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pingreen.gif 1 KB Naturmethode: Wie Zimmerpflanzen Formaldehyd entgiften

Erfolgreiche Versuchsserie des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit

Mit Zimmerpflanzen als Raumluftfilter präsentierte sich das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (Neuherberg bei München) am Tag der Umwelt. Zimmerpflanzen können Formaldehyd aus der Raumluft in ungiftige Stoffe umwandeln. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler des Forschungszentrums, die eine Untersuchung mit zehn weit verbreiteten Pflanzenarten durchgeführt haben.

In den Blättern der Pflanzen konnte ein Eiweißstoff nachgewiesen werden, der Formaldehyd in ungiftige Naturstoffe wie Aminosäuren und Zucker umwandelt. Damit ist es den GSF-Wissenschaftlern am Institut für Biochemische Pflanzenpathologie und am Institut für Inhalationsbiologie erstmals gelungen, den Mechanismus aufzuklären, wie Formaldehyd durch Pflanzen entgiftet wird. Schon vor einiger Zeit hatten Untersuchungen der US-Raumfahrtbehörde NASA gezeigt, daß Zimmerpflanzen die Konzentrationen von Formaldehyd und anderen Schadgasen verringern können. Unklar blieb jedoch, ob die Schadstoffe nur an die Blattoberfläche gebunden werden (und möglicherweise auch wieder abgegeben werden) oder ob tatsächlich ein Abbau zu ungiftigen Substanzen stattfindet.

Die Entgiftungsreaktion erfolgt in einer Art und Weise, die bestimmten Stoffwechselvorgängen in der tierischen und menschlichen Leber sehr ähnlich sind. In Analogie zur "Grünen Lunge" bezeichnen die GSF-Wissenschaftler daher das pflanzliche Entgiftungssystem als "Grüne Leber". Nicht alle Zimmerpflanzen entgiften jedoch gleich gut. Als besonders effektiv gelten nach den Kriterien der GSF-Forscher die Birkenfeige (Ficus benjamina), die Strahlenaralie (Schefflera arboricola) und die Efeutute (Epipremnum pinnatum). Eine vollständige Entfernung von Formaldehyd aus der Raumluft können die lebenden Luftfilter jedoch auch unter optimalen Wachstumsbedingungen nicht leisten. Somit bleibt auch weiterhin die Vermeidung und Beseitigung von Formaldehyd-Quellen oberstes Gebot.

Auskünfte über das Projekt, das im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen durchgeführt wird, geben die beteiligten GSF-Wissenschaftler gerne.

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