |
 |
Karl Ludwig
Bayer: Hase-und-Igel-Spiel der Nivellierung
Deutsche finden erstmals auch Verständnis
für ihre Forderung, bei den Nettozahlungen an die EU - jährlich 22
bis 23 Milliarden Mark - entlastet zu werden. Zusammen mit den Zahlungen an die
Staaten des Ostens (s.o.), die im Jahresdurchschnitt 1990-97 bei 24,6
Milliarden lagen, geht es also um jährliche Geldgeschenke Deutschlands an
andere europäische Länder in der Größenordnung von 47
Milliarden Mark. Dazu kommt noch die Entwicklungshilfe an
außereuropäische Länder sowie Überweisungen an die UNO;
ferner die nie genau ermittelten Kosten für Asylbewerber,
Kriegsflüchtlinge und sogenannte »Geduldete«, die man
eigentlich längst abschieben wollte - sich jedoch nicht traut, weil das
Fernsehen negativ berichten könnte. Alles in allem ergibt sich für
jeden Erwerbstätigen in Deutschland pro Jahr eine Belastung von rund 2000
(zweitausend) Mark, um die astronomischen Summen aufzubringen, die Deutschlands
Ausländerfreundlichkeit beweisen sollen. |
 |
Frank Stefan Becker: Die Motivation
zum Kauf umweltfreundlicher Produkte
(...) Im Konsumgüterbereich wird das
Kaufverhalten häufig nicht vom rational meßbaren Nutzen, sondern
durch emotionale Kriterien wie beispielsweise dem »Image« eines
Produktes bestimmt. So hoch Umweltschutz als ethisches Ziel in der Werteskala
theoretisch auch rangieren mag, in der Praxis werden Industrieprodukte in der
Regel nicht danach ausgewählt, und ein höherer Preis für
umweltgerechte Produktgestaltung ist zumeist nicht marktfähig. Da beim
Konsum aber eine bedürfnisweckende Werbung eine große Rolle spielt
(man denke an die Geschichte von Produkten wie dem Walkman), würden sich
hier Ansatzpunkte zur Förderung umweltbewußter Kaufentscheidungen
bieten. Ziel müßte es sein, den Kunden quasi durch einen
»emotionalen Mehrwert« für die Wahl eines umweltfreundlicheren
Produktes zu gewinnen. (...) |
 |
Wilfried Böhm: Es heißt
zwar der Kommunismus sei tot, aber die Leiche hat noch keiner
gesehen
(...) Dennoch läßt die deutsche Sektion
dieser Weltbewegung, die in diesem Jahrhundert unter den Bezeichnungen KPD, SED
und PDS auftrat und auftritt, weder Reue noch die Bereitschaft zu echter
Trauerarbeit erkennen, sondern zeigt sich in kaltschnäuziger Gysi-Manier.
Sie phantasiert vom »humanistischen Anliegen« des Kommunismus so,
als würde dieses Morde rechtfertigen. Vielfältige Emotionen, die weit
über das kommunistische Lager hinausreichen, sind nach wie vor geblendet
vom Heilsversprechen dieser Ideologie. Geschickt bedienen sich die Kommunisten
des »antifaschistischen Kampfes«, benutzen den demokratischen
Parlamentarismus, tolerieren Regierungen wie in Rom und Magdeburg oder
gehören ihnen an, wie in Paris. (...) |
 |
Dr. Thomas Goppel: Umweltschutz:
Freiwilligkeit, Kooperation, weniger Staat
(...) Ein wichtiges Anliegen des Gesetzentwurfes
ist es, ein Biotopverbundsystem als wesentliches Rückgrat eines modernen
Naturschutzes aufzubauen. Das ist von allen politischen Parteien im Landtag
einhellig begrüßt und gewürdigt worden. Der Entwurf
enthält ein in der bayerischen Gesetzgebung erstmaliges Bekenntnis zu mehr
Freiwilligkeit und Kooperation. Ohne daß am Vorrang der hoheitlichen
Befugnisse des Staates etwas geändert würde, werden damit die
Eigenverantwortung und die Grundlagen für einen partnerschaftlichen Ansatz
im Naturschutz gestärkt. (...) |
 |
Gottfried Heller: Vom Boom in Aktien
zum Boom in Jobs
In Deutschland boomt die Börse, aber
gleichzeitig boomt auch die Arbeitslosigkeit. In den USA boomt die Börse
ebenfalls, aber es herrscht dort praktisch Vollbeschäftigung. Wie das?
Weil es in den USA gleichzeitig auch einen Boom in Unternehmensgründungen
gibt. Und die finden statt, weil dort ein funktionsfähiger Kapitalmarkt
mit sprudelnden Geldquellen für Firmengründer existiert. In den USA
gehen in einer Woche fast so viele Unternehmen an die Börse und holen sich
dort Unternehmenskapital - Eigenkapital - wie in Deutschland im ganzen Jahr.
Seit Gründung des Neuen Marktes im Jahr 1997 haben die
Börsengänge zwar zugenommen, doch fehlt dem neuen Börsensegment
die Breite und Tiefe. (...) |
 |
Ernst Hinsken - Motor der Wirtschaft:
Nur der Mittelstand schafft Arbeitsplätze
Deutschland hat die konjunkturelle Wende erreicht.
Die wirtschaftspolitischen Daten haben sich zum Positiven gewendet: In diesem
Jahr wird Deutschland mit 3 Prozent voraussichtlich die höchste
Wachstumsrate aller OECD-Staaten erzielen, die Staatsquote wird 1998 auf 48
Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren
zurückgehen, die Kostenbelastung der Arbeitsplätze und vor allem die
Arbeitslosenzahlen gehen zurück. Dies zeigt, daß Deutschland auf dem
besten Weg ist, verlorengegangenes Terrain zurückzugewinnen. Der
Mittelstand ist dabei einmal mehr Garant und Motor dieser Entwicklung.
(...) |
 |
Thomas Kielinger: Über Sieg und
Niederlage in Sport und Politik
(...) Nein, was unsere Schlecht-Wetter-Depression
eher noch steigerte, war die Art, wie die Repräsentanten des deutschen
Fußballs, unsere Nationalspieler, unter Anführung des Trainers ihr
Land, uns alle, blamiert haben. Von Tätern, die ausziehen, Gewalt zu
säen, weiß ich, was zu erwarten steht. Von einer Mannschaft, die auf
dem Felde des Sports antritt, meine ich freilich auch zu wissen, was mich
erwartet: die Darbietung besten Bemühens, das auch in der Niederlage
Haltung, Klasse zu wahren weiß, Weltklasse eben, in einem Festival des
Weltsports. (...) |
 |
Botho Kirsch: Rußlands
Großmachtchauvinismus
(...) Noch beim ersten Europagipfel 1993 in Wien
saß Boris Jelzin als Gast an der europäischen Tafel. Nur drei jahre
später konnte die regierungsamtliche »Rossijskaja Gaseta«
triumphieren: »Der Europarat ist erobert. Jetzt ist die Europäische
Union an der Reihe!« Im Oktober vergangenen Jahres war es soweit. Von der
Tribüne des Hohen Hauses in Straßburg verfocht der russische
Präsident seine Vision eines »Großeuropa ohne
Trennungslinien«, in dem »kein großer Staat einem kleinen
seinen Willen aufzwingen darf« ein Europa, das »gut ohne
irgendwelche Onkels« auskommen könne. (...) |
 |
Detlef Kleinert: Nach sechs
Jahrhunderten die zweite Schlacht auf dem Amselfeld
Bosnien darf sich nicht wiederholen! - Kaum ein
Politiker mag, wenn es derzeit um das Kosovo geht, auf diese Sprechblase
verzichten. Denn angeblich haben die Europäer ja aus ihrem
erbärmlichen Scheitern in Kroatien und Bosnien gelernt. Haben sie
wirklich? Da kommen die Außenminister der EU zusammen, sie diskutieren
und beschönigen, sie reden von Verantwortung und drücken sich vor
ihr, und alles, was sie schließlich zustande bringen, ist ein Landeverbot
für jugoslawische Flugzeuge auf Flughäfen der Europäischen
Union. Slobodan Milosevic dürfte sich halb tot gelacht haben.
(...) |
 |
Detlef Kleinert: Der Staat darf vor
Gewalt nicht kapitulieren!
(...) Davon abgesehen, daß die Hooligans so
zu »Rechten« umgelogen werden (in Wirklichkeit gehören nur
rund zehn Prozent ins rechtsextreme Umfeld), um so verbal auf Konservative
einprügeln zu können, kann man dem Ruf nach unnachsichtiger
Bestrafung nur aus vollem Herzen zustimmen. Wer sich an einem Menschen so
gnadenlos vergeht wie in Lens geschehen, verdient keine Rücksicht, keine
Gnade. Aber bitte doch: keine Einäugigkeit! Wo ist denn der Unterschied
zwischen französischen und deutschen Polizisten? Warum ertönt der Ruf
nach harten Strafen erst jetzt, nicht aber zuvor, als Berliner Polizisten
krankenhausreif geprügelt wurden? Die linken Radaubrüder aus
Kreuzberg und Prenzlauer Berg sind doch in ihrer kriminellen Energie durchaus
vergleichbar mit den Radaubrüdern in Fußballstadien. Wo ist denn der
Unterschied zwischen Krawallszenarien in Lens oder Marseille und denen in
Berlin? (...) |
 |
Bernhard Klorz: Steigende
Wasserqualität / Abwasserentsorgung - Erfolge und Chancen für den
deutschen Export
Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, das in
Siedlungsgebieten anfallende Abwasser zwecks Reinigung abzuleiten. Diese
Ableitung ist aus Gründen der Ortshygiene erforderlich. Sie war bereits
bei den hochstehenden Kulturen des Altertums bekannt, geriet aber dann
über lange Zeit bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts in
Vergessenheit. Als Folge davon hat das Zusammentreffen von unzureichender
Wasserversorgung und fehlender Ortshygiene in den größeren
Städten immer wieder verheerende Cholera- und Typhusepidemien - wie zur
Zeit wieder in Südamerika - ausgelöst. (...) |
 |
Herbert Kremp: China und der Westen:
Skizzen der Neuen Weltordnung
Die Notwendigkeit der wirtschaftlichen Legitimierung
der Macht zwingt China zur Kooperation mit den USA und Europa - Clinton
verbündet sich mit einem der letzten kommunistisch regierten Staaten,
dessen Führung mit politischen Reformen so sparsam umgeht, weil sie ein
Chaos in Milliardendimension und das Ende aller Sicherheit vermeiden will
(...) |
 |
Walter Kreul: Warum gerade die Bauern
am Umweltpranger stehen
(...) Für die Bewahrung der natürlichen
Umwelt gerät die Landwirtschaft zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik. Da
knapp 60 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt
werden, schließen offensichtlich weite Teile der Bevölkerung,
daß besonders die Bauern für die Zerstörung von Natur und
Umwelt verantwortlich zu machen seien. Sieht man von einzelnen schwarzen
Schafen ab, die es natürlich auch unter Landwirten gibt, so sind diese
Anschuldigungen, alles in allem betrachtet, unberechtigt. Der Grund, warum
gerade die Bauern am Umweltpranger stehen, ist also nicht darin zu sehen,
daß sie tatsächlich alle Umweltverschmutzer oder
»Tierschinder« wären, sondern liegt vielmehr an ihrer geringen
Beteiligung bei der gängigen Umweltdiskussion. (...) |
 |
Hermann Leeb: Bürgerschutz statt
Täterschutz
(...) Den Bürgerinnen und Bürgern
muß deutlich gesagt werden, wie es in Wahrheit um die SPD steht. Wir
werden verdeutlichen, daß eine so zerstrittene Partei nicht in der Lage
ist, für Recht und Sicherheit zu sorgen und auf wie wenig Rückhalt
der Kanzlerkandidat in seiner eigenen Partei rechnen kann. Die Änderung
des Jugendgerichtsgesetzes beispielsweise ist kriminalpolitisch von nicht zu
unterschätzender Bedeutung. Allgemeinpolitisch gibt es aber, das muß
ich auch als Justizminister einräumen, noch wichtigere Themen. Wenn es dem
Kanzlerkandidaten aber nicht einmal hier gelingt, seine Genossen hinter sich zu
bringen, wie könnte ihm dies gelingen, wenn es um die »ganz
großen Brocken« geht? Ich denke, man sollte es ihm und den
Bürgern in unserem Land von vorneherein ersparen, tatsächlich die
Probe aufs Exempel machen zu müssen. |
 |
Jürgen Liminski:
Balkan-Kriegsverbrechen beschleunigen überfällige
Debatte
Die Einführung eines Internationalen
Strafgerichtshofes ist ein Gewinn - Die Idee einer universellen Rechtsordnung
entstand schon in der Antike, aber verbindliche Rechtsnormen für alle
Menschen der Erde konnten erst im Juli 1998 teilweise durchgesetzt werden - Der
Einzelne als Subjekt des Völkerrechts (...) |
 |
Gerard Radnitzky: Umverteilungssucht -
Daß süße Gift des Wohlfahrtsstaates
Die Marktwirtschaft ist sozial, weil sie
produziert, bevor verteilt wird - Nur in Deutschland funktioniert die
Rentenversicherung wie ein Gefäß mit Zufluß- und
Abflußrohr - Notwendige Umstellung auf Kapitaldeckung - Entsozialisierung
der Krankenversicherung - Die Abgabenquote ist der
»Entmündigungs-Koeffizient« des Bürgers - Mehr
Eigenverantwortung (...) |
 |
Lutz Rathenow: Rassismus
öffentlich und privat
(...) Das drückt sicher die Grunderwartung an
Ausländer aus. Sie sollen zeitweilige Gäste sein oder
unauffällige Deutsche werden. Dem Konzept einer multi-kulturellen
Gesellschaft steht man fassungslos gegenüber. Man hat ja ein paar Jahre
gebraucht, um zu begreifen, daß das im Westen wirklich einige ernst
meinen. Da wirkt sich das zweite konkrete Problem aus DDR-Zeiten aus. Es fehlen
Wirklichkeitserfahrungen mit dem Anderen, Fremden. Es gab keine italienischen
oder griechischen Restaurants, keine farbigen Besatzungssoldaten oder
individuell ins Land einreisende Gastarbeiter. Es gab weniger ausländische
Kultur auf jeder Anspruchsebene und weniger Reise- und
Informationsmöglichkeiten für DDR-Bürger.
(...) |
 |
Arnold J.J. Walterscheid: Freiheit
statt Gleichheit - Laßt Deutschlands Kräftepotential
frei
(...) Daß es sich letztlich gar nicht um ein
»Wunder« handelt, sondern um die Früchte einer
vernünftigen Politik, darüber sind sich jene Beobachter einig, die
frei von den für Europa typischen Neidkomplexen - Wohlstand und Freiheit
für wichtiger halten als Gleichheit. Grace-Marie Arnett kennt die
Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum. Es komme darauf an,
schreibt sie, die »Maschine der Möglichkeiten« in Schwung zu
bringen. Die Steuerpolitik müsse dafür sorgen, daß
»Initiative, harte Arbeit und das Sparen ermutigt« werden. Denn
eine freie und gesunde Gesellschaft formiere sich auf der Grundlage
»sozialer Mobilität« und »expandierender
Möglichkeiten«. (...) |
 |
EPOCHE UND UMWELT-TECHNIKREPORT -
Zukunftsplanung: Flugtreibstoff flüssiger Wasserstoff
(...) Nach schätzungsweise vier Jahrzehnten
erhöhen sich voraussichtlich die Kosten für das Erdöl und seine
Produkte erheblich, weil die Förderung aufwendiger wird. Der Einsatz von
Flüssigwasserstoff für die Flugzeuge einer neuen Generation ist
deshalb eine Antwort auf diese Herausforderung. Da die Entwicklung eines
konventionellen Flugzeugs ungefähr zehn Jahre in Anspruch nimmt, ist der
Zeitpunkt für die Arbeitsaufnahme an einem vollkommen neuen
Treibstoffkonzept nicht zu früh. (...) |
 |
Epoche und Umwelt: Im Einklang mit der
Natur
Man weiß - es kostet ein bißchen wenn
man im Regal Öko-Produkten greift. Doch viele Menschen nehmen dies in
Kauf, weil ihnen ihre Gesundheit wichtig ist. Woher kommen diese Produkte? Der
ökologische Landbau ist eine ganzheitliche, moderne Form der
Landbewirtschaftung. Das Interesse an ihm nimmt stetig zu. Zum einen wirkt er
sich positiv auf Boden und Wasser aus, zum anderen stellt er ein wichtiges
alternatives Konzept zur gängigen Agrarpolitik dar.
(...) |
 |
EPOCHE UND UMWELT: Jede
Steuerbelastung ist schädlich - auch wenn sie Öko-Steuer
heißt
Deutschland liegt mit seinen Benzinpreisen im
oberen Drittel in Europa. Über 80 Milliarden D-Mark fließen durch
die Besteuerung von Energie Jahr für Jahr in die Staatskassen. Eine
weitere drastische Erhöhung der Energiesteuern, wie sie die Grünen
fordern, würde für die Unternehmen erhebliche Zusatzkosten mit sich
bringen und überdies die Mobilität der Arbeitnehmer
einschränken. (...) |
 |
EPOCHE UND UMWELT: Der Diesel wird
sauber
(...) Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen
Diesel-Zeitalter. Denn die Auspuffgase des Schwerlastverkehrs stellen
innovationsfreudige Techniker heute vor keine unlösbaren Probleme mehr.
Internationale Beachtung fand SINOx, der neue keramische Diesel-Katalysator -
der erste einsatzfähige Diesel-Katalysator der Welt. Er verspricht eine
sensationelle Verringerung des Stickoxidausstoßes um 70 Prozent. In einem
Gemeinschaftsprojekt von Daimler-Benz, IVECO, MAN und Siemens wurde dieser
Diesel-Katalysator für den Lkw-Einsatz entwickelt. Er hat sich bereits auf
Hunderttausenden von Kilometern bewährt. Sein Einsatz im Diesel-Pkw ist
nur noch eine Frage der Zeit. (...) |
 |
EPOCHE UND UMWELT: Seid umschlungen,
Millionen!
Was passiert bei Greenpeace hinter den Kulissen? Das
wenig demokratische Innenleben des Öko-Multis, der in Geld schwimmt und
von niemandem kontrolliert wird - Wenn das Zusammenspiel mit den Massenmedien
läuft, klingelt die Kasse. Der spektakulärste Erfolg, den Greenpeace
je erreichte, beruhte auf falschen Zahlen. Der Weltkonzern Shell ging in die
Knie und verzichtete auf die geplante Versenkung der Ölplattform Brent
Spar. Sie ankert seither in einem Fjord. Mittlerweile liegt das Gutachten der
norwegischen Spezialisten Det Norske Veritas (DNV) vor. Deren Urteil ist
vernichtend. Greenpeace hatte die Menge an Ölresten in der Plattform um
das Hundertfache zu hoch angegeben. Und der ursprüngliche Plan, das
metallene Ungetüm im Nordatlantik zu versenken, wird heute als
ökologisch unbedenklich eingestuft. Es wäre dadurch ein
künstliches Riff im Meer entstanden, das einen abwechslungsreichen neuen
Lebensraum für Fische und andere Lebewesen gebildet hätte.
(...) |
 |
EPOCHE UND UMWELT: Nukleartransporte
sind sicher
Nach emotionsgeladenen Berichten über radioaktive
Verunreinigungen bei Transporten von Brennelementen aus deutschen
Kernkraftwerken wollen wir über die Fakten informieren und so einen
Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten (...) |
 |
EPOCHE UND UMWELT: Lügen vom
großen Waldsterben zählen zu den Themen, die Dirk Maxeiner und
Michael Miersch in ihrem neuesten Buch behandeln.
Es trägt den Titel Lexikon der
Öko-Irrtümer- Überraschende Fakten zu Energie, Gentechnik,
Gesundheit, Klima, Ozon, Wald und vielen anderen Umweltthemen. Dieses sehr
instruktive Werk ist soeben im Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main, erschienen.
Wir bringen eine kleine Kostprobe - zur grünen Legende über den
deutschen Wald: Der deutsche Wald stirbt nicht, er dehnt sich aus und wird
dichter. Er wächst sowohl in der Fläche als auch in der Holzmenge pro
Hektar. Die Waldfläche in Deutschland nahm seit 1960 um 500.000 Hektar zu.
Auch das Holzvolumen ist in den europäischen Wäldern seit 1950 stark
angestiegen. Noch 1986 hatte das Umweltbundesamt einen Rückgang um 30
Prozent bis 1995 prognostiziert. Statt dessen ergaben Messungen des
Europäischen Forstinstitutes eine Zuwachssteigerung in dieser
Größenordnung. (...) |
|