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Der Kurt-Schumacher-Kreis in der Gesellschaft für Soziale Demokratie schrieb am 16. Juli 1998 einen Offenen Brief an den Parteivorstand der SPD: |
![]() Kurt Schumacher |
Fragen an die SPD |
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Die SPD beabsichtigt, ein Gedenkbuch für verfolgte Sozialdemokraten herauszugeben. Der Kurt-Schumacher-Kreis hat hierfür einen wesentlichen Beitrag mit 200 Namen und Schicksalen geleistet. Das war für uns selbstverständlich. In diesem Zusammenhang ergeben sich jedoch gravierende Fragen nach dem Verhalten der SPD in den 70er und 80er Jahren gegenüber der SED und den von der SED verfolgten und den Sowjets ausgelieferten Sozialdemokraten. Entgegen den Prinzipien der politischen Moral hatte die SPD damals Hunderte von intensiven Kontakten zu der SED, den Feinden der Demokratie, aufgenommen; zum Beispiel Schröder, Lafontaine, Bahr u.a. zu Honecker, Stoph, Axen und ähnlichen Konsorten. Sogar gemeinsame Urlaubsreisen, wie die des SPD-Abgeordneten Voigt mit Krenz hat es gegeben. Daraus ergeben sich diese berechtigten Fragen:
Das Verleugnen verfolgter Sozialdemokraten gegenüber deren Verfolgern und das derzeitige Nichteintreten für von der SED verfolgte Demokraten paßt nicht zusammen mit einem "Gedenkbuch" an die Opfer, die Sozialdemokraten selbstlos für ihre Partei erbracht haben. Das sollte der SPD mehr als peinlich sein. Hier ist die SPD konkrete Antworten schuldig. Für den Vorstand des Kurt-Schumacher-Kreises |