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Die konservative Informationsbasis im Internet

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EPOCHE Nr. 148
MIT UMWELTFORUM
EPOCHE UND UMWELT
Ideenmagazin und "Argumente- und Informationsmagazin für Meinungsführer und Multiplikatoren" nannte Manfred Wörner (NATO-Generalsekretär 1988-94) die EPOCHE - Ideen von heute sind Taten von morgen - 131/QI/1997/21. Jahrgang

Nadel, grün

EPOCHE - Das Ideenmagazin Nr. 131

Karl Ludwig Bayer:
Die Hölle ist leer - Der Musterknabe und sein Schuldkult
(...) Unter folgenden vier Voraussetzungen heißt der nächste Bundeskanzler Gerhard Schröder: wenn er es schafft, von seiner Partei als Kanzlerkandidat 1998 nominiert zu werden; wenn er auf seinem "Euro"-kritischen Kurs bleibt; wenn Kohl auf der Abschaffung der D-Mark beharrt; und wenn den Wählern keine realistische Alternative gelassen wird. Wie könnten Alternativen aussehen? Theoretisch kämen als neue Möglichkeiten in Betracht: eine bundesweite CSU, in der die tatsächliche Mehrheitsmeinung der Mitglieder das Wahlprogramm bestimmt und das hieße "Rettung der D-Mark"; oder das Auftreten einer bundesdeutschen Jörg-Haider Partei... Nicht Einheitswährung, sondern Gemeinschaftswährung ("Euro" als Reservewährung neben der D-Mark) (...)

Karl Ludwig Bayer:
Unter Stalin: Expansion des Imperiums
Unter Stalin erreichte der russische Staat die größte Ausdehnung. Seine Urform war der Kiewer Rus, von dem aus - schon vor rund tausend Jahren - der erste Versuch unternommen wurde, in Konstantinopel einzurücken. Nach dem großen Sieg der Moskowiter über die Tataren an der Schwelle zur Neuzeit marschierten die Russen immer weiter nach Süden und Osten, bis sie um das Jahr 1800 den Kaukasus und bis 1860 das heutige Wladiwostok am Pazifik erobert hatten.

Karl Ludwig Bayer:
Mondo Curioso: Lustvolle Schuld - Russische Heilung
Plötzlich war, als eine süddeutsche Zeitung am 14.12.1996 Kinkels deutsch-tschechische Erklärung mit Wortnebeln beweihräucherte, von Bayerns "fünftem Stamm" die Rede. Doch wer ist das bloß? An der Isar war man bislang davon ausgegangen, daß es neben den Altbayern, den Franken und den Bayerischen Schwaben nur noch einen vierten Stamm im Freistaat gibt: die Sudetendeutschen. Da der Verfasser des erwähnten Artikels (Titel Stoiber und der 5. Stamm) den Sudetendeutschen den Rat gibt, "ihr Leid als Folge des Unrechts zu verstehen, das auch in ihrem Namen in der alten Heimat an anderen Menschen begangen worden ist«, zählt er sich womöglich selbst zu einem erst im 20. Jahrhundert entstandenen neuen Stamm, einer Weltanschauungsgemeinschaft, einer mächtigen Polit-Sekte (...)

Karl Ludwig Bayer:
Kinkels neues Völkerrecht: Die Akzeptanz "ethnischer Säuberungen"
Der deutsche Schuldkult und die Sudetendeutschen. Der Bundestag sollte der von Kinkel zu Weihnachten 1996 in Prag unterzeichneten deutsch-tschechischen Erklärung die Zustimmung verweigern. Denn abgesehen von historischen Ungereimtheiten geht aus diesem mißglückten Text hervor, daß die tschechischen »Rechtsgrundlagen«, auf denen die Vertreibung der Deutschen beruht, seitens der Bundesregierung respektiert und damit akzeptiert werden. Dies jedoch hat - weit über die deutschen Grenzen hinaus - grundsätzliche Bedeutung. Hier wird der Versuch unternommen, ein Stück Völkerrecht umzuschreiben. Dabei wird ein Präzedenzfall geschaffen, der die Rechte aller Völker und Volksgruppen in der Gegenwart und in der Zukunft berührt (...)

Günther Beckstein:
Im EPOCHE-Gespräch: Innere Sicherheit und Schutz der Jugend
"Weiche Drogen", Ausländerkriminalität und Rückführung ehemaliger bosnischer Bürgerkriegsflüchtlinge... Das Vorhaben der schleswig-holsteinischen Landesregierung, in einem Modellversuch künftig die Cannabis-Produkte Marihuana und Haschisch über Apotheken zugänglich zu machen, halte ich für unverantwortlich. Es gehört schon ein hohes Maß an Realitätsverlust dazu, immer zu glauben, die Märkte für »weiche« und »harte« Drogen könnten getrennt und auf diese Weise der Drogenkonsum reduziert und die Zahl der Drogentoten verringert werden. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache und lassen für die Illusionen drogenpolitischer Tagträumer keinen Raum (...)

Albert Reif sprach mit Nobelpreisträger Gerd Binnig:
Mit falschen Argumenten lassen sich ökologische Katastrophen nicht verhindern
Die Menschheit befindet sich gegenwärtig in einer Phase ihrer Entwicklung, in der sie die Erde und das ökologische System, überhaupt alle Strukturen, als eine »Ganzheit« wiederzuentdecken und zu begreifen beginnt.

Rudolf Graf Czernin:
Erfahrung, Ordnung, Stabilität, Bewahrung der Schöpfung
Konservatismus ist eine Geisteshaltung, die auf bewährte Werte setzt, irdischen Paradieserwartungen mißtraut und Innovationen bejaht, diese jedoch an der historischen Erfahrung mißt und damit die Zukunft ethisch verantwortungsbewußt gestaltet... Die einzige geistige Kraft und Denkweise, die sich behauptet hat, ist die konservative Idee, die fest auf den Errungenschaften und Erfahrungen unserer Vergangenheit beruht und zugleich aufbaut in der Sicherheit, nichts, was erhaltenswert ist, zu zerstören, aber alles, was neu und gesund ist, zu pflegen. Konservative Grundwerte oft verleumdet, oft mißverstanden - sichern die wahre Freiheit des Menschen sowohl gegen jede Form des Sozialismus wie auch gegen den schrankenlosen Liberalismus, der sich zunehmend als Gefahr erweist. (...)

Victor E. Frankl:
Junge Menschen beschäftigt die Frage nach dem Sinn des Lebens
Was Menschen von heute, besonders den jungen Menschen, unter den Fingernägeln brennt, ist das Leiden am sinnlosen Leben. Das ist nicht bloß meine Meinung. In Fachpublikationen aus aller Welt und in zahlreichen Dissertationen mit streng empirischen Forschungsergebnissen wurde dies bestätigt.

Thomas Goppel:
Umweltschutz mit der Wirtschaft, nie gegen sie
Die führende Stellung Deutschlands im Export von Umwelttechnologien schafft und sichert Arbeitsplätze. (...) Wir brauchen eine dauerhaft-umweltgerechte Entwicklung in unserem Land, wenn es Zukunft haben soll. Dazu muß jeder in der Gesellschaft an der Stelle, an der er tätig ist, seinen Beitrag leisten. Der Umweltschutz - das steht außer Frage - braucht die Wirtschaft, weil nur sie in der Lage ist, in einem industriegeprägten Land wie dem unsrigen einen Wohlstand zu ermöglichen, der zufriedenstellende ökonomische wie auch ökologische Rahmenbedingungen gleichermaßen umfaßt. Die Wirtschaft braucht nicht minder aber auch den Umweltschutz, weil nur unter Beachtung seiner Maximen wirtschaftlicher Fortbestand und Weiterentwicklung möglich sind. Der Weg, den wir bisher dabei beschritten haben, war unter dem Strich sehr erfolgreich. Davon sollten wir uns leiten lassen. Dann besteht für Zukunftsangst auch kein Anlaß!

Otto von Habsburg:
EU-Versagen_ Libyen greift nach Malta
Die Mittelmeerinsel ging für die EU verloren, aber in der Mitte Europas gibt es neue Beitrittskandidaten - Das Recht auf die Heimat sollte von Tschechen anerkannt werden, ehe es Mitglied der EU wird... In Malta fanden im im Herbst 1996 allgemeine Wahlen statt. In den Monaten zuvor waren führende Persönlichkeiten des Landes in den verschiedenen Hauptstädten der Europäischen Union gewesen, um die Regierungen noch ein letztes Mal dringend zu bitten, nun endlich die Aufnahme Maltas in die Europäische Union einzuleiten. Das Land war seit vielen Jahren bereit, es stellte für die Europäische Union wahrlich kein Problem dar. Es wäre daher leicht gewesen, die letzten Schritte zum Beitritt zu unternehmen. Auch fehlte ein stichhaltiger Grund, die Dinge weiter hinauszuschieben (...)

Gottfried Heller:
Entfesselung der Wirtschaftskräfte
Wirtschaftserfolge der Zukunft stehen und fallen mit den mittelständischen Unternehmen und der Bereitstellung von Risikokapital nach dem Vorbild der amerikanischen NASDAQ... Es bedurfte der Sehergabe eines Propheten, um vor vier Jahrzehnten vorherzusagen, wie es um Deutschland 1997 bestellt sein würde. Ludwig Erhard war dazu in der Lage - wie das folgende Zitat belegt: »Die wachsende Sozialisierung der Einkommensverwendung, die um sich greifende Kollektivierung der Lebensplanung, die weitgehende Entmündigung des Einzelnen und die zunehmende Abhängigkeit vom Kollektiv oder vom Staat - aber damit zwangsläufig auch die Verkümmerung eines freien und funktionsfähigen Kapitalmarkts als einer wesentlichen Voraussetzung für die Expansion der Marktwirtschaft - müssen die Folgen dieses gefährlichen Weges hin zum Versorgungsstaat sein, an dessen Ende der soziale Untertan und die bevormundete Garantierung der materiellen Sicherheit ... stehen wird.«

Friedrich Georg Jünger:
Beziehung auf Gegenseitigkeit: Kultur und Natur
(...) Die Erde erträgt den Menschen nicht, der sie nur nutzt und verbraucht, und sehr bald verweigert sie ihm ihre Hilfe. Ein Irrtum des Homo faber ist es, wenn er glaubt, daß die Natur auf seine ihr aufgezwungenen Arbeitsverfahren sich nur leidend verhält; sie beantwortet die Zerstörungen und trifft den Urheber mit derselben Kraft, welche die Verletzung hatte (...)

Botho Kirsch:
Die Russen und die Deutschen: Der Verlierer von 1945 ist in seltsamer Umkehr der Geschichte zum Sieger geworden
Das Ergebnis von über sieben Jahrzehnten Sowjethegemonie über Osteuropa ist ein ungebärdiger Nationalismus und ein ausgeprägtes Unabhängigkeitsbewußtsein der kleineren Völker in diesem Raum. Die nationale Idee erweist sich wieder einmal in diesem Jahrhundert als die stärkere Kraft, welche die Massen bewegt und Kräfte freisetzt, die eine rationalistische Ideologie wie der Marxismus-Leninismus nicht zu binden vermochte.

Walter Kreul:
Die "Wassermelonenpartei" - Umweltzerstörer Sozialismus
(...) Daß der Sozialismus allerdings nicht nur die natürliche Umwelt hat verrotten lassen, sondern obendrein eine noch gravierendere »geistige Verschmutzung« der Menschen bewirkt hat, wird immer deutlicher... Das Mißtrauen, das den roten Grünen aus der meist konservativen Bauernschaft entgegenschlägt, ist somit nicht zufällig. Bauern, die ständig und unausgesprochen Naturerhaltung und Umweltschutz betreiben, erkennen noch am ehesten die gespaltene Zunge und die sozialistischen Absichten dieser selbsternannten »Retter der Erde«. Für die Konservativen ist es an der Zeit, den immer noch vom gescheiterten Sozialismus geistig durchtränkten Grünen die Führung in der Umweltdebatte zu entreißen - und, fern allem romantisierenden Antitechnizimus, wirklichen Umweltschutz und Naturerhaltung als ihre ureigenste Aufgabe zu begreifen.

Hermann Leeb:
Opferschutz hat Vorrang - Die Bürger wollen Sicherheit
Kriminalität wirksam eindämmen - Mehr Schutz für Kinder und Jugendliche - Liberale Rechtspolitik führt in die Sackgasse... Die Frage des Umgangs des Staates mit gefährlichen Straftätern hat durch den Mord an der siebenjährigen Natalie aus Epfach furchtbare Aktualität erlangt. Viele Bürger stellen angesichts dieses Falles die Frage, ob der Staat alles in seiner Macht Stehende getan hat, um derartige Verbrechen auszuschließen. Zwar kann es bei allen Bemühungen einen hundertprozentigen Schutz nicht geben, weil eine sichere Prognose des künftigen Verhaltens eines Straftäters nicht möglich ist. Mit dieser Feststellung dürfen wir uns aber nicht begnügen. Wir müssen nach allen Richtungen ausloten, wie der Schutz der Allgemeinheit vor gefährlichen Straftätern verbessert werden kann (...)

Jürgen Liminski:
Die Pulverfässer des Orients - Warum Nahostkrisen auch die Europäer berühren
Die Spannweite von Abu Bahz bis zum "Heiligen Krieg"... Seit dem Bombenanschlag fanatischer Islamisten auf das World Trade Center in New York muß die Welt auf alles gefaßt sein. Der nächste große Knall kann folgen. Denn die Geister, die man rief, sind nicht mehr in die Flasche zurückzubringen (...)

Johannes Mann:
Erfahrungen eines deutschen Investors in Sri Lanka
Wie ein Betrüger mit behördlichem Segen seine Beute behält und "Entschädigung" kassiert. Wir beobachten seit Jahren die Fortschritte eines privaten Entwicklungsprojektes in Sri Lanka, dessen Initiator einen mittelständischen bayerischen Unternehmer - wir persönlich kennen (...)

Heiko Peters:
Die Russen-Beute herausrücken
Das Recht auf Eigentum: So weit der Bund im Besitz jenes Eigentums ist, das die Sowjets 1945-49 völkerrechtswidrig an sich gerissen haben, wäre es nicht nur moralisch, sondern auch wirtschaftlich besser, es den Eigentümern zurückzugeben... Wahrheit sucht sich immer ihren Weg. Seit sechs Jahren versucht die Bundesregierung, den von den Kommunisten in den Jahren 1945 bis 1949 in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone beraubten Bürgern ihr Eigentum nicht zurückzugehen, sondern quasi als Hehlergut zum Nutzen des Fiskus zu verkaufen. Bei diesem Rechtsbruch wird mit denkbar schlechten Argumenten gefochten (...)

Edmund Stoiber:
Die ökologische Wohlstandsgesellschaft der Zukunft
Die linken Horror-Propheten sind widerlegt. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften: "Die Szenarien der frühen achtziger Jahre... haben sich nicht bestätigt."... Verantwortung für nachhaltige Entwicklung im Dialog und in Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft (...)

Arnold Walterscheid:
Erprobtes Erfolgsrezept: Mehr Markt - mehr Freiheit - mehr Arbeitsplätze
Schwarzarbeit nicht nur bekämpfen, sondern unnötig machen... Seit 1991 bewirkt die schädliche inflationäre, marktfeindliche Tariflohn-, Steuer- und Wirtschaftspolitik weiterhin eine Produktionsverlagerung ins Ausland - die Betriebe werden aus Deutschland vertrieben. Den selbständigen Handwerkern wird ihre Arbeit vermiest, weil ihre Kunden häufig die in den Preisen versteckten viel zu hohen Lohnnebenkosten - auch Mehrwertsteuer, Steuern aller Art und Zinsen für zu hohes Fremdkapital - nicht bezahlen. Oft wollen sie nur 85 bis 90 Prozent des vereinbarten Preises zahlen. Aus diesem Grunde können die Meister für private Kunden kaum mehr arbeiten und müssen viele ihrer zu teuren legalen Arbeitsplätze beispielsweise von drei oder sieben auf einen oder zwei Mitarbeiter abbauen. (...)

EPOCHE-KURZDOKUMENTATION:
Umweltpakt - Modell für Deutschland
Eines der Ziele besteht darin, bis zum Jahr 2000 rund 13 Prozent des Bedarfs aus regenerativen Energien zu gewinnen - mit steigender Tendenz. Der »Umweltpakt Bayern« ist ein Modell für ganz Deutschland - er enthält eine Fülle von Verpflichtungen, Zusagen und Absichtserklärungen, die (soweit nichts anderes bestimmt ist) spätestens bis zum Ende dieses Jahrzehnts erfüllt werden müssen (...)

Öko-Optimismus:
Kultur und Natur sind keine Gegensätze - Der Zustand unserer Wälder ist besser, als die Massenmedien wahrhaben
Das Tadj Mahal ist das eindrucksvollste Werk der Mogul-Architektur - in Stein gemeißelte Ästhetik. Es ziert diesmal unser Titelblatt. Rund um das Tadj Mahal prallen die Gegensätze Asiens hart aufeinander. Die prachtvollen Bäume ringsum sind gesund, die Wiesen saftig grün. Doch in unmittelbarer Nähe verrotten Menschen ohne Hoffnung in dreckigen Slums - der Müll wird nach Verwertbarem durchsucht und anschließend auf die Straße geworfen. Auspuffgase vorsintflutlicher Fahrzeuge verpesten die Luft (...)


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