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pingreen.gif 1 KB Der Staat darf vor Gewalt nicht kapitulieren!

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Detlef Kleinert

Galt dieser Satz nur während einer Fußballweltmeisterschaft in Frankreich oder auch bei 1. Mai-Krawallen in Berlin? Sind deutsche Polizisten weniger schützenswert als französische?


von Detlef Kleinert

Nach den Ausschreitungen randalierender Schlägerkohorten bei der Fußballweltmeisterschaft waren sich alle einig: Die Schuldigen müssen schnell, konsequent und hart bestraft werden. Auch jene (pseudo-)liberalen Geister, die ansonsten Straftäter wie Unschuldslämmer behandelt sehen möchten, weil ja eigentlich die Gesellschaft schuld sei, jene also, die zugunsten der Täter zuweilen bittere Tränen vergießen, für Opfer aber nur Krokodilstränen übrig haben, auch sie erhoben lautstark die Stimme: unnachsichtig solle die »rechte Gewalt« verfolgt werden!

Davon abgesehen, daß die Hooligans so zu »Rechten« umgelogen werden (in Wirklichkeit gehören nur rund zehn Prozent ins rechtsextreme Umfeld), um so verbal auf Konservative einprügeln zu können, kann man dem Ruf nach unnachsichtiger Bestrafung nur aus vollem Herzen zustimmen. Wer sich an einem Menschen so gnadenlos vergeht wie in Lens geschehen, verdient keine Rücksicht, keine Gnade. Aber bitte doch: keine Einäugigkeit! Wo ist denn der Unterschied zwischen französischen und deutschen Polizisten? Warum ertönt der Ruf nach harten Strafen erst jetzt, nicht aber zuvor, als Berliner Polizisten krankenhausreif geprügelt wurden? Die linken Radaubrüder aus Kreuzberg und Prenzlauer Berg sind doch in ihrer kriminellen Energie durchaus vergleichbar mit den Radaubrüdern in Fußballstadien. Wo ist denn der Unterschied zwischen Krawallszenarien in Lens oder Marseille und denen in Berlin?

Der Staat darf vor der Gewalt nicht kapitulieren - wie oft wurde dieser Satz während der Weltmeisterschaft wiederholt! Und natürlich ist der Satz richtig. Aber er ist eben auch richtig, wenn es um die Gewalt der »schwarzen Blöcke« geht, jener linken Hooligans, die zum Beispiel den 1. Mai in Berlin seit Jahren regelmäßig zu einer Orgie der Zerstörung umfunktionieren. Ach ja, bei denen ist ja letztlich, will man der veröffentlichten Meinung glauben, die Polizei schuld an den Ausschreitungen. Und natürlich gibt es dann auch den einen oder anderen Psychologen, der nach Deeskalation ruft.

Die Realität ist jedoch: Wer da von Deeskalation spricht, meint ja in Wirklichkeit Kapitulation. Landfriedensbruch (um nichts anderes handelt es sich auch bei den Gewaltorgien der linken Revoluzzer) verlangt ein hartes Durchgreifen des Staates, bei den dumpfen Fußballrowdys ebenso wie bei jenen Polit-Kriminellen, die in der deutschen Hauptstadt gegen Polizeibeamte tätlich vorgehen. Bezeichnend ist übrigens, daß die Hooligans in Frankreich, so Augenzeugen, mit Angst und Schrecken reagierten, als sie feststellen mußten: Die französische Justiz greift hart durch. Es paßt zum Auftreten dieser Typen, daß einer von ihnen aus der Zelle heraus einen jammernden Brief an seinen Vater geschrieben hat, er möge ihn doch bitte, bitte wieder herausholen. Und niemand in Frankreich käme auf die Idee, jenen Richtern, die schnell und hart abgeurteilt haben, in polemischer Weise einen »kurzen Prozeß« vorzuwerfen.

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