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Im Juni 1946 wurde in Hannover das Ostbüro der SPD als Kampforgan des Parteivorstandes für die unterdrückte Sozialdemokratie in der Sowjetzone gegründet. Ein Jahr später wurde beim Parteivorstand der SED ein "Abwehrreferat" gebildet, zu dessen Hauptfeind das SPD-Ostbüro erklärt wurde. Das Ostbüro der SPD war von Anbeginn an ein Pfahl im Fleisch der SED und "ihres" totalitären Staates. |
![]() Helmut Bärwald |
Das Ostbüro der SPD 1946-1971 - Kampf und Niedergang |
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von Helmut Bärwald Ab Ende der fünfziger Jahre war das Ostbüro auch ein Splitter im Fleisch der SPD. Spätestens nach der Bundestagswahl 1969 entstand eine Übereinstimmung zwischen der über zwei Jahrzehnte hinweg immer wieder von den Kommunisten erhobenen Forderung nach Beseitigung des Ostbüros und der Absicht der SPD, dieses Büro als lästig gewordenen Ballast vor den "Höhenflügen" zu einer "neuen Deutschland- und Ostpolitik" abzuwerfen. Das Ostbüro hatte bei seiner Gründung eindeutige Aufträge und verbindliche Leitsätze für deren Ausführung bekommen. Dazu gehörten vor allem die Unterstützung der vom kommunistischen Regime unterdrückten und verfolgten Landsleute, die Bekämpfung des Regimes mit politischen und publizistischen Mitteln sowie die aktive Mitwirkung am beharrlichen Kampf aller Demokraten um die Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit. Helmut Bärwald, Jahrgang 1928, war selbst Leiter des Ostbüros. 1946 aus politischen Gründen nicht zum Studium an der Universität Leipzig zugelassen, 1948 aus der SBZ geflohen, trat er 1949 in das Ostbüro ein und leitete es ab 1966. Nach der Auflösung des Ostbüros im Januar 1971 trat der Autor aus Protest gegen die neue Ostpolitik der SPD aus der Partei aus. Seitdem ist er als freiberuflicher Publizist tätig. |