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Aus der Fülle der Literatur über den deutschen Terrorismus ragt die Arbeit von Bernhard Rabert beispielhaft hervor. Die Studie über die links- und rechtsterroristischen Vereinigungen in der Bundesrepublik über einen Zeitraum von 20 Jahren besticht durch die Unmenge an verarbeitetem Material, durch klare Sprache und durch treffende und brillante Analyse.

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Nadel, grün

Bernhard Rabert: Links- und Rechts-Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland von 1970 bis heute

Der thematische Bogen in diesem Buch ist weitgespannt und facettenreich. Der Komplex der behandelten Themen reicht von der Definition des "Terrorismus" in Abgrenzung von "Guerilla" und zum "Partisan" über die Skizzierung des Terrorismus als juristisches Problem in Deutschland. Schwerpunktmäßig schließt sich die historische und ideengeschichtliche Untersuchung des Links- und Rechtsterrorismus an.

Dies geschieht sachlich fundiert und kompakt. Ein besonderes Verdienst der Studie - wohl erstmalig so vorgetragen - liegt in der sehr dicht geschriebenen vergleichenden Untersuchung und Gegenüberstellung links- und rechtsextremistischer Vereinigungen auf dem Boden der Bundesrepublik. Der Verfasser kommt hierbei zu einer, auch wegen ihrer trefflichen Kürze, bestechenden und zutreffenden Standortbestimmung: "Der Rechtsterrorismus kann im Vergleich zum Linksterrorismus als aktionistischer, zielloser, kurzlebiger und in der politischen Konzeption primitiver beschrieben werden." Ein Ausblick auf zukünftige Formen eines nicht ideologisch motivierten Terrorismus - Narco- u. Nuklearterrorismus - rundet die von hoher wissenschaftlicher Qualität geprägte und dabei doch gut lesbare Darstellung ab. Eine Bereicherung für die Fachwelt, eine Pflichtlektüre für alle an dieser Thematik Interessierten.

Rolf Tophoven


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