 |
MIT UMWELTFORUM
EPOCHE UND UMWELT
Ideenmagazin
und "Argumente- und Informationsmagazin
für Meinungsführer und Multiplikatoren" nannte
Manfred Wörner (NATO-Generalsekretär 1988-94) die EPOCHE -
Ideen von heute sind Taten von morgen
136/QII/1998/22. Jahrgang |
 |
Karl
Ludwig Bayer: Freiheit statt Gleichheit - Warum nicht einfach
Steuern abschaffen?
(...) Dazu kommt, daß die Franzosen ihre früheren
Kolonien in das künftige Euroland einbeziehen wollen.
Frankreich hat eine Art Kolonial-Währung geschaffen, die
offiziell CFA-Franc genannt wird. Der CFA-Franc kursiert in 15
afrikanischen Ländern und ist fest an Frankreich gebunden.
Die afrikanischen Länder hinterlegen dafür den Großteil
ihrer Währungsreserven in Paris. Bruno Bandulet hat zuerst im
Deutschlandbrief darauf hingewiesen. Am 2.1.1998 bestätigte
die Wochenzeitung Die Zeit die Information. Titel: "Durch die
Hintertür - Frankreich will seine früheren afrikanischen
Besitzungen in den Euro-Club einschleusen." In diesem Beitrag
wird darauf hingewiesen, daß 15 Entwicklungsländer
(mittlerweile sind die Kapverdischen Inseln dazugekommen und es
sind somit 16 Staaten) so eng mit Frankreich verbunden sind, daß
automatisch mit dem Anschluß großer Teile Afrikas an
Euroland zu rechnen ist, sobald der französische Franc im
Euro aufgeht. Die Zeit zitiert den Generaldirektor der
Hoechst-Niederlassung an der Elfenbeinküste, der davor warnt,
daß "durch die Hintertür des Euro" noch Überraschungen
auf uns zukommen. (...) |
 |
Stellungnahme
von EPOCHE-Herausgeber Karl Ludwig Bayer: Zypern, Ankara und die
EU - Die Türken und die Deutschen
(...) Für den türkischen Staat sind solche
Fakten genauso unangenehm wie für den deutschen. Während
jetzt die Atmosphäre zwischen den Regierungen wie vor einem
Gewitter geladen ist und kaum noch Gespräche stattfinden, wäre
es vergleichsweise einfacher, mit einem EU-Mitglied Türkei
gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Der Verzicht auf Freizügigkeit
(der ja auch bei der Aufnahme einiger ostmitteleuropäischer
Staaten unabweisbar sein wird), sowie eine einvernehmliche
Abschiebepraxis und die Einschaltung der türkischen Justiz
bei der Strafverfolgung ausgewiesener türkischer Staatsangehöriger
könnte rasch vertraglich geregelt werden. Auch wäre die
EU dann eher in der Lage, auf dem Umweg über eine für
alle Mitgliedstaaten gültige Volksgruppen- und
Minderheiten-Konvention Autonomierechte für die Kurden zu
erreichen. (...) |
 |
Karl
Ludwig Bayer: Rückblick auf die Zukunft: Wahlkampf im Jahr
2006 (Satire)
Bundeskanzler Gerhard Schredder trat im Frühjahr
2006 vor die Kamera aller 83 deutschen Fernsehsender; seine
Gesichtsfassade strahlte, als wäre er bester Laune -
Journalisten hatten ihm längst den Beinamen »Evergrinser«
gegeben. Schredders mittlerweile elfte Ehefrau lächelte
tapfer mit ihm. Unter seinem politischen Schirm, lobte Schredder
sich selbst, habe Deutschlands renommiertes Volkswagenwerk zwölf
neue Fabriken errichtet oder gekauft. »Aber doch nicht in
Deutschland«, rief ein Reporter. »Ach was«, bürstete
der Kanzler den Störenfried ab, »wir müssen global
denken. Wenn ein Laote oder Jemenite erst 'mal in einem VW sitzt -
egal, wo dieser montiert wird - dann kauft er auch andere Waren
von deutschen Firmen ...« (...) |
 |
Günther
Beckstein: Asyl-Zielland Nummer 1 in Europa ist immer noch
Deutschland
(...) Weltweite Flucht- und Wanderungsbewegungen machen
es notwendig, das bisherige System zu verlassen, die mit der
Aufnahme von politischen Flüchtlingen verbundenen Probleme
allein durch Regelungen des innerstaatlichen Rechts zu lösen.
Eine Vergemeinschaftung der Asylpolitik ist dringend geboten und
mittlerweile in Artikel 73i in Verbindung mit Artikel 73k des
Vertrages von Amsterdam vorgesehen. Daneben sieht Art. 73k (Nr. 2
Buchst. b) eine ausgewogene Verteilung der mit der Aufnahme von Flüchtlingen
und von vertriebenen Personen verbundenen Belastungen auf die
Mitgliedsstaaten vor. Ziel der vergemeinschafteten Asylpolitik muß
es ein, für Asylsuchende im gesamten Raum der Europäischen
Union gleiche Regelungen zu schaffen. Diese sollten darauf
ausgerichtet sein, die immer noch zu hohe Zahl unberechtigter
Asylbewerber in Europa zu reduzieren. Das ist schon im Interesse
des inneren Friedens, des wirksamen Schutzes der Asylsuchenden,
aber auch der Integration hilfsbedürftiger Flüchtlinge nötig.
Alles andere würde die Mitgliedstaaten der Europäischen
Union, speziell aber Deutschland mit seinem hohen sozialen
Standard auf Dauer hoffnungslos überfordern. (...) |
 |
Wilfried
Böhm: Ein "Ruck" geht durch Deutschland: Neue
Strategie der Konservativen
(...) Mit dem Doppeltrick, den Begriff "Faschist"
propagandistisch als semantische Keule zu schwingen und zugleich
Konservative in die rechte Schublade zu stecken, soll erreicht
werden, die Konservativen in eine Art "Verwandtschaftsverhältnis"
zum Extremismus zu bringen. Nach dieser verqueren Logik erscheinen
dann Konservative, wenn nicht als extremistisch, so doch als "Brücke"
oder "Scharnier" zum Extremismus. In Konsequenz dieses
Agitationsmusters werden Konservative und die von ihnen
vertretenen Werte ausgegrenzt und bekämpft. Nach dem
Zusammenbruch der ideologischen und machtpolitischen Basis des
Kommunismus ist dem kleinen Rest seiner professionellen Anhänger
nur noch dieser "antifaschistische Kampf" geblieben, um
letzte Pfründe zu retten. Die Geistes- und
Seelenverwandtschaft mit den heute etablierten und gleichfalls pfründenorientierten
einstigen Trägern der 68er-Kulturrevolte verschafft den
Antifa-Kämpfern jedoch einen erheblichen Einfluß auf
die etablierte Medien-, Kultur- und Politszene in Deutschland, der
weit über ihre zahlenmäßige und intellektuelle
Potenz hinausgeht. Allmählich erschlafft die Widerstandskraft
der Träger der pluralistischen freiheitlich-demokratischen
Grundordnung. (...) |
 |
Thomas
Goppel: Vorstoß zur Internationalen Förderung unserer
Umwelttechnik
(...) In unserem Land wird aufgrund des hohen
Ausbaugrades unserer Umweltinfrastruktur mehr und mehr eine Sättigung
eintreten. Bei den öffentlichen Auftraggebern, die bisher mit
über 60 Prozent die wichtigsten Abnehmer für
Umweltanlagen waren, ist bereits ein Einbruch von 15 Prozent
(Berlin 30 Prozent) erfolgt. Der Trend wird auch darin deutlich,
daß schon 1994 in den alten Ländern die laufenden
Ausgaben mit rund 27 Milliarden D-Mark die Investitionen mit 15
Milliarden D-Mark überschritten haben. (...) |
 |
Otto
von Habsburg: Pulverfaß Kosovo - ein Land wehrt sich gegen
Unterdrückung
(...) Die Bevölkerung des Kosovo ist durch eine
lange Periode von Verfolgung und Unterdrückung gegangen.
Seitdem das Land an Serbien kam, war die Lage für die
albanische Mehrheit unerträglich. Die Serben führen ihr
angebliches Recht auf den Kosovo darauf zurück, daß der
serbische Staat auf dessen Boden entstanden sei. Sie sind dabei in
ihrer philosophischen Einstellung den Schiiten nahe. Auch diese
begründen immer wieder ihre Ansprüche mit verlorenen
Schlachten. Die berühmte Schlacht auf dem Amselfeld, auf die
sich Belgrad beruft, wurde 1389 zwischen den Serben und den Türken
ausgetragen. Sie endete mit der vernichtenden Niederlage ersterer.
Seine Geschichte auf ein historisches Kriegsgeschehen außerhalb
des eigenen Gebietes zurückzuführen, kann, einmal als
Prinzip angenommen, zu einem totalen Chaos in Europa führen.
Jedes Volk hat irgendeinmal in irgendeinem Gebiet außerhalb
der eigenen Grenzen eine verheerende Niederlage erlitten. Das gibt
aber keineswegs das Recht, sich diese Landstriche - gegen den
Willen der örtlichen Bevölkerung - einzuverleiben. (...) |
 |
Gottfried
Heller: Über angelsächsische Erfolgsrezepte zur
Schaffung von Arbeitsplätzen
(...)Wenn es in Deutschland auf dem gleichen Weg gelänge,
einige hunderttausend neue Unternehmen zu gründen und
vorhandene Betriebe besser mit Eigenkapital zu versorgen - indem
beispielsweise GmbHs als kleine AGs an die Börse gehen könnten
- dann wäre das Problem der Arbeitslosigkeit leichter zu bewältigen.
Was für die Anleger auch Millionen Arbeitnehmer, die am
Produktivkapital teilhaben sollten - attraktiv ist, erschließt
zugleich der Wirtschaft eine breite und günstige
Finanzierungsquelle. Das amerikanische Beispiel beweist, daß
auch eine hochindustrialisierte Gesellschaft Millionen neuer
Arbeitsplätze schaffen kann, wenn nur die Weichen richtig
gestellt werden. (...) |
 |
Jack
Kemp: Amerikanisches Erfolgsgeheimnis: Senkung der Steuersätze
erhöht Steuereinnahmen
(...) Examieren wir folgendes: Was muß jemand
tun, der Armut schaffen will? Wie läßt sich eine
negative Entwicklung einleiten, welche Maßnahmen wird jemand
ergreifen, der die Zahl der Armen vermehren und die innere Ordnung
eines Landes untergraben will? Welche Politik und welche
Prinzipien würden zu verwenden sein, um die Wirtschaft der Städte
zu zerstören und die Menschen von der Regierung und ihren
Versorgungsprogrammen abhängig zu machen? Wie würden Sie
es tun? Lassen Sie mich einige Vorschläge machen:
- Einführung hoher und steil ansteigender
progressiver Steuerraten - sodann Inflationierung der Währung,
um die Menschen in noch höhere Steuerklassen zu bringen.
- Finanzielle Unterstützung der Wohlfahrt
(Sozialhilfe) und der Arbeitslosigkeit in einem größeren
Ausmaß als die Förderung von Arbeit und Produktivität.
- Höhere Steuer für die Unternehmer, die im
legalen Wirtschaftssystem erfolgreich sind, um möglichst
viele in die Untergrundwirtschaft abzudrängen.
- Mehr Förderung für staatliche
Sozialwohnungen und weniger für Leute, die aufsteigen und
Wohnungseigentum erwerben wollen.
- Zum Schuldenmachen - zum Ausborgen und Ausgeben -
mehr ermuntern als zum Sparen, zum Investieren und zum Risiko.
- Die beste Wirkung - wenn Sie Armut und Abhängigkeit
schaffen wollen - erzielen Sie, indem Sie die Verbindung
zwischen Anstrengung und Belohnung zerstören: mit dem
Ergebnis, daß sich Leistung nicht mehr lohnt. Das ist der
sicherste Weg nach unten - in den allgemeinen Niedergang. (...)
|
 |
Botho
Kirsch: Rußlands Mafia schaltet und waltet, wo und wie sie
will
(...) Schon strickt ein Mann wie Michail Gorbatschow an
einer neuen Dolchstoßlegende. Für seinen bankrotten
Sozialismus kassierte er allein von Bonn sechzig Milliarden
Dollar, um seinem Nachfolger Jelzin ganze sechzehn Millionen in
der Staatskasse zu hinterlassen. Jetzt erklärte er auf einem
Wirtschaftsforum in Düsseldorf: "Ja, es stimmt, der
Weltwährungsfonds hat uns für drei Jahre zehn Milliarden
Dollar bewilligt. Doch begleitet von ultimativen Forderungen, wie
die Reformen durchgeführt und die Freiheit der Wirtschaft in
Rußland gefördert werden müsse. Aber diese Rezepte
stehen im Widerspruch zu der russischen Mentalität und der
Realität in Rußland. Man fragt sich: Warum will man Rußland
diktieren und uns belehren? Wir belehren auch niemanden im Westen,
wo 200 bis 300 Milliarden russische Dollar 'arbeiten', die von den
'neuen Russen' außer Landes geschafft wurden. Wer ist hier
der Schmarotzer? Wer hilft eigentlich wem? Die russische
Zentralbank mußte alle Sicherheiten in den USA hinterlegen.
Und wer kassiert die Zinsen? Die USA natürlich!" (...)
|
 |
Detlef
Kleinert: Schöne neue Multi-Kulti-Welt - Die Türken in
Berlin
(...) Die bisherige Spitzenleistung schaffte Jasmin 0.,
ein junger Bosnier, der sich als 13jähriger ausgab und es auf
rund 110 (!) Straftaten brachte, bevor die Justiz einschritt. Die
jugendliche Zeitbombe hat so ziemlich alle Delikte auf dem Sündenkonto,
die man sich nur vorstellen kann: Autoklau, Ladendiebstähle,
Einbrüche usw.; und jedesmal, wenn ihn die Polizei festnahm,
lachte er die Beamten einfach aus. Denn Jasmin wußte: mit 13
Jahren ist man in Deutschland strafunmündig, und so mußten
die Beamten ihn nach jeder Tat sofort wieder laufen lassen. Was
die Beamten nicht wissen konnten: Jasmin ist ein besonders
raffinierter Krimineller, der sich im deutschen Recht auffällig
gut auskennt. Denn sein Alter von angeblich 13 Jahren war vorgetäuscht,
in Wirklichkeit ist Jasmin um die 18 Jahre alt. Daß Jasmins
Alter medizinisch überprüft werden sollte, war für
die zuständige Jugendstadträtin des Bezirkes Tiergarten,
Elisa Rode (Bündnis 90/Die Grünen) eine Zumutung, und
auch als der Vater von Jasmin die Behörden händeringend
bat, "sperrt meinen Sohn endlich ein, ich verstehe die Justiz
nicht, irgendwann wird er jemanden tot fahren!", auch dann
lehnte Frau Rode eine Unterbringung von Jasmin in einem Heim ab: "Wir
sind für den Schutz der Kinder zuständig, nicht für
das Vereiteln von Straftaten." Und natürlich weiß
die bündnisgrüne Dame auch, warum Jasmin ein so
hemmungsloser Krimineller geworden ist: es seien "die
gesellschaftlichen Umstände". Merke: Wenn Ausländer
kriminell werden, müssen sie auf Kosten der deutschen
Allgemeinheit sozialpädagogisch betreut werden, es sind ja
die Umstände ... Schöne neue Multi-Kulti-Welt! (...)
|
 |
Thomas
Kielinger: Arbeitsmarkt und Steuern: zwei Geißeln des
Standortes Deutschland
(...) Das vielzitierte Bündnis für Arbeit -
es besteht in den USA in einem Bündnis, das der Einzelne mit
dem Markt und seinen Chancen darin abschließt. Voraussetzung
dafür ist freilich, daß man ihm, dem Einzelnen, möglichst
wenig ins Handwerk pfuscht bei dem Bemühen, sich selbst und
seine Arbeitsmarktmöglichkeiten zu entfalten. Was die
deutschen Gewerkschaften dagegen als Bündnis für Arbeit
bezeichnen, ist oft nichts weiter als ein verkapptes "Bündnis
zur Verhinderung von mehr Arbeit", mithin ein Kartell der
Arbeitsplatzbesitzer-Lobby. Diese fürchtet um ihren Einfluß,
entließe man den Einzelnen, nach einem Wort unseres großen
Immanuel Kant, in die Befähigung, "sich seines
Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen". (...)
|
 |
Hans
Koerper: Werden Sie Krimineller!
Hans Koerper kämpft diesmal mit dem Florett der
Satire gegen den nach dem Eindruck vieler Bürger zu
nachgiebigen Umgang des Staates mit Kriminellen. (...) |
 |
Leszek
Kolakowski: Geschichtliche Kontinuität
(...) Der Begriff Mitteleuropa drückt eine
Sehnsucht nach der Welt jenes Europa aus, die mit dem Ende des
Ersten Weltkrieges versunken ist. Aus einleuchtenden Gründen
gibt es Mitteleuropa im politischen Sinne nicht mehr. Andererseits
scheint mir aber eine gewisse geistige Empfindsamkeit, die das
ganze Gebiet bindet, nicht verloren zu sein. Zwar ist die
geschichtliche Kontinuität Europas durch den
Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg und den sowjetischen
Imperialismus gewaltsam unterbrochen worden. (...) |
 |
Hermann
Leeb: Den genetische Fingerabdruck für die Verbrechensbekämpfung
nutzen - nicht nur bei Sexualdelikten: Opferschutz hat Vorrang
(...) Gesetzlichen Handlungsbedarf sieht Hermann Leeb
nur in der Frage der Erhebung, nicht für die Einführung
der DNA-Datei. Nach dem Gesetz über das Bundeskriminalamt sei
es schon jetzt zulässig, erkennungsdienstlich relevante Daten
zu speichern. Ähnlich hatte sich zuvor Bundesinnenminister
Manfred Kanther geäußert. Dessen Kollege im
Justizressort, Edzard Schmidt-Jortzig, und Politiker anderer
Parteien fordern dagegen eine eigene gesetzliche Grundlage für
die Datei ... Daß es im Interesse der Bevölkerung - die
Anspruch auf Sicherheit hat - keine Verzögerung geben dürfe,
hob Hermann Leeb in seinem Brief vom 2.4.1998 an den
Bundesjustizminister hervor: "Der Begriff genetischer
Fingerabdruck macht die Nähe zum klassischen Fingerabdruck
und zu erkennungsdienstlichen Maßnahmen deutlich. Ich sehe
nicht, warum die Gendatei nicht beim Bundeskriminalamt geführt
werden sollte. § 8 Abs. 6 BKA-Gesetz dürfte als
Rechtsgrundlage für die Gendatei ausreichen. (...) |
 |
Fritz
Schenk: Immer neue Wellen deutscher Schuld kosten immer neues Geld
(...) Tatsächlich begann eine Plünderung
Deutschlands, wie sie kein Beispiel in der bisherigen
Weltgeschichte hat - und nicht zuletzt daran sind alle Bemühungen
der Siegermächte gescheitert, das Potsdamer Protokoll zu präzisieren
oder gar zu einem Friedensvertrag mit Deutschland zu gelangen. Der
fünfundvierzigjährige Kalte Krieg war ausgebrochen.
Seine "Kosten" für Deutschland: die Abtrennung
Ostpreußens und der Gebiete jenseits von Oder und Neiße
(rund ein Viertel des deutschen Reichsgebiets) und die Vertreibung
seiner rund zehn Millionen Einwohner, zusätzlich mehr als
drei Millionen vertriebene Sudetendeutsche, die alle bis auf
geringstes Handgepäck ihr gesamtes Eigentum zurücklassen
mußten. Dies ergibt mit nur geschätztem Bodenwert und
allen zivilen Einrichtungen allein schon weit mehr als die von
Stalin geforderte Summe von 20 Milliarden Dollar. Mit noch einmal
der gleichen Summe müssen die Beuteaktionen, Demontagen von
Industrie- und Verkehrsanlagen, der Raub der noch verbliebenen
deutschen Handels- und Fischereiflotte, die Hälfte der
ostdeutschen Viehbestände, der deutschen Geldbestände
und Auslandsguthaben sowie wertvollster Kunst- und Kulturschätze
veranschlagt werden. Allein für das zweite Halbjahr 1945
registrierten die sowjetischen Armeetagebücher die "Verbringung"
von 400.000 Waggons der Deutschen Reichsbahn mit Lebensmitteln,
450.000 Radios, 60.000 Klavieren und rund einer Million "kapitalistischer"
(was immer die Rotarmisten darunter verstanden haben mögen) Möbelstücke
und ziviler Gegenstände. Weder der Inhalt noch die Waggons
wurden je an Deutschland zurückgegeben. (...) |
 |
Prof.
S. Fred Singer: "Globale Erwärmung" - ein
unerledigtes Geschäft
(...) Die Klimawissenschaft ist als Wissenschaft noch
nicht gefestigt; sie ist unvollständig und unsicher. Die zur
Verfügung stehenden Beobachtungen unterstützen nicht die
mathematischen Modelle, die eine globale Erwärmung
vorhersagen und als Grundlage für politische Entscheidungen
bezüglich der Treibhausgasemissionen herangezogen werden. Wir
brauchen ein zielgerichteteres Klimaforschungsprogramm, um die
vorrangigen wissenschaftlichen Probleme zu lösen. (...)
|
 |
Arnold
J. Walterscheid: Deregulierung des Arbeitsmarktes als Schlüssel
zum Erfolg
(...) Der Erfolg bestätigt die Richtigkeit dieses
Konzepts. Nicht nur der rasante Abbau der Arbeitslosigkeit
beeindruckt, auch die im Durchschnitt verbesserten Konditionen für
die Beschäftigten. Das Lohnniveau steigt infolge der guten
wirtschaftlichen Entwicklung. Die Flexibilisierung bringt mit
sich, daß die Unterschiede in der Lohnskala - und damit die
Anreize für mehr Leistung - größer werden. Wer
sich ins Zeug legt, verdient mehr als früher, doch wer sich
wenig bewegt, schmälert damit seine Einkünfte.
Unternehmen können Mitarbeiter, mit denen sie nicht zufrieden
sind, leichter entlassen. Aber die Praxis zeigt, daß sie
auch schneller und öfter als früher neue Leute
einstellen. Und es gibt viel häufiger als in den alten Zeiten
des gewerkschaftlichen Gleichheitsdenkens Lohnzuschläge für
besondere berufliche Qualifikationen. Der Zufriedenheitsgrad der
Arbeitnehmer ist gestiegen. (...) |
 |
Eine
Analyse der New York Times vom 28. August 1945, als die
Vertreibung teilweise noch zu verhindern gewesen wäre - Viele
Menschen im Westen wußten um das Unrecht: Es gab Amerikaner,
die das Selbstbestimmungsrecht für Sudetendeutsche forderten
(...) Zur Zeit sind sieben Millionen Tschechen mit der
Massenenteignung und Massendeportation von dreieinhalb Millionen
Sudetendeutschen engagiert. Mit einem einfachen Erlaß,
unterschrieben von Dr. Benesch, sind 150.000 sudetendeutsche
Besitzobjekte, angefangen von großen Fabriken bis hin zu
kleinen Bauernhöfen, insgesamt mehr als 24.280 qkm wertvolles
kultiviertes Land, ohne jede Entschädigung enteignet worden.
Um diesem Beschluß einen Hauch von Rechtfertigung zu
verleihen, versuchen die Tschechen im Ausland den Eindruck zu
erwecken, als handle es sich bei den Betroffenen vorwiegend um
Personen, die erst in den wenigen Jahren seit der deutschen
Besetzung ins Land gekommen sind, so als ob sie Reichsdeutsche wären.
(...) |
 |
EPOCHE
- Dokumentation: Deutschland - Zahlmeister der Europäischen
Union
(...) Deutschland trägt netto mehr als alle
anderen Mitgliedstaaten zusammen zur Europäischen Union bei,
obwohl es in der Wohlstandsskala nach der Wiedervereinigung auf
den fünften Platz abgerutscht ist. Um einige Beispiele zu
nennen: Die - übrigens reichlich hohen - Gehälter der
EU-Beamten, die vielen Milliarden an Kohäsionsfondsmittel zur
Heranführung von Spanien, Portugal, Irland und Griechenland
an die Wirtschafts- und Währungsunion, oder auch die Mittel,
mit denen die Europäische Kommission in Deutschland und
Europa für den Euro wirbt, werden zu 60 Prozent vom deutschen
Steuerzahler finanziert. (...) |
 |
EPOCHE-und
Umwelt-Technikreport: Unsere Luft wird sauberer
(...) Die von Siemens gebaute und vom Bayernwerk
betriebene größte Solaranlage der Welt auf dem Dach der
Neuen Messe München belegt dies eindrucksvoll. Auf
Informationssäulen kann jeder Messebesucher die aktuellen
Daten sehen - die jeweilige Intensität der Sonneneinstrahlung
und die dabei über Photovoltaikzellen gewonnene elektrische
Energie. Er wird diese großartige Leistung deutscher Technik
bewundern, aber er muß sich - wenn er Realist ist - darüber
ehrlich Rechenschaft ablegen, daß er selber in seinem
Haushalt nicht bereit wäre, die dabei entstehenden Kosten von
DM 1,20 pro Kilowattstunde zu bezahlen. (...) |
|